Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 47 (1883)
- Issue
- Heft 14 (2.4.1883)
- Date
- 1883-04-02
- Page
- Seite 233 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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E eff neu; er stemmte den Fuß an die zwar nicht verschlossene, aber schwer ausgehende Thür und befahl zugleich seiner mit ihm allein im Zimmer befindlichen und vor Schreck halb leblosen Frau mit Stentorstimme, die Waffen herbeizubringen. Bis sie die Waffen aus dem Nebenzimmer herbeibrachte, begannen die aus einen solchen Widerstand nicht vorbereiteten Räuber zu feuern. Ein wahrer Kugelregen (20 - 25 Schüsse , slog um Weiß herum. Dieser hatte sich indessen zu seinem Glück hinter die Thür zurückgezogen, so daß ihn nur eine Kugel tras, welche seinen Ringfinger durchbohrte. Tie Blessur nicht achtend, seuerte nun Weiß aus einem Lesaucheur- Zweiläuser aus die Räuber und ergriff sosort eine zweite Flinte. Aus solch verwegene Kühnheit nicht vorbereitet, begannen die Räuber zu retiriren und ergriffen vor den aus den Lärm herbeieilenden Tienstleuten, auch von Weiß selbst versolgt, die Flucht. Nun wurde das ganze Tors alarmirt, Sturm geläutet, alle Winkel durchsucht, aber keine Spur der Räuber entdeckt. Außer Weiß wurde noch eine aus der Küche lausende Magd am Knie blessirt. Aus Weiß' durchschossenem Finger wurden fleiue Splitter des verletzten Knochens entsernt. Der alte Herr, welcher während des ganzen Kampses mit sechs Räubern so viel Muth bewiesen, verleugnete sich auch während dieser schmerzhaften Operation nicht, welche er, ohne einen Schmerzenslaut zu äußern, gemüthlich rauchend überstand. Bei der Magd hatte sich die Kugel, ohne einen Knochen zu beschädigen, in die Muskeln verirrt und konnte bisher nicht aufgesunden werden. Die Aerzte legten die nöthigen Verbände an und erklärten, daß es sich im Verlause von zwei Tagen Herausstellen werde, ob Weiß' Finger ampntirt werden müsse oder nicht; das Letztere sei jedoch wahrscheinlicher. Durchschossene Fensterscheiben, pulvergeschwärzte Thüren, eine halbe Handvoll Revolverkugeln und Schrotkörner kennzeichneten den Schauplatz des Kampfes. Behufs Verfolgung der Thäter wurde die Gendarmerie von R.-Kallo und Adony avisirt. Tie von dorther entsandten fünf Gendarmen haben ihre Thätigkeit begonnen, bisher jedoch mit geringem Erfolg. Weiß' Schüsse hatten wahrscheinlich nicht getroffen. Anzeigen. Ty| rip-po 4p werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die näclist- XII Oül tC folgende Wochennummer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Exped. von £. Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin, Breslau, Cöln etc. zu adressiren. Tie Stelle des Ersten Beamten, dein! die Funktionen 'des Religionslehrers I und Borbeters obliegen, ist mit einem! Jahresgehalt von 2000 Mark zum; 1. Juli, event. auch später, bei uns zu besetzen. Bewerber wollen Zeugnisse (nur in Abschrift) und ihren Lebenslauf einsenden. [4333 j Tie Synagogcngcmcinde zu Reiße. Jfr. £eficu. Erziesmngs-LiMni zu Pfungstadt bei Tarmstadt. Beginn des SommersemesterS am i. Mal d. I. ProspekruS und iedc gewünschte Auskunft ertheilt. [4303] _ Dr. Joel, Direktor. Pensionat und höhere Töchterschule von Frau Dr. Leversou. Hannover, Thicrgartenstraßc 3 u. 4. Näheres durch Profpecle. (140:28] Ausnahme vo« Zöglinge« zu jeder Zeit. Bruxelles 22 & 24, Rue Defacqz. Pensionnat superieur dirige par Me R. Bloemendal. Vie de famille. Instruction serieuse et complcte. Les langues etrangcres et la musique y sont l’objet de soins particuliers. Meilleures r£fcrences. [10419] Rabbinats-Vakanz.! Tie derzeit vakante Grvßherzogl. 2. Wcimarische ^aiidrabbinalsstelle soll möglichst bald wieder besetzt werden. Tie Besoldung beträgt zur;]eu 2.'>5o Mark außer einem jährlichen Averjum von :40<j Mark für Diäten und Transportkosten. Qu.Uificirte Bewerber wollen ihre Meldung'n nebst Zeugnissen baldigst an den Unterzeichneten einieuden StadllengsfelS, 4. März iSso. [4051] | Ter israelitische SnltuS-Dorstaud. I H. Schloss I.! Erst. ifr. Töchtcr-Pknsionat und Höhere Unterrichts-Anstalt. Gegründet 1304. [:>74ö] 'Aufnahme von Zöglingen; sorgsamste Pflege der Gesundheit: — vielfältigst, geistige Ausbildung; angenehmes Familienleben; hochbedeutendste, pädagogische Lehrkräfte; — Engländei in u. Französin im Hause. — Empfehlung größter Gelehrten u. der Eltern früherer u. jetziger Zöglinge. — Prospekte auf Wunsch. Frau Direktor Therese Gronau. Berlin, Hindersinstr. 2, am Königs-Platz. TSelBGTrauslatioiis Büreau. Ueber setzer [B. 17059] Dolmetscher 66 Holborn Yiaduct, London E.C. . (vis-l-vis Holborn Viaduct Bahnhof). NB. Ueberietzer auch von speciell wissenschaftlichen deutschen Werken in's Englische, worüber Atteste zur gefl. Einsichtsnahme vorliegen. 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