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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1881-12-27 · Heft 52 (27.12.1881) · p. Seite 864

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
45 (1881)
Issue
Heft 52 (27.12.1881)
Date
1881-12-27
Page
Seite 864 (sequence 12)
Language
German
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864 daß wir bei den schrecklichen Leiden unserer Glaubensgenossen ' widmet, aus diesen langen Zeitabschnitt blicke der Jubilar heute aus dem südlichen Rußland nicht gleichgültig geblieben sind, mit großer Befriedigung und Genugthuung zurück. Seinem Mit dieser Post schickt Herr A. H. Nathan, Ehrenschatzredlichen Streben sei die günstige Entwickelung des inneren meister der jetzt eröffneten Subskription, 300 Pfund Sterling, Gcmcindelebens zu verdanken, und die geachtete Stellung und und ich glaube und hoffe daß wir binnen Kurzem eine der gute Ruf, welchen die hiesige Gemeinde genießt, sei hauptweitere Summe von 200 Pfund Nachfolgen lassen werden, sächlich sein Werk." Herr Vice-Bürgermeister Doehle, an Wenn mau die kleine Anzahl unsrer Glaubensgenossen in! Stelle des leider durch Unwohlsein verhinderten Herrn Bürdicsem Lande in Betracht zieht, so wird man bemerken, wie gcrmeiftcr Gebhard, begleitet von den Deputirten des Stadt« lebhaft der gute Geist ist, der unter allen Confessionen rathes und Bürgerausschusses, überbrachte seine Glückwünsche herrscht; der Dvctor Kindcrdin, ein eifriger, aber liberaler! Namens der Stadt. Derselbe bemerkte: „In Anbetracht und Christ, hat 10 Pfund gegeben, welches die größte, von einem I Würdigung der Verdienste und in Anerkennung des einträch- Jndividium gespendete Sumnie ist. Es ist zu befürchten, daßj tigen Zusammenlebens der israelitischen Gemeinde mit ihren das Geld nicht ausreicht, um alle die Uebel dieser Unglückchristlichen Mitbürgern, wozu der Jubilar seinerseits stets lichen zu heilen. Es wäre zu wünschen, daß sie in Masse von bestem Willen beseelt war und welches er in seiner Geauswanderten; aber ich fürchte, daß eine solche Maßnahme meinde anzuregen wußte, überreichte er im Namen der Stadt nicht ausführbar sei. Eschwcge einen Ehrenpokal." Herr Direktor Bogt, Leiter — In Tueedin wurde am 28. August eine prächtige der Friedrich Wilhelms-Realschule, begrüßte sodann den Jubi- Synagoge eingcweiht, die 5000 L. St. kostete. Unter denen, lar und erwähnte u. A. die guten Beziehungen der Anstalt welcher zu dieser Summe beitrugen befanden sich auch zu demselben. Herr Dr. Stein aus Cassel, in seiner Eigenmehrerc Mitglieder des Parlaments' von Neu-Seeland. schaft als Dirigent des israelitischen Lehrer-Seminars, er- - - - öffnete ein Schreiben des Borsteher-Amtes der Israeliten, Bonn, 18. Tez. ^Notizen.) Man schreibt uns aus worin der hervorragenden Verdienste des Jubilars gedacht Pest: In Tütüny (Pester Comitat) verschied am 5. d. M. I ist, ebenso ein Schreiben vom Ausschusie der israelitischen im Alter von 66 Jahren der dortige geachtete Rabbiner Lehrer-Conferenz Heffens, das seine Verdienste, besonders I. Tauber. Derselbe veröffentlichte 1869 aus dem Nachlaß! als Lehrer auf dem Gebiete des Schulwesens anerkennt. An seines Vaters eine Sammlung Teraschot unter dem Titel:: der Spitze des Fest-Comitös überbrachte der Kreis-Borsteher, „Jad Ahron". — In Pest starb eine Frau Löwenbein, Herr Louis Katzenstein, die Glückwünsche der hiesigen isracdie 82 Jahre als Hebamme wirkte und das hohe Alter von^litischen Gemeinde und stattete Namens derselben den Dank 107 Jahren erreichte. — Heber die Feier des 50jährigen Amts-, durch Ueberreichnng eines Ehrenpokals mit Inhalt ab. Es jubiläums des Krcisrabbiners Goldmann in Eschwege ent-! folgten nun die beiden Rectoren der städtischen Schulen, Herr nehmen wir Folgendes dem uns zugesandten „Casseler Tage-! Cantor Engelbert, die israelitischen Lehrer des Kreises verblatt" vom 4. Tez.: In früher Morgenstunde brachte die! tretend, der Vorstand des hiesigen israelitischen Casinos, das städtische Musik-Capelle dem Jubilar ein solennes Stündchen, Diplom als Ehrenmitglied überreichend, den vorgenannten worauf später die in hiesiger Stadt zahlreich ansässigen Fami- Gratulanten, und war somit der zweite Punkt des Programms lien-Angehvrigen und die auch aus weiter Ferne, von den Ufern \ in feierlichster Weise erledigt. Noch sei an dieser Stelle der der Donau und der Weichsel, herbeigekommenen Familiengroßen Anzahl von Geschenken, Telegrammen und Briefen glieder ihre Glückwünsche mit lleberreichuug sinniger Geschenke i gedacht, die dem Jubilar aus allen Weltgegegenden zugekommen darbrachtcn. Um 10 Uhr erfolgte sodann die offizielle Be-; sind. Um 12 Uhr fand in der festlich geschmückten Synagoge glückwünschung und llcbergabe der Ehrengeschenke durch Depuj der Fcstgottesdienst statt, wozu sich die Spitzen der Behörden, tationcn. In erster Linie erschien die städtische evangelische sowie eine große Anzahl Festtheilnehmer aus Nah und Fern, und katholische Geistlichkeit. Sic hob bei ihren Wünschen soweit der beschränkte Raum sie fassen konnte, eingefunden insbesondere hervor, „daß der Segen des Allmächtigen den! hatten. Herr Landrabbiner vr. Adler aus Caffel, obgleich selbst Jubilar sichtbar auf allen seinen Wegen begleitet, daß sein'unwohl, übernahm dennoch mit seltener Bereitwilligkeit und Wollen und Können ihm die schönsten Früchte gezeitigt, und in hochanerkennenswerther Weise die Festrede. Er schilderte wie er es als eine ganz besondere Gnade Gottes anerkennen in einftündiger trefflicher Rede die Aufgabe eines jüdischen möge, daß er in körperlicher und geistiger Frische diesen seinen; Lehrers in Israel, unter Zugrundelegung des Psalm 8 führte Ehrentag begehen konnte." Hierauf folgte Herr Landrath ' er Männer wie Moses, Esra und Hillel an, welche leuchtende Groß, welcher in seiner Ansprache bemerkte: „Fünfzig Jahre Vorbilder in Israel waren. Es würde uns zu weit führen, dem Dienste der Religion, fünfzig Jahre dem Dienste des auf den geistreichen Vortrag des Redners näher einzugchen, Staates und fünfzig Jahre dem Dienste der Gemeinde geda uns der beschränkte Raum dies nicht gestattet und der-

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