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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1884-10-14 · Heft 42 (14.10.1884) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
48 (1884)
Issue
Heft 42 (14.10.1884)
Date
1884-10-14
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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"Allgemeine Zeitung -es Iudenthums. Ein unparteiisches Organ für alles indische Interesse. Diese Zeitung erscheint wöchentlich. [Preis vierteljährig 3 Mark. Abonnement in Deutschland (Postzeitungsliste > Nr. SS) und Oesterreich bei allen Postämtern, außerdem durch den S)ud)=| Handel. Herausgegeben von Nabbiner I)r. Ludwig Philippson in Bonn. Kzepeöitiorr: Leipzig, WoßpLerh 18. In redaktionellen Angelegenheiten wende man sich an I»r. L.Philipvson in Bonn direct, in allen übrigen an die Berlaqshandlnng. Beilagen (Gebühr >2 M.) sind gleichfalls an letztere einzusenden. 48. Jahrgang. Leipzig, den 14. October 1884. K>. 42. Schmidt Krakau. Notiz. — Feuilleton: Jom-Kippur in der Wildniß. Eine Skizze. (Fortsetzung aus Nr. 39.) Vermischtes. £eit Bonn, 12. October. Aach den hohen Feiertagen. Zu allen Zeiten war es im Judenthume ein besonderes Haschanah, als Vorbereitung zu der religiösen Aufgabe dieses Festes und des Versöhnungstages betrachtet und in der Liturgie behandelt. In der That haben diese beiden hohen Feste eine derartige Wirkung im Gemüthe aller derer, welche noch eine aufrichtige Liebe und Anhänglichkeit für die Religion ihrer Väter empfinden. Das religiöse Gefühl wird geweckt, das religiöse Bewußtsein gestärkt und daran knüpft sich Bestreben, zu den hohen Festen und durch dieselben den wie von selbst der Trieb, für Erhaltung und Kräftigung der religiösen Sinn des Volkes zu wecken und zur Bethätigung Religion etwas zu thun; es machen sich die Schwächen, an anzufeuern. Im Alterthum diente vorzugsweise hierzu die welchen die Gemeinde in ihrem Gottesdienst und ihren An- Vorschrift, daß an den drei Festen (Peßach, Schabuoth und stalten, namentlich auch für den Religionsunterricht, leidet, Sukkoth) alle Männer nach Jerusalem ziehen sollten, um das bemerklicher und die Neigung tritt hervor, diesen Mängeln Fest daselbst zu feiern, und deutete der Ausdruck des Gesetzes abzuhelfen. Selbstverständlich kommt es nun darauf an. ob die selbst an, daß sie zu diesen Zügen möglichst von Frau und Organe vorhanden. find, welche diese Stimmung zu benutzen Kindern begleitet wurden. Ein recht stimmungsreiches Bild und auf einen erfolgreichen Weg zu leiten verstehen. Tenn von solcher Wanderung zum Heiligthume und ihrer Einsonst erlischt diese Neigung im Gewühle des Lebens bald Wirkung auf den religiös-sittlichen Sinn des Volkes entwerfen wieder; die Apathie und der Jndifsercntismus treten wieder uns die ersten Capitel des 1. Buches Sainnelis. Im dritten an deren Stelle. Hierbei ist nicht außer Acht zu lassen, daß Jahrhundert der gew. Zeitr. richtete der gefeierte Rab (Abba mit dem Eintritt des Herbstes und des Winters die That- Areka) den Brauch ein, daß er, außer seinen Borträgen vor kraft der Menschen überhaupt wieder lebendiger wird. Ter seinen Schülern in den Monaten Adar und Ellul, öfientliche gesellige Verkehr wird wieder zum Bedürfnis; und so lassen Reden an das ganze Volk eine Woche vor den Hauptfestsich in dieser Zeit alle die Angelegenheiten, welche die Gemeintagen hielt, Rigle genannt, zu welchen ein so großer Zusamkeit der Menschen in Anspruch nehmen, leichter mit Erdrang des Volkes stattfand, daß sich Viele Hütten an den folg betreiben. Hieraus wollen wir aufmerksam machen. Es Ufern des See's bei Sura, dem Wohnorte Rab's, errichten entgeht ja Niemandem, daß in der Gegenwart für Juden mußten, weil sie in der Stadt nur zu einem Theile Platz und Judenthum eine Krise eingetreten, welche, wenn sie zum fanden. Man war sogar genöthigt, während dieser Zeit die Guten benutzt wird, auf lange Zeit hin vielfache Belebung Gerichtssitzungen zu suspendiren. In ähnlicher Weise wird des religiösen Sinnes und mancherlei gedeihliche Schöpfungen der ganze Monat Ellul, und namentlich die Woche vor Rosch- . bringen kann, die jedoch, wenn wir indolent und passiv 42

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