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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1883-09-18 · Heft 38 (18.9.1883) · p. Seite 624

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
47 (1883)
Issue
Heft 38 (18.9.1883)
Date
1883-09-18
Page
Seite 624 (sequence 14)
Language
German
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624 damit die Räuber und Plünderer so wenig wie möglich vorfänden, und daß er sich und die Seinigen rechtzeitig in Sicherheit bringen solle. Er lächelte darüber und meinte, cs läge im Interesse der Regierung selbst, seine Brennerei zu schützen, an deren Bestand dem Staate selbst gelegen sein mußte. So nahm ich Abschied und reiste mit den paar hundert Rubeln, die ich mir erspart hatte, nach Petersburg ab. Da ich hier mancherlei Bekannte hatte und gut empfohlen war, nahm mich ein Petersburger Haus zu seinem Agenten in New-Z)ork an und ich fuhr auf einem schönen Dampfschiff hierher. Es kostete mir allerdings viel Mühe, am hiesigen Platze, wo sich zahllose Stellen- und Erwerbslustige zusammendrängen, etwas aufzukommen. Aber allmälig ging cs, denn ich war fleißig und ausdauernd und ließ mich niemals abweisen und abschrccken. Vor Allem trachtete ich darnach, mir die Landessprache anzueignen und sie fließend zu sprechen, wenn man auch den alten häßlichen Accent niemals ganz verliert. Ich wurde bald in guten Häusern gern gesehen; da machte ich die Bekanntschaft einer jungen reichen, sehr reichen Wittwe und die Liebe knüpfte ein Band um uns, das bald zu einem glücklichen Ehebunde wurde. Dies ist meine ganze Geschichte und nun erzähle mir die deinige, ganz ausführlich, denn ich will daraus ersehen, wozu du taugst und was ich für dich thun muß." (Schluß folgt.) Vermischtes. Die Telegraphie bei dem Tißa-Eßlarcr Proceß. Der Telegraph hat über diese Verhandlungen 974,999 Worte befördert, wofür er 20,000 Gulden vereinnahmte. Der Tag der Freisprechung machte die Million voll. Die längste Mittheilung fand über die Aussagen Scheutauers statt, 24,000 Worte. Die Rede Eötvös von 30.000 Worten mußte auf zwei Male vertheilt werden. Die Zahl der Telegramme war 2000. Durchschnittlich wurden täglich 35,000 Worte telegraphirt. M, Mn’s Institut mul Pensionat» München. Bisherige Frequenz 1596 Schüler. Die Anstalt, an der 10 tüchtige Lehrkräfte wirken, bereitet für den gewerblichen und kaufmännischen Beruf vor. Im Pensionate finden auch Schüler anderer Anstalten und Handlungslehrlinge treffliche Verpflegung und gewifienhafte Beaufsichtigung. [M. 12405] Beginn des neuen Schuljahres am 4. October. Prospekte und näheren Aufschluß durch M. Kahn, Direktor, Thal 11. Anzeigen. Tn QPVO f D wer^en mit 20 Ff. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die näckst- A11 mPI €Aj bC folgende Wochenntunmer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin etc. zu adressiren. Die hiesige israel. Gemeinde beabsichtigt die Rabbinatsstelle, vorläufig provisorisch, zu besetzen mit einem Jahresgehalt von 1500 Mark u. freier Wohnung, nebst 100 Mark aus verschiedenen Stiftungen. Bewerber um diese Stelle werden er-! sucht, ihre Anmeldung mit Beifügung1 ihrer Zeugnisse beim hiesigen Vorsteher- Amt einzureichen. fl 5408) Haigerloch, Hohenzollern, den 2. September 1883. Israel. Vorsteher-Amt. _David Levi._ Die in unserer Gemeinde noch vacante Rabbinerstelle, für welche außer Neben-; revenüen ein Gehalt von 2400 M. festgesetzt ist, soll baldmöglichst besetzt werden. Academisch und talmudisch gebildete Rabbiner, welche von anerkannten Autoritäten r!N“ir, mnr, besitzen, wollen unter Einsendung ihrer Zeugnisie beim Unterzeichneten Vorstande sich melden. Gratz, Prov. Posen, im August 1883. (12980) Der Vorstand. Pensionat und höhere Töchterschule von Geschw. Sobernheim, Bingen a. Rh. Beste Referenzen. Mäßige Bedingungen. Eintritt kann jederzeit stattfiudcn. [K. 11195) Handels-Institut und Pensionat I. Ranges in Brussel (Belgien), gegründet im Jahre 1863, 168—170 Chaussee d’Etterbeck, dem Park Leopold gegenüber, geleitet von Prof. L. Bahn. [11237] Miuuiaeouiuif sucht für israel. Putzgeschäft auf sofort oder später eine tüchtige Arbeiterin bei freier Station, hohes Salair und Aufnahme in den Familienkreis wird zugesichert. [13290) Israel. Mädchen-Pensionat BvUU, Coblenzerstr. 56. [13346] _Geschwister Moscs. Frau Nir. TKerese Gronaus Höhere Unterrichts-Anstalt und Töchter-Pensionat. Gegründet im',4 [13337] Aufn. v. Zögt, zu;ed. Zeit, Prosp. auf Wunsch. Berlin, Hindcrfiu-Straßc2, amKönigKplatz. Töchter-Pensionat von Fräul. Emma Auerbach, Berlin, Montbijouplatz 12. Sorgfältige Pflege, Unterricht von bewährten Kräften, gewisscnhaste Aussicht. Referenzen: die Herren SanitälSrath Hautke, Rabbinatsasiessor Dr. Frankel, Schuldirigent Dr. Steinschneider, Berlin. Prospcctc zur Verfügung. [B. 13387] Das Töchter-Pensionat von Emma Cohn, Berlin, Markgrafen - Straße 21 empfiehlt sich gütiger Beachtung. [B. 13783]

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