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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1883-10-30 · Heft 44 (30.10.1883) · p. Seite 722

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
47 (1883)
Issue
Heft 44 (30.10.1883)
Date
1883-10-30
Page
Seite 722 (sequence 16)
Language
German
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722 Pensionat und höhere Töchterschule von Geschw. Soberuheim, Bingen a. Rh. Beste Referenzen. Mäßige Bedingungen. Eintritt kann jederzeit stattfinden. [F. 11195] Lehranstalt für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin. (Unter den Linden 4A.) Verzeichnis der im Winter-Semester 1883/84 (vom 29. October an) zn haltenden Vorlesungen. Herr Dr. CaSSel wird lesen: 1. Interpretation der Psalmen: z Stunden. 2. Jüdische Geschichte und Literatur von Maimonides bis zum Ende des Mittelalters; 3 Stunden. , z. Interpretation des: rTC27."i fCII"! 2 Stunden. 4- Talmud Megilla cursorisch: 4 Stunden. Herr Dr. Frankl wird lesen: 1. Talmud Jebamoth statarisch: 4 Stunden. 2. Jore Dea c.c. 105 und HO: 2 Stunden. 3. Theorie der Homiletik: 1 Stunde. Herr Prof. Dr. Steinthal wird lesen: 1. Geschichte der religiösen Ideen in den biblischen Schriften: 3 Stunden. 2. Einleitung in die historischen Schriften der Bibel: I Stunde. Alle Vorlesungen an der Lehranstalt sind unentgeltlich. Als Zuhörer für die Vorlesungen sind in erster Reihe die rite immatriculirten Studirenden der hiesigen Universität — und zwar ohne Unterschied der Facultat — in Aussicht genommen. Auch andere Personen können aut Grund besonderer Ermächtigung an den Vorlesungen Theil nehmen. Die Vorlesungen beginnen am 29. October 1883. Die Anmeldung erfolgt bei dem zeitigen Vorsitzenden des Lehrer-Collegiums, Herrn Prof. Dr. Steinthal, in seiner Wohnung, Blumeshof 8, täglich von 4—6 Uhr. [B. 15875] Berlin, im October 1883. Das Caratorinm der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judenthums. Gailiugeu, im October 1883. Die Lage unserer Glaubensgenoffen in Palästina ist schon seit Vielen Jahren eine so traurige, daß außer den laufenden Spenden sehr oft außerordentliche Collecten nöthig werden, damit dieselben nur ihr kümmerliches Dasein fristen können. Hierbei findet das System der sog. Chalukah, wonach jeder Familienvater an den vom Auslande eingehenden Geldern participirt, seine Anwendung. Daß dieses System seine Schattenseiten hat und besonders in moralischer Beziehung viele Bedenken erregt, ist längst bekannt. Zu dessen Beseitigung und zur Besserung der Lage unserer Brüder im hl. Lande sind schon mancherlei Versuche gemacht worden, aber leider immer erfolglos. Der einzige Weg zur Bessergestaltung liegt nach Uebereinstimmung aller Zionsfreunde darin, den Selbsterhaltungstrieb unserer Glaubensgenossen durch Beförderung des Handwerks und Ackerbaues zu wecken. Für Hebung des Handwerks ist schon viel geschehen * und werden immer neue Veranstaltungen in's Werk gesetzt, die schon manchen schönen Erfolg zu verzeichnen haben. Zur Förderung des Ackerbaues bieten die verschiedenen Colonisationsbestrebungen, die hauptsächlich in den längsten Jahren in Folge der in Rumänien und Rußland herrschenden Verfolgungen zu Tage zetteten sind, eine überaus günstige Gelegenheit. Mehrere Colonien sind