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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1884-03-25 · Heft 13 (25.3.1884) · p. Seite 210

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
48 (1884)
Issue
Heft 13 (25.3.1884)
Date
1884-03-25
Page
Seite 210 (sequence 18)
Language
German
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nicht unverrichteter Sache nach Hause znrückkehren wollet sie bereit, sich mit demjenigen der anwesenden jungen Resultat, als daß das Mädchen mit dem 3 " ment, als die auf nichts ein, sondern kehrte der Braut und der g<m] Nachbarin in das Haus ihrer Frau trat, aus Furcht ab- Hochzeitsgesellschaft den Rücken, als man ihn nicht sofort gestraft und in ihre Heimath abgeschoben zu werden, dasselbe; friedigte. Die Anwesenden waren ganz verblüfft, wr verließ. Sie will sich einige Zeit in der Gegend herum-!nicht was sie sagen sollten, sahen schon den leckeru getrieben haben, sei aber nach acht Tagen wieder hierher; zeitsschmaus nebst sonstigen Vergnügungen sich in eitel zurückgekehrt, wo sie sich eines Abends in das Haus ihrer , auflösen. Doch ehe sie sich wieder gefaßt hatten, kehr Herrin einschlich, auf den Boden begab, von wo sie nur! die Braut gegen die Gesellschaft mit der Erklärung: da^ immer spät Nachts herabstieg, um sich beim Brunnen mit Wasser zu laben und mit den Speiseübcrresten, die sie im Hofraume ausgefunden haben will, zn nähren. Dieses Manötrauen zu lassen, welcher sie zu nehme» einwillige. So ver will sie — es scheint fast unglaublich — 19 Tage hinstürzten fünf oder sechs der jüngeren Hochzeilsgäste zwisö durch durchgeführt haben. Die Aerzte konstatiren, daß sie den übrigen durch; jeder wollte zuerst die Braut erreiü die Hungerkur keineswegs länger als etwa 10 Tage hätte, Der Glückliche, welchem dies gelang, war der recht mitmachen können. Das Mädchen befindet sich jetzt beim! junge Benjamin Maalem, ehrsamer Schustergeselle se besten Wohlbefinden hier in Spitalpflege und konnte bis nun? Zeichens. Er ergriff die Hand der schönen Zenalde und nicht eruirt werden, ob ihr Verschwinden nicht etwa ein an- Rabbiner vollzog sofort die Trauung. Der Papa gelegter Plan ist, welcher Mitwisser und Mithelfer hat. »war ein enttäuschtes Gesicht, überwand jedoch bald sei- Trostlos ist es, daß wir soweit gekommen^ daß jedes dumme Verdruß, da seine Tochter mit dem Wechsel des Bräutigo Gerede sofort zur größten Gefahr für unschuldige Bürger jetzigen Gatten sehr zufrieden schien. Die Hochzeit war und zum Damoklesschwerte für dieselben wird.; so fröhlicher und lebhafter, als die Gäste schon auf dich ' verzichten zu müssen geglaubt. Das improvifirte Pärchens seither recht zufrieden und glücklich, uud die jungen Le Und doch erfunden! welche bei dem Sturmläuf ans die Hand Zenardens zu „(Sin Auftritt, wie ihn schwerlich jemals ein Roman., gekommen^ dürften sich auch getröstet haben. Der Schwie ichreiber oder Dramatiker zu erfinden gewagt, ereignete sich papa hat^sich mit feinem unverhofften Schwiegersohn verfüg dieser Tage in Oran. Die reiche und schöne Zenaide sollte : l^dem sich herausgestellt hat, daß derselbe mit einer germg sich mit Mardochaeus, einem ans^Tunis stammenden Glaubens-! Mitgift zufrieden ist, welche ihm genügt, um ein grös genossen verheirathen. In allen Straßen drängten sich die j Schuhwaarengeschäft anznlegeu." Neugierigen, um die Braut und den zahlreich prächtigen Zug j So einige Blätter. Und doch erfunden! Bekam der Hochzeitsgäste zn sehen. In der Synagoge angekommen,, find die Juden in Algerien naturalifirt, unterliegen also sollte eben die Trauung beginnen, als Mordochaeus von seinem zukünftigen Schwiegervater die sofortige Auszahlung der versprochenen Mitgift verlangte. Der Papa war darauf am wenigsten vorbereitet, versprach die Sache am folgenden Es wird viel erlogen in der Welt, aber am meisten Tage in Ordnung zu bringen. Mardochaeus jedoch ließ sich Kosten der Juden! le französischen Gesetz, und düs verbietet streng die reHj Trauung vor der Civiltrauneg. Und wo bleibt die vv gegangene Civiltraunng mit dem ersten Bräutigam? . Anzeigen. T__ werden mit 20 Pffür die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die Xlibwl di vC folgende Wochennommer bis spätestens Donnerstag eingeben. Dieselben sind ansschliesi an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin etc. zn adressirei Handels-Institut und Pensionat I. Ranges in Brussel (Belgien), gegründet im Jahre 1863, 168—170 61 d’Etterbeck, dem Park Leopold gegenüber, geleitet von Prof. L. Xahn. [L. Lehrling gesucht für mein Tuch-, Manns.-. Herrenu. Damen- Confections- Geschäft. Samstags n. Israel. Feiertage geschlossen. {F. 5397] M. Stern, Offenbaeh a. M. Für mein Mannsacturnnd Herrencon- -cctionSgeschäst suche ans sofort erneu Lehrling aus guter Familie mit den nöthigen Schnlkenntnisien. [L- 5587] ' Rees a. Rhein. W. Wölfl. Pensionat und höhere Töchterschub von Geschw. Sobernheim, Bingen n. Rh. Beste Referenzen. Mäßige Bedingungen. Eintritt kann jederzeit stattsinden.' [F. mgpm"..." |iri m t~

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