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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1881-12-06 · Heft 49 (6.12.1881) · p. Seite 819

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
45 (1881)
Issue
Heft 49 (6.12.1881)
Date
1881-12-06
Page
Seite 819 (sequence 15)
Language
German
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bis zwei Zoll rückwärts über den Schuh hinwegragt. Ein! Vermischtes, breiter, gewöhnlich reichgestickterShawl umschlingt die Lenden; > Ein theurer Spaß, im Winter tragen die Juden meistens einen langen, burnusj Man schreibt aus Bremen: Eine hiesige (christliche) artigen Radmantel von lichtblauer Farbe, den sie im Sommer z Firma hatte, wie die „Bremer Nachrichten" mittheilen, von durch einen zarteren, blendend weißen Mantel, den R'fara, seinem Berliner Kaufmann eine Schuldsorderung per Postanersetzen.! Weisung eingezahlt erhalten, auf welcher folgende Bermerkung Waffen werden von ihnen heute ebensowenig getragen, stand: „Euer Wohlgeboren Judengenosfenschaft hat es mich wie von den Arabern, und sie sind in Tunis auch kaum gefreut, so lange an der Nase herumzuziehen." Die hiesige nothwendig, denn die Sicherheit ist dort größer, als in euro- Firma verklagte hieraus den Absender und beantragte 100 Mk. päischen Städten. So haben die Juden ein ganz stattliches! Strafe, welche dem jüdischen Waisenhause in Berlin Aussehen und zeigen in ihrer Kleidung auch viel Geschmack, zugewandt werden sollten. Der Verklagte wurde denn auch Nur dürfen sie ihren Fez nicht vom Kopse nehmen. — Wie 10O Mk. Geldbuße oder IO Tagen Gesängniß wegen die Araber, haben nämlich auch sie die Gewohnheit, sich den Beleidigung verurtheilt, auch der ktägerischen Firma das Kopf zu rasiren, und lassen nur auf dem Scheitel ein kleines, Recht zugesprochen, das Nrtheil einmal in der Bossischen viereckiges Haarbüschel stehen, daß bei bloßem Haupte einen Zeitung zu vcröstentlichen. Der Berliner hatte nämlich hinter ganz lächerlichen Eindruck macht. Firma „Wolf & Eomp." Juden gewittert, ist aber, wie die ^Fortsetzung folgt.) Thatsachen beweisen, gründlich 'reingefallen. Unzeigen. T«« C£iy*Q 4-rv werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die nächstlll CT wX di tt/ folgende Wochennummer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Exped. von B,. Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin, Breslau, Cöln etc. zu adressiren. Erledigung der Canlor- und Schächterstelle zu Jugenheim (Pfalzl. Durch das Ableben des Cantorö Stern ist obbezeichnete Stelle erledigt und soll baldmöglichst wieder besetzt werden. Mir derselben sind folgende Gehalisbezüge verbunden: 1) Baar aus der Cultuskasse vorerst M. 700 2) Anschlag der Schächrergebühren ca. „ 8«»0 3) „ „ Synagogencasualien ca. „ 300 Bemerkt wird, daß die hiesige Cultusgemeinde 110 Familien zählt und die Casualien nicht hoch veranschlagt sind. Der verlebte Cantor Stern fungirte 45 Jahre in hiesiger Gemeinde. Gur qualisicirte musikalisch gebildete Bewerber mir angenehmer Stimme wollen ihre Gesuche mir Zeugnissen bellgr. nebst kurzer Beschreibung ihres bisherigen Lebensganges längstens bis 15. Deccmbcr bei unterfertigter Stelle einreichen. [ 178G9! Jugenheim, 24. November 1881. Der EnltnSvorstand Bernhard Boos. In dem Diua >'anev*jcheu .Knaben- Erziehungs-Institut sind zum i. Api il 1882 einige Stellen zu besetzen. «christliche Meldungen nebst Nachweisungen über den Grad der Verwandtschaft mit den Stiftern und über Bedürftigkeit, sowie Geburtsuud Schulatteste sind bis zum 15. Februar 1882 an den Rabbiner Herrn Dr. Üngerleider, Große Präsidenlenstraße Nr. 3 einzureichen. [13. 17724] Berlin» den 25. November 1SM. Das Curatorium der Dina-Zaduck- Nauen-Cohn'schen Wohltthätigkeitsstiftung. Zu der hier vacanten Stelle eines «schächterS, CautorS und NcligiouslehrerS wollen geeignete Bewerber unter Einsendung von Abschriften der Befähigungs-Zeugnisse sich melden. Honorar 750 bis 1000 M., Nebenrevenuen circa 500 M. Reisekosten werden j nicht entschädigt. [17292] j Tost, Ob.-Schl.. im Novbr. 1881.! Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. | In der israelitischen Gemeinde Zürich ist für einen ledigen, jungen Mann die Stelle eines ReligiovSIehrerS mir einem jährlichen Gehalt von 1500—1800 Frcs. offen. Reflectanten belieben ihre Offerten franco dem Präsidenten Herrn Leopold Weil, Bahnhofstraße Zürich (Schweiz) einzureichen. _[17G06] Gesucht wird zu 2 Kindern ein isr. geprüfter Hauslehrer bei freier Kost und Logis in Wests. Fremde Sprachen u. Musