Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 47 (1883)
- Issue
- Heft 23 (5.6.1883)
- Date
- 1883-06-05
- Page
- Seite 380 (sequence 14)
- Language
- German
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380 den Normallehrplan ausgesprochen halten, wurden folgende i Resolutionen angenommen: j I. (Vom Vorsitzenden.) Der vorgelegte Normallehrplan > über den Religionsunterricht ist eine dankenswerthe Arbeit,! die bei Vermehrung der Stundenzahl für dieses Fach gute! Früchte tragen wird. z II. (Bon Dr. Frank-Cöln.) a. Die Versammlung spricht sich gegen den vom Hannoverschen Lehrerverein ausgesprochenen Plan eines hebräischen Auszuges aus dem Pentateuch und dem üblichen Gebetbuche aus, sondern will in Schule und Haus dem Kinde ganz und unverkürzt den Pentateuch und das Gebetbuch in die Hand geben, b. Es ist erstrebenswerth, auch für die höheren Lehranstalten, den obligatorischen Charakter des jüdischen Religionsunterrichts bei den hohen Regierungsbehörden zu erwirken und die Versammlung betrachtet den deutsch-israelitischen Gemeindebund als das geeignete Organ zu diesem Schritte. III. (Bon Dr. Horowitz-Crefeld.) Der Verein beschließt, Schritte bei den Gemeindevorständen zu thun, um dieselben zu veranlassen, außerhalb der Schulzeit unter Honorirung seitens der Gemeinde mindestens noch zwei Stunden zu der gesetzlichen Stundenzahl dem Religionsunterrichte hinzuzusügen. In den nun folgenden freien Besprechungen baten die Herren Treu-Münster und Blumenfeld-Essen die Lehrer um ein kräftiges Wirken für die Marx-Haindorff'sche Stiftung in Münster. Herr I. S. Hirschland theilte mit, daß ihm soeben von einem Freunde unserer Bestrebungen aus Anlaß seines Wegzuges nach Berlin die Summe von 50 Mk. für unsere Unterstützungskasse übergeben worden sei. Ostwald-Witten dankte den Rabbinern für ihr Erscheinen. Herr Rabbiner I)r. Frank antwortete, daß die Lehrer wieder an ihre schwere Arbeit gehen. Sie arbeiten den Rabbinern vor. Jene belehren die Kleinen, diese die Großen. Herr Oberrabbiner vr. Horowitz sprach über die schöne Aufgabe des Lehrerstandes. Sein Beruf sei schöner als der des Rabbiners, weil der Lehrer im Unschuldsäther arbeite. Herr Levi-Neuß dankte der Gemeinde im Namen der Gäste für die überaus gastfreundliche Aufnahme. Der Vorsitzende bemerkte, daß alle Vorbereitungen zu diesem würdigen Einpsange der Lehrer aus eigenem Antriebe der Gemeindevertretung ohne irgend ein Hinzuthun der Gemeindelehrer getroffen worden seien. Schon vor 20 Jahren habe die Gemeinde ihr Jntereffe für die Unterstützunzskaffe durch Uebernahme eines jährlichen Beitrages zu derselben aus ihren Etat an den Tag gelegt. Eine Gemeinde, die so die Lehrer ehrt, ehrt sich selbst am meisten und giebt dadurch Zeugniß ab von dem harmonischen Zusammenwirken der Gemeinde und ihrer Lehrer. Möchte es doch in allen Gemeinden so sein zum Heil der Schule und der Heranwachsenden Generation! Der Referent ruft den Collegen zu: „Auf frohes Wiedersehen in Duisburg!" Der Schriftführer: I. Goffel-Camen. Anzeigen. Ty« werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die nächst- Ll IOd Gj LC folgende Wochennummer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Exped. von 3L Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin, Breslan, Cöln etc. zu adressiren. Erledigung der Cantor- und Schächterstelle zu Ingenheim, Pfalz. J Durch die Erkrankung des Cantors I Fasse wurde obbezeichnete Stelle erledigt | und soll sofort wieder besetzt werden. Mit derselben sind folgende Gehaltsbezüge verbunden: 1. baar aus der Cultuskasse 2)1/700 2. Anschlag d. Schächtergeb. ca. „ 800 o. Anschlag der Casualien ca. „ 300 Bemerkt wird, daß die hies. Cultusgemeinde 110 Familien zählt. Gut qualisicirtc, musikalisch gebildete Bewerber mit angenehmer Stimme wollen ihre Gesuche, mit Zeugnisse belegt, nebst kurzer Beschreibung ihres bisherigen Lebensganges, längstens bis 20. Juni bei unterfertigter Stelle einreichen. (8184(1 Jugenheim, 28. Mai 1883. Ter Cultusvorstand: Bernhard Roos. Die israelitische Gemeinde in Gothenbürg, Schweden sucht einen jüngeren, , akademisch gebildeten, freisinnigen, der reformatorischen Richtung angehörenden Lehrer, der den vorbereitenden Religionsunterricht für die Heranwachsende jüdische Jugend und den Unterricht in der deutschen Sprache an der hiesigen Freischule übernehmen kann. Derselbe muß auch befähigt sein, vorkommenden Falles den hiesigen Rabbiner zu vertreten, wenn derselbe an der Ausübung seiner geistlichen Functionen verhindert sein sollte. Der jährliche Gehalt ist auf Kronen 3,200 (Mark 3,(500) festgesetzt. Reflectirende belieben ihr Ansuchen nebst Zeugnissen und Mittheilung ihres Lebenslaufes spätestens bis zum 15. Juni > d. I. an Bankdirektor Theod. Mannj heimer, Gothenbnrg, Schweden ein- I zusenden. (6180) Die Stelle des Vorbeters und ReligiouSlehrerS in hiesiger Gemeinde ist Ende October neu zu besetzen. Festes Jahrgehalt M. 1350. Bewerber, musikalisch gebildet und unverheirathet, wollen ihre Zeugniffe baldigst einsenden. [84301 Solingen, 24. Mai 1883. Der Vorstand _der Synagogen - Gemeinde. Am 1. October dieses Jahres soll die Kantor- und Religionslehrerstelle in unserer Gemeinde, verbunden mit einem Gehalte von 1600—1800 M. (außer den Nebeneinkünften) aufs Neue besetzt werden. Qualificirte, seminaristisch ausgebildete Bewerber, die auch deutsche Borträge halten können, belieben sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse bis spätestens den 8. Juni e. bei Unterzeichnetem zu melden. Reisekosten werden nur dem Festangestellten vergütet. [605 l] Marienwerder» Westyr., d. 18. Mai 1883. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. _E. Hirschberg._! Zu '/'i I. Ranges wird f. einen Privatl Tempel ein Prediger gesucht. Rene Schön- ' haaserstr. 1. II. verlin [B. 8266]