bereits in Palästina gegründet, deren Existenzfähigkeit jedoch durch verschiedene Umstände wieder in Frage gestellt wurde. Diejenige, welche nach den übereinstimmenden Berichten aller Interessenten zu den schönsten Hoffnungen auf günstigste Entwickelung berechtigt, ist die unter dem Namen „Peßach Tikwoh" in der Nähe von Jaffa gegründete Colonie. Dieselbe besteht aus russischen Emigranten, die sowohl in religiöser wie in moralischer Beziehung, sowie auch als tüchtige Ackerbauer alle menschenmöglichen Garantie» bieteu. Diesen würdigen Colonisten unter die Arme zu greifen und sie mit Mitteln zu versehen, welche sie in den Stand setzen, möglichst bald auf eigenen Füßen zu stehen, das ist eine Aufgabe, die zur Zeit den Wetteifer vieler Männer in Israel beschäftigt. Gesegnet ist die Staude, welche die Lösung dieser Aufgabe aubahut uad für die ganze Zukunft Palästinas vou den segensreichste« Folge» unter Gottes Beistand begleitet sein wird. Ich erlaube mir daher die inständigste Bitte an alle edlen Glaubensgenossen, dieses Unternehmen nach Kräften fördern zu wollen. Gebet, sammlet» schasset von allen Seilen Gelder herbei; mit der Hilfe des Allmächtigen wird ein günstiger Erfolg nicht ausbleiben. Ueber die eingehenden Spenden und deren entsprechende Verwendung werde ich öffentlich Bericht erstatten. Hochachtungsvoll Dr. Lowenstein, Bezirksrabbiner. Für 50 Pfennig-Bazars vorzüglich geeignete, solis und gut verkäufliche Attikel gegen Cassa. Näheres suo H. & 8. 382 durch Rndols Masse, Chemnitz. [Dr. 15900s In unserm Berlage ist soeben erschienen: Die Entwickelung des iftaefif. JltopfiefenfHums von [16071] Br. Siegmund Maybaum. gr. 8. geh. Preis 2 M. 40 Pf. Ferd. Dümmler'S Verlagsbuchhandlung (Harrwitz u. Goßmann) in Berlin. Verlag von Baumgärtnrr'S Buchhandlung in Leipzig. Chatdaisches Wörterbuch über die Targumim und einen großen Theil des rabbinifchen Lchrifttynms von Br. J. Levy, Professor an der Universitär Breslau. 3. Auflage 1881. In hochelegantem Einband Preis 12 Mark. Bei Adolf Cohn, Verlag u. Antiquariat, Berlin W., 14 Potsdamerstr. erschien: Wolff, Rebekka, geb. Heinemann, Kochbuch für isr. Frauen, in 7._ vermehrter Auflage, eleg. geb. 3 Mk. 80 Pf., praktisch, ökonomisch und sehr empfehlenswerth. Vau Houten’s reiner löslicher S C A C A 0 feinster Qualität. Bereitung augenblicklich“. Fabrikanten C. J. VLN Houten & Zo. n, ” Weesp in HOLLAND. Zu haben in den meisten feinen Deliea tess-, Colonialwaarenit. Diojcuenhandlj-, in Dosen >. Ko. k M. 3.i>i), */« Ko. ii M. l.Sh u. '/e Ko. ä M.0.9Ö. Preise bitte zu beachten. Die Meimscke Consernen-Fabrik von Zeltender & Cie. in Creuznach. versendet Preisliste über conservirte Früchte u. Gemüse (eigener Zucht) gratis u.franco. [3428 s "lEO Pommersche “it£D WM Stopfgänse. WM Der Versandt beg. Auf. November, ü Pid 90 Pf. ab hier Ger. Brüste, Keulen u. Dauer, schmalz, Mitte Dezbr. Anfr. bitte Rückantw.- Karte beizufügen. Cronheim, Greifswald i. P. Religionsl. u. Schachet. Für die Opfer von Tißa-Eßlar. Aus Rom M. 3. — Zusammen M. 307,35 Weitere Beittäge nimmt an die Redaktion. Verlag von Baumgartner'S Buchhandlung in Leipzig. — Druck von Greßner & Schramm in Leipzig. Verantwortlicher Redacteur vr. L. Philippson.

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