Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 48 (1884)
- Issue
- Heft 42 (14.10.1884)
- Date
- 1884-10-14
- Page
- Seite 674 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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674 gänzliche Erfülltsein von dieser Idee mußte sich — das bleibt J wahrlich nicht, sie muß sich auch im Geiste einer die ganze ein unfaßbares Räthsel alles Kunstschaffens — in einer Menschheit ergreifenden Idee vollziehen: aber die Heldenkraft, Weise auf seine Musik übertragen, das er ihr damit durch-!die aus dem Glauben stammt, die wirkt die allerhöchsten aus den Stempel des Episch-Religiösen verlieh. Gerade der Wunder. Und so ist das Wunder der Händel'schen Alles Umstand, daß Händel auch antike epische Stoffe zur Grundbesiegenden aus dem Glauben geborenen Feuerkraft zu belage von Oratorien gewählt hat, im Zusammenhänge mit greifen, wie denn Kraft im Lichtglanze des Göttlichen Händel's dem geistigen Werthe derselben, spricht mit für die Wahrheit musikalisches Grundwesen ist. Wie Händel nun all seine des eben Gesagten. Denn keines seiner derartigen Oratorien, Heldcnkämpfe nur als Durchgang zur wahren Erlösung seierte, weder „Herakles", noch „Scmele", noch ein anderes sind so mußte er endlich auch zum „Messias" gelangen, als zu auch nur im Entserntesten so populär geworden, wie seine dem, der den reinen Geist, losgelöst von allem Irdischen, biblischen Oratorien. Man sieht, die Heldenkraft allein thut's darstellt." — Anzeigen. T«* COY*€t werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die nächstlilOd CAj tt/ folgende Wochennummer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin etc. zu adressiren. Für eine kleinere israel. Gemeinde (i. e. 1 Stadt a. e. Kreu,chaHn> wird c. seminaristisch gebild. unverheir. Lehrer, der auch vorderen und schächtcn muß, zum 1. Jan. 188.', ge- . sucht. JahreS-Fixum 050 Mk. excl. Schächte-! gebühren u. Accid. — Stellung angenehm. Zeugnisse in notariell-vidiminer Abschrift nebst Photographie, deren Rücksendung garantirt wird, richte man bald an die Annourru - Expedition von S. Berg in Blltzow i. Meckl. [L. 19308] Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentlimns in Berlin. (Unter den Linden 4A.) im Winter-Semester 1884188» (vom 20. October 1884 an) zu haltenden Vorlesungen. Am 15. October beginnt der Unterricht in der hies. höheren Töchterschule, der Industrieschule und im Conservatorium. Mädchen, welche eine dieser trefflichen Anstalten besuchen wollen, finden in meinem Hause freundliche Aufnahme. sh. 19172] Darwstadt. II. Oppenheimer, _____ Cantor und Lehrer. Israel. Tochter-Pensionat und > Höhere Unterrichts-Anstalt. Gegründet 1864. ]L. 16394] Aufnahme von Zöglingen jeder Zeit. Prospecte auf Wunsch. Frau Direktor Therese Gronau. Berlin, 11 Hioderfin-Str. — Königs-Platz. Mein israelit. Pensionat für erwachs, u. schulpfl. Mädchen emps. sich einer geneigten Beachtung. Frau Tilbermanu, gcpr. Lehrerin, Berlin Neue Schönhauscrstr 2. [B.15547] Zwei Töcht. jüd. Elt. find, wieder liebev. Bflege, wissensch., wirtsch. u. gesellsch. Ausbild. Refcr. durch HH. Dr. Frankl, ttirschsteia u. Holzmann. Frau Minna Wassermann, Berlin, Oranienburgerstr. 56a [B. 18771] Herr Dr. Cassel wird lesen: 1) Interpretation der Psalmen, dreimal wöchentlich. 2) Einleitung in die halachische Literatur, dreimal wöchentlich. 3) Anleitung zum Religionsunterricht, zweimal wöchentlich. Herr Rabbinatsasscssor Dr. Frankl wird lesen: 1) Sittenlehre der arabisch-spanischen Schule. I Stunde wöchentlich. 2) Homiletik mit Uebungen. 2 Stunden wöchentlich. 3) privatissime: Eherechtliche Fragen, i Stunde wöchentlich. Herr Dr. Müller wird lesen: 1) Talmud «tatarisch, Ridduschin, fünfmal wöchentlich. 2) Talmud cursorisch. Chullin, viermal wöchentlich. 3) Die Massora in den rabbinischen Quellen, einmal wöchentlich. 4) Jore Dea, viermal wöchentlich. 5) privatissime: Hilchot Nidda, einmal wöchentlich. Herr Prof. Dr. Steinthal wird lesen: 1) Ethik. 3 Stunden wöchentlich. 2) Einleitung in die Genesis, i Stunde wöchentlich. Alle Vorlesungen an der Lehranstalt sind unentgeltlich. Als Zuhörer für die Vorlesungen sind in erster Reihe die rite immatriculirten Studirenden der hiesigen Universität — und zwar ohne Unterschied der Facultät — in Aussicht genommen. Auch andere Personen können auf Grund besonderer Ermächtigung an den Vorlesungen Theil nehmen. Die Vorlesungen beginnen am 20. October 1884. Die Anmeldung erfolgt bei dem zeitigen Vorsitzenden des Lehrer - Collegiums, Herrn Dr. Cassel, in seiner Wohnung, Linien-Str. 154, täglich von 2 — 3 Uhr. Berlin, im September 1884. [B. 19573] Das Cnratorium der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judenthums. Ein oder zwei junge Mädchen, die ihre weitere wissenschaftliche, musikalische oder gesellschaftliche Ausbildung in Leipzig suchen wollen, finden beste Pension, gewissenhafte '/.ussicht und Anleitung in einer feinen jüdischen Familie daselbst. Nähere Auskunft > «heilen: Herr Dr. Ludwig Philippfvn in Bonn und Herr Banquicr S. Fintclstcin in Leipzig, Pfaffeud. Str. 23. Pensionat nnd Höhere Töchterschule von [L. 859] Frau Dr. Leverson in Hannover, Thiergartenstraße 3 und 4. Ausnahme von Zöglingen zu jeder Zeit. — Das neue Semester beginnt am 15. Sept.