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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1883-08-21 · Heft 34 (21.8.1883) · p. Seite 559

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
47 (1883)
Issue
Heft 34 (21.8.1883)
Date
1883-08-21
Page
Seite 559 (sequence 17)
Language
German
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559 Wir sehen also einerseits Leidenschaftlichkeit, andererseits' geringen Theile solchen Berathungen der altern Zeit ihre Kälte und Gemüthslosigkeit in derselben Person vereinigt.! geordneten Schul- und Gemeindeverhältnisse zu verdanken Sonderbarerweise haben nur wenige seiner Buchstaben eckige; hätten. Das Bewußtsein treuer Pflichterfüllung, nicht das Basen, zum Zeichen dessen, daß von Natur aus nicht Barsch-; eigene Interesse, führe die Lehrer alljährlich einmal zusammen, heit und Schlechtigkeit die dominirenden Züge seines Chaum über Schule, Leitung des Gottesdienstes, Belehrung der rakters waren. Weiß der Himmel, mit welchen Argumenten Gemeinde u. s. w., die Meinungen auszutauschen. Die Lekihn die Herren Panduren seit dreizehn Monaten bearbeiteten! , türe pädagogischer und sachwissenschastlicher Schriften wirke Sehr ausgeprägt ist in seiner holperigen Schriftlinie (wenn niemals so mächtig wie das lebendige Wort. Die wohlman die Basis seiner Worte beobachtet) seine Diplomatie; thätige Wirkung dieser Konferenzen auf das Gemüth, auf darin, daß seine o und a insgesammt geschloffen sind, liegt den Charakter, auf das ganze Leben des Lehrers sei nicht das Zeichen von Verlogenheit; das groß beginnende, spitz hoch genug anzuschlagen; viele giftige Pilze, die die Vcreinendende Wort Moritz verräth eine für sein Alter große samung, die Abgeschloffenheit, das Alltagsleben in ihm auf- Schlauheit. Seine Buchstaben sind im Allgemeinen sinnlich j kommen ließen, würden auf diesen Lehrerversammlungen zum (dick, zum Beispiel arf, M, N . . . g) und ohne jedwede Theil wieder ausgeschieden, ein warmer Händedruck, ein heller Grazie in der Form; abnorm ist blos die Form der Zahl 9 Lichtstrahl aus den Augen des Freundes, das mahnende, be- (in 29). Trotz der ziemlich beobachteten Schrift bricht sich! lehrende Wort stelle die jugendliche Frische und Reinheit darin das Zeichen der Ambition Bahn. Seine Schriftlinie wieder her. Redner meint, er finde darin, daß selbst hier steigt immer wieder an, so am Ende des Wortes Moritz, an entlegener Grenze unseres Heffenlandes so viele Amtsfowie seine Schluß-u und das p in nap (Tag) der letzten brüder zusammengekommen wären, den Beweis, daß mau Zeilen. — Es steht, wenn wir das Gesagte zusammenfassen,! sich der Bedeutung dieser Zusammenkünfte bewußt wäre, und trotz des ungeeigneten schriftlichen Materials auch grapho-; er rufe daher der Versammlung ein um so herzlicheres Will' logisch fest, daß aus dem vielgenannten Moriz ein gar nicht! kommen entgegen und wünsche, daß sie wieder reichen Segen edler Charakter werden muß. j in sich schließen möge. Correfpondenz. Die fünfzehnte Jahresversammlung der israelitischen Lehrer Hessens. Hofgeismar, 27. Juli. Trotz der drückenden Hitze und der großen Entfernung hatte sich am 2. Juli dennoch eine erkleckliche Anzahl isr. Lehrer des Regierungsbezirks Kaffel in Bockenheim zur Konferenz eingefunden. Nach Ausweis der Präsenzliste waren 37 Lehrer erschienen. Der deutsch-israelitische Gemcindebund hatte Herrn Rabbiner Dr. Rothschild-Alzey und Herrn Bankier Adolf Hahn- Frankfurt a. M. als Telegirte entsandt, während außerdem noch die Herren Dr. Bärwald und Dr. Auerbach aus Frankfurt a. M. und Oberkantor Wertheim aus Mainz als Gäste anwesend waren. Die Herren Thon-Frankfurt und Cahn- Köln waren als Vertreter der Lebensversicherungsgesellschaft Victoria in Berlin im Jntereffe dieser Gesellschaft gekommen. Die Konferenz wurde von dem Vorsitzenden Herrn Dr. Stein-Kassel, nachdem die Versammelten unter Leitung des Herrn Gutkind-Kcffsel einen Choral gesungen hatten, mit einer warmen Ansprache eröffnet. Redner wies nach, daß gemeinsame Berathungen über Schule und Lehre bei den Israeliten, besonders bei den Israeliten des Heffenländchcns nichts Neues sein, und daß die Israeliten der Provinz Heffen nicht zum Nach einer innigen Begrüßung der Gäste seitens des Vorsitzenden wurde dann von demselben der Jahresbericht verlesen. Derselbe erwähnt: 1. Die Verhandlungen mit dem d. I. G. B.. den auf Grund des Corneliusffchen aufgestellten Normalplan betreffend, die dahin endigten, daß derselbe auf der diesjährigen Konferenz zur Besprechung kommen sollte. — Es unterblieb, da Herr Cornelius nicht anwesend sein konnte. 2. Die vom genannten Bunde übermittelten Aufforderungen und Sammellisten zur Begründung eines isr. Beamten- Pensionsfonds bei Gelegenheit der silbernen Hochzeitsfcier des kronprinzlichen Paares, und das günstige Resultat, das die Sammlungen in Kassel gehabt. 3. Die vom Ausschuß angeregte Feier des 50jährigen Tienstjubiläums des Kollegen Freudcnberg-Nantershausen und daß diesem vom d. I. G. B. ein ansehnliches Ehrengeschenk durch Herrn Dr. Stein überreicht worden sei. 4. Daß der Ausschuß der Konferenz Namens der isr. Lehrer Hessens Herrn Rabbiner Dr. Goldschmidt-Leipziz zur Feier seiner 25 jährigen Wirksamkeit in dieser Stadt eine Adresse übersandt habe, da er durch seine rege Theilnahme an den Verhandlungen unserer vorjährigen Versammlung unfern Dank verdient habe. Es sei hier von dem Prinzip, bei 25 jährigen Jubiläums keine Gratulatiousschreiben zu überreichen, einmal abgesehen worden. 5. Tie erfreuliche Mittheilung, daß der ver: 'liche Vorstand des d. I. G. C. uns auch in diesem Jahre eine Sub- 34

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