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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1884-03-18 · Heft 12 (18.3.1884) · p. Seite 190

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
48 (1884)
Issue
Heft 12 (18.3.1884)
Date
1884-03-18
Page
Seite 190 (sequence 14)
Language
German
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190 Anzeigen. werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die nächst- All OC/l cli I/O folgende Wochennnmmer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Leipzig oder deren Eilialen in Berlin etc. zu adressiren. Eine neu gegründete israel. Gememeinde in Sachsen sucht einen geprüften Religionslehrer. Offerten mit Gehaltsansprücheu beliebe man unter Beifügung eines gedrängten Lebenslaufes sud J. Z. 6390 an Rudolf Moffe, Berlin SW. zu richten. [B. 5148] In unserer Gemeinde ist die Stelle des ersten Kantors, der gleichzeitig als Schächter fungiren soll, zu besetzen. Nur musikalisch gebildete und mit gut geschulter Stimme begabte Bewerber mit tüchtigen Fachkenntniffen und Befähigung zur Ausbildung und Leitung eines vierstimmigen Chores wollen ihre Meldungen und Zeugnisse bis zum 15. April d. I. bei uns einreichen. Inländische oder bereits naturalisirte Bewerber werden bevorzugt. Das fixe Gehalt beträgt 900 Mark, die Einnahme aus der Schlachtung beläuft sich aus mindestens 1200 M. und die verschiedenen Nebeneinkünste werden auf ungefähr 600 M. veranschlagt, so daß diese Stelle ein Gesammt- ' einkommen von mindestens 2700 M. einträgt. Lrotoschi», den 10. März 1884. [L. 5284] Der SyugogenVorstand Marcus Lewy. Ist. Pensionat von J. Spier in Bocholt. Knaben, welche die hiesige höhere Schule besuchen sollen, erhalten bei guter geistiger und körperlicher Pflege Nachhülfe in allen Schulfächern. Die Schüler können nach einjährigem Besuch der Secunda das Zeugniß der Berechtigung zum einjähr. Dienst ohne Examen erlangen. ]L. 3425] Pensionat und Höhere Töchterschule von [18611] Frau Dr. Leverfou in Hannover, . Thiergartenstraße 3 und 4. Aufnahme von Zöglingen zu jeder Zeit. Handels-Institut und Pensionat I. Ranges in Brüssel (Belgien), gegründet im Jahre 1863, 168—170 Chaussee d’Etterbeck, dem Park Leopold gegenüber, geleitet von Prof. L. Rahn. [L. 4053] Pensionat und höhere Töchterschule von Geschw. Sobcrnheim, Bingen a. Rh. Beste Referenzen. Mäßige Bedingungen. Eintritt kann jederzeit stattfinden. [F. 330] Zu Ostern können noch 2 jüdische junge Mädchen bei mir Ausuadme finde». Empf. durch die Herren VDr. Frankl. Kirschsteia u. Holzmauu. Frau Minna Wassermann, Berlin, Oranienburgerstr. 53. I. [8. 4682] Pension. <Sdjüler, welche eine der hiesigen vorzügl. Schulen (Realich., Gymnas., Gewerbeich ) des. wollen, finden freundl. Aufnahme, sorgs. Pflege unv treue Beaufsichtigung bei ihren Schularbeiten bei 8. C'ahn, Lehrer und Prediger. Haxen i. W. [L. 4232] In der hiesigen Synagogen-Gemeinde besteht unter dem Namen „PfcunigfoavS" eine Stiftung, ans welcher auch auswärtige jü bische Mädchen, wenn sie fünf Jahre lang in einem hiesigen jüdischen Hause als Köchin gedient und sich sittlich tadelfrei geführt haben, eine Ausstaltungssumme bis zu 900 Mark bewilligt erhalten, die ihnen bei ihrer Berhcirathung ausgezahlt wird und von der sie nach Bollendung des dreißigsten Lebensjahres, wenn sie sich bis dahin nicht verheirathet haben, die Zinsen genießen. [L. 4948] HildeSheim, im März 1884. Die Direktion des PfeuaigfondS der Synagogen-Gemeinde z« Hildesheim. Zu Ostern findet eine perfekte Köchin bei mir Stellung. [L. 4949] Frau August Dux, HildeSheim. Glaubensgenossen! Nur noch im äußersten Nothfaüe können wir uns entschließen. Euch zur Milde und Mithülfe aufzurufen, und dieser Fall tritt jedesmal ein, wenn das kssavli- Fest mit seinen Anforderungen sich nahet. Dieses Fest, welches für die Glaubensgenoffen anderwärts das Fest der Befreiung und der Erlösung ist, bietet uns nur Tage des Kummers und der Sorge. 120 Familien und Einzelpersonen befinden sich in unserer so armen und herabgekommenen Gemeinde, die den Anforderungen der religiösen Feier gemäß unterstützt werden muffen. Es sind Flüchtlinge aus Rußland, welche die Noth, die Verfolgung, die Hoffnung auf Beförderung nach anderen Ländern hierhergetrieben haben; es sind Wittwen und Waisen, deren Ernährer entweder hier verstorben sind, oder aber arme Frauen mit ihren Kindern, die hier verblieben, während die Männer weiter gewandert sind, um ihre Familien später nachzuholen. Wir thun wahrlich, was wir können, um diese Unglücklichen das Jahr über nicht Hungers sterben zulaffen; auch zu diesem Fest wird unter uns immer eine ziemlich bedeutende Summe aufgebracht; allein diese Sammlung reicht kaum hin für einen Tag, geschweige denn für die acht Tage des Festes. Brüder! Im Gefühle der Erlösung, in Anerkennung des göttlichen Segens ruft ihr am Seder-Abeude aus: „Jeder Hungrige komme und esse, jeder Durstige komme und feiere Pesach!" Hier sind Hungrige, hier sind Durstige, die nicht wissen, wo sie zu effen finden und wie sie Pesach feiern sollen. Helfet uns bei der Unterstützung dieser Unglücklichen und wir dürfen Euch heute schon das Wort des Seder- Schluffes entgegenrufen: „Geh, iß dein Brot mit Freuden und trinke deinen Wein mit frohem Herzen, denn längst hat Gott dein Werk gefällig ausgenommen." Memel, in der Purim-Woche f-f-fi* Das ständige Hülfs-Comitee für die Dothstände russischer Israeliten. Rabbiner Dr. Rfiir. 8. Block. "5s. Margulies Leiser Lew y. J.M. Schapiro. L. Hillelsohn. Die gesammelten Gaben beliebe man an den mitunterzeichneten Rabbiner Dr. Bülf zu richten. Sammlern, Spendern und Sendern Dank und Gotteslohn!

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