Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 48 (1884)
- Issue
- Heft 5 (29.1.1884)
- Date
- 1884-01-29
- Page
- Seite 79 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3224737-3227501-3227507--41464-3309936- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
79 Vermischtes. Amerikanischer Humbug. Zwölf amerikanische Krösusse haben sich zu einem Bunde geeinigt, dessen Aufgabe es sein wird, den von den Römern zerstörten jerusalemitanischen Tempel wieder in seiner alten Pracht und Herrlichkeit herzustellen. Zwei Mitglieder dieses Bundes sind schon nach Jerusalem abgereist. So berichten amerikanische Blätter, natürlich voraussetzend, daß kein Mensch ein Wort davon glaubt. Bekanntlich steht auf dem Platze, den der Tempel einst eingenommen, jetzt die den Mohamedanern sehr heilige Omar-Moschee, die sie gewiß nicht antasten, noch weniger abreißen lassen werden. Bernhard Förster. I)r. Bernhard Förster, der bekannte „Pferdebahn-Antisemit", der ein Neu-Germanien in Süd-Amerika gründen wollte, fristet jetzt, nachdem die von ihm und dem famosen Bankier Quistorp geplante deutsche Kolonie in Paraguay so kläglich gescheitert, sein Leben mühselig als Taglöhner auf einer der Regierung von Paraguay gehörigen Theeplantage, während Quistorp durch eine Almosen - Sammlung, welche circa 80 Thaler ergab, in den Stand gesetzt wurde, nach Europa zurückzukehren. Trotzdem hat Dr. Förster den Muth nicht sinken; lassen; er wartet nur auf Mittel, um auch die Rückreise nach! der alten Welt anzutreten und will dann in Deutschland! auf's neue Auswanderer für sein Kolonie-Projekt zusammentrommeln. Anzeigen. Ty. werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet nnd müssen für die nächst- JLlI&Gl €\t vv? folgende Wochennnmmer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin etc. zu adressiren. Rabbinatstelle. Unser hochwürdiger Herr Rabbiner vr. Hirschfeld tritt Ende März a. c. in den Ruhestand. Tie Wiederbesetzung der Rabbinat- , stelle soll möglichst bald erfolgen. Dieselbe ist mit einem festen Jahresgehalt von M. 4500.—, in Worten J „Viertausend fünfhundert Mark" | dotirt, und sind die Nebeneinkünfte aus pri- > vaten religiösen Funktionen dem Umfang und den Verhältnissen der Gemeinde angemessen. | Qualificirte Bewerber wollen Meldungen bis 1. April a. c. an den Unterzeichneten Vorstand gelangen lassen. sl-. 1036}1 Gleiwitz, den 6. Januar 1884. Borstaad der Synagogeu Gemeinde. In meinem Hause find, zu Ostern noch ein. jüd. junge Mädchen gutcErziehungu.Ausbild. Beste Referenzen. Frau Minna Wassermann, Berlin, Lranienburgerstr. 53. 1. r. |B. 524} Zsr. Pensionat Heine, Cassel, Gr. Rosenstr. Gediegener Unterricht in Wiffensch asten, Sprachen, Musik und »Handarbeiten; gründliche Anleitung in Küche und Haushalt. Gesunde Wohnung, kräftige Nahrung, sorgfältige Ueberwachung und Pflege. Heiteres Familienleben. Beste Referenzen. — Mäßige Bedingungen. — Prospekte auf Verlangen. fl035} Israel. Töchler-Pensionat und Höhere Unterrichts-Anstalt. Gegründet 1864. — Aufnahme jeder Zeit. — Prospekte auf Wunsch. — Referenzen großer Gelehrter und der Eltern früherer und jetziger Zöglinge. [8. 1607} Frau Direktor Therese Gronau. Lerli«, 2. Hindcrsin-Straße — Königs-Platz. Israelit. Tölbter-Densimal in Dresden für schulpflichtige und der Schule entwachsene junge Mädchen von Frau Lina Wallerstein, Räcknitzstr. 2, in nächster Nähe des Großen Gartens (engl. Viertel). Empfohlen durch Herrn OberlandeSrabbiner Dr. Landau und Herrn Rechtsanwalt Emil Lehman» in Dresden. svr. 990} Näheres im Prospect, der auf Wunsch gern übersandt wird. Pensionat und höhere Töchterschule von Geschw. Sobernheim, Bingen a. Rh. Beste Referenzen. Mäßige Bedingungen. Eintritt kann jederzeit stattfinden. [F. 330} Pensionat und Höhere Töchterschule von [18611] Fra« Dr. Leversou in Hannover, Thiergartenstraße 3 und 4. Aufnahme von Zöglingen zu jeder Zeit. Colillon u. Carneval-Gegenstände, Masken u. CostFirne aus Stoff, Orden, Touren, Mützen etc. empfiehlt die Fabrik von Gelbke & Benedictas, Dresden. Illustr. deutsche u. franz. Preiscour. gratis u. franco. [Dr. 17469]