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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1884-01-15 · Heft 3 (15.1.1884) · p. Seite 47

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
48 (1884)
Issue
Heft 3 (15.1.1884)
Date
1884-01-15
Page
Seite 47 (sequence 15)
Language
German
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47 sie die Steinchen werfen, und wer irgend einen kranken Freund hat, ist überzeugt, daß, wenn er in seinem Namen hier einen Kiesel schleudert, derselbe so gut wie geheilt sei. Wie kindisch ist diese Sitte, und doch knüpft sie sich an ein Ereigniß von schwerem Ernst! Hier bei Raphidim war es, wie gesagt, „wo es kein Wasser für das Volk zu trinken gab.- Aber das Volk dürstete nach Wasser und begann von Neuem zu murren gegen Moses, daß er sie und ihre Kinder und ihr Vieh aus Aegypten fortgeführt habe, um sie nun hier vor Durst verschmachten zu lasten, und sie beschlosten, ihn und seinen Bruder zu steinigen. Da flehte Moses zu Gott, und siehe, ihm wurde die Antwort: „Gehe hin vor allem Volk und nimm mit Dir die Aeltesten von Israel, und den Stab, mit dem Du das Meer schlugest, nimm in Deine Hand und geh." Denn siehe, ich will vor Dir stehen auf einem Fels in Horeb, und Du sollst an den Felsen schlagen, und es soll Wasser aus ihm hervorspringen, auf daß das Volk trinken kann" (Mos. II, 17, 1—7). Die Stätte, wo das Volk wider Gott murrte, heißt „Masta", weil sie den Herrn versuchten, indem sie sagten: „Ist der Herr unter uns, oder nicht?" und auch „Merriba", weil sie unter einander haderten. Der erwähnte Stein Heci el-Chastatim ist jedenfalls erst spät für den Felsen erklärt worden, aus dem Moses das Wasser geschlagen; wenn es aber von diesem wunderbaren Blocke heißt, er sei am Horeb gelegen gewesen, so beweist dies, daß dieser Name auch dem Serbnl zukam. Die Bibel versteht unter „Horeb" eben den ganzen Granitdistrikt, zu dem Serbnl und Dschebel Musa in gleicher Weise gehören; denn es heißt Mose V, 4. 10: „Du standest vor dem Herrn an dem Berge Horeb", und Mose V, 9, 8: „In Horeb erzürntet ihr den Herrn." Ist die Ableitung des Wortes „dürre und wüste Gegend" richtig, so bezieht sich dieser Name nicht nur auf Berge, sondern auch auf die um dieselben herumliegenden Ebenen und Thäler. Als Bezeichnung für einen Berg sucht man gegenwärtig unter den Beduinen vergeblich die Namen „Sinai" nnd „Horeb", auch sind dieselben an keiner Gebirgsspitze weit und breit haften geblieben, denn weder erscheint der Name des Dschebel Aribe in der Nähe des St. Katharinenklosters mit Horeb, noch der des Dschebel Sena, eines Berges, welcher gleichfalls zur | Dschebel Musagruppe gehört, mit Sinai etymologisch verwandt zu sein. (Fortsetzung folgt.) Anzeigen. Tfi gPT*n fp werden, mit 20 Ff. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet nnd müssen für die nächst* ,1.11 PCI Ci LC folgende Wochennummer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ansschliesslich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin etc. zn adressiren. Bei der Unterzeichneten Gemeinde ist zum 1. April er. die Stelle eines Uot6ctcrs mul ffemenfcuMrers zu besetzen. Reflektanten, akademisch oder feminarinifch vorgebildet, wollen sich unter abschriftlichen beigefügten Zeugnissen baldigst melden. Gepalt bei freier Wohnung und bedeutenden Nebeneinkünften mit 1200 Mk. anfangend. sB. 250) Synagemeinde zu Höxter i. Wests. Zur gründlichen Erlernung des Haushalts rc. wünscht noch einige junge Mädchen bei sich aufzunehmeu [L. 420] Frau Wwe. Landrabb. Dr. Fahrenbach geb. Ems. Detmold, Fürstenthum Lippe. Pensionat und höhere Töchterschule von Geschw. Sobcruheim, Bingen a. Rh. Beste Referenzen. Mägige Bedingungen. Eintritt kann jederzeit stattfinden. [F. 330] Pensionat und Höhere Töchterschule von [1S611] Frau Dr. Ledersou in Hannover, Thiergartrnstraße 3 und 4. Aufnahme von Zöglingen zu jeder Zeit. Beginn des neuen Semesters am 7. Januar 1884. Knaben, welche Kasseler Schulen besuchen sollen, finden zu Ostern oder auch früher in einer gcbilderen Aufnahme israelitischen Familie liebevolle 17 S^rc, Waise, OllUvlIilUf wünscht bei einer gebildeten Familie (ohne gegenseitige Vergütung) angenehme Stellung. Beschäftigung im Haushalte und wenn möglich im Geschäft. Gefl. Offerten sub X. 625 an Rudolf Mosse, Leipzig. [L. 625] vorzügliche körperliche und geistige Pflege, ..ge Beaufsichtigung der Schularbeiten werden zugesichert und beste Referenzen gegeben. Meldungen sub ll. 100 beförd. Rudolf Moste, Caflcl. [B. 17 761] In meinem Haufe find, zu Ostern noch ein. jüd. junge Mädchen guteErziehungu.Ausbild. Beste Referenzen. Frau Minna Wassermann. Berlin, Oranieuburgerftr. 53. I. r. (B. 524] In meinem Penfiauat finden zu Ostern noch einige Knaben, welche die hief. gediegenen Schulen (Gymn., Realg. u. Handelsfch.) besuchen sollen, Aufnahme u. Nachh. in allen Unterrichtsf. Conversation in neuern Spr. Beste Referenzen. Rabb. Dr. Aroner in Brandenburg a. d. Havel. |B. 730] Aepfel-Gelee, | vorzügl. gute süße Qual., Vers, in 10-Pfd.- Fäßch., Porto u. Emball. frei, für 5 Mk. _ gegen vorher. Franko-Einsend. od. Nachn. ■ Carl Bender, Frankfurt a. M., sL. :!93] Domylatz 2. I

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