Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 48 (1884)
- Issue
- Heft 22 (27.5.1884)
- Date
- 1884-05-27
- Page
- Seite 354 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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354 stehend aus: Gust. Hell, Ferd. Rudolphi und Ad. Kauffmann,! zum Flur treten. Zum Fensterklären sind die erforderlichen hat dem Wunsche des freigebigen Stifters gemäß im Jahre j Sicherheitsstangen vorhanden. Alle Fenster sind auf Kosten 1882 einen schön arrondirten Bauplatz 124 887 Hf-Fuß,j der Stiftung mit gleichen Rouleaux versehen. Der Reinangekaust für 73100 Mk. und ist auf einem kleinen j lichkeit halber ist es den Bewohnern untersagt, mehr Mo^ Theile desselben das erste Stiftsgebäude nunmehr fertig bilien und Sachen mitzubriugen, als sie in ihrer Wohnung gestellt. Dem Mitadministrator Kauffmann ist nicht die stellen können, namentlich dürfen keine Bettstellen mitgebracht Freude geworden, diesen Stiftsbau zu sehen, indem er am! werden, weshalb für jede Person eine neue eiserne Bettstelle 1. Januar d. I. verstarb. Das Haus ist ein Rohbau, solide geliefert ist. Bon den 220 Bewerbern fanden in den 20 ausgeführt: Die Front zeigt zwei Granittafeln mit der Goldj Wohnungen 28 Personen Aufnahme, darunter ein Ehepaar, schrift «Joseph Leja-Stift", „gebaut 1883"; über der schönt drei Schwesterpaare und vier Mütter, denen es erlaubt ist, gearbeiteten eichenen Hausthür ziert eine Granittafel den Einfür Lebenszeit ihre Töchter bei sich aufzunehmen. Die Gartengang, worauf in Goldschrift zu lesen: Dem Stifter die Ehre', anlagen sind mit einfacher, recht geschmackvoller Einfriedigung Dem Hause die Lehre: Wer sich bescheidet, der wird beneidet."; versehen und soll für Sitzplätze im Sommer gesorgt werden. Das Gebäude enthält: für je zwei Personen 6 Wohnungen, An den kleinen Garten schließt sich der künftig zu Stiftszwecken jede mit Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und kleinem zu bebauende große Garten, wodurch den Bewohnern eine Corridor; für eine oder zwei Personen 6 Wohnungen, je Wohnschöne Fernsicht und freie gesunde Luft geboten wird. Der und Schlafzimmer und Corridor; für eine Person 6 Wohnungen, Stiftsbau ist von dem Architecten Gustav Otte entworfen und je Wohn- und Schlafzimmer und Corridor, sowie dann noch unter deffen Leitung ausgeführt; von demselben auch der künfzwei Bodcnwohnungen, je Wohn- und Schlafzimmer. Diese tige, von der jetzigen Administration festgestellte Bebauungsletzteren sind zwei älteren Mädchen zugewendet, welche gegen plan des Grundstücks angefertigt. In der guten Ausführung freie Wohnung und entsprechende Vergütung Boden, Fluren der contractlich zu liefernden Arbeiten haben sämmtliche Bau- und Treppen rein halten. In jeder Wohnung befinden sich Handwerker gewetteifert, damit Ehre einzulegen. Soweit die 4 Wandschränke, und sind die zugetheilten Feuerungskammern gesammten Baukosten jetzt zu übersehen, werden dieselben sich mit der Nummer der betreffenden Wohnung versehen, für Parterre und erste Etage im Keller, die übrigen auf dem Boden. Es ist ferner eingerichtet: ein großer gemeinschaftlicher Trockenboden, im Keller Waschküche, Mangelkammer, completes Badezimmer, Kammer fürs Scheuergeräth und endlich die unentbehrliche Todtenkammer. Die Treppen sind aus Sandstein, die Fluren feuerfest, da dieselben in allen Etagen auf Gewölben, mit Mosaik-Fliesen belegt, sind, ebenfalls die Closet- und Handstein-Anlage. Zwei von Ad. Meyer hergestellte Blitzableitungen sind der städtischen Wasserleitung angeschlossen und deren sehr gute Herstellung von dem Telegraphen-Jnspector Walter bescheinigt. Auf jeder Etage ist ein Schrank vorhanden, worin ein Wasserschlauch, welcher, verbunden mit der Wasserleitung, nöthigenfalls in alle Zimmer reicht. Bei etwaiger Feuersgefahr ist also für die Sicherheit aller Bewohner gesorgt, sobald dieselben aus ihrem Wohnzimmer auf 74 —75 000 Mk. belaufen, wovon jedoch ein Theil dem Weiterbau zu Gute kommen wird, z. B. Belegung der großen Fronte des Trottoirs, Sielanschluß, Gas- und Wasseranlage u. s. w. — Zum Sonnabend den 10. d. M. sind die städtischen und die Spitzen der Militairbehörden, die Geistlichen aller Confessionen und die Directoren des Unterstützungsinstituts zur Besichtigung des Stifts eingeladcn worden und am Sonntag 20. d. war dasselbe von 11 bis 2 Uhr dem Publikum geöffnet. Da durch diese schöne Stiftung nach und nach für 7 bis 800 Personen Freiwohnungen werden erbaut werden können, so wird es der künftigen Administration Vorbehalten bleiben, was der gegenwärtigen nicht möglich war, die Anmeldungen zur Aufnahme zu Hunderten nach Wunsch zu befriedigen und wird noch in den spätesten Zeiten der Name Benjamin Leja von vielen Altonaern in Dankbarkeit genannt werden. Unz s".. »eigen. T«« werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die näckst- IIIMvl vC folgende Wochennnmmer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin etc. zu adressiren. Ein Mädchen». 15 Jahren Pensionat und Höhere Töchterschule sucht eine Stelle in einem Ladengeschäft, ist ~ ' hnn \\. 8591 auch zur Beihülfe in der Wirtschaft bereit. ' n L Reslectanten wollen sich wenden an SfrßU Dl\ ÖCÖCtfött Ul SlIlUMttC?, Gustav Götz. I u i «' c o _\ m Borsteher der jüd. Gemeinde in Reubraudeu1 6 UUÖ 4. pnt0, Mecklenbg. [L. 9568] j Aufnahme von Zöglingen zu jeder Zeit. — Das neue Semester beginnt am l. Mar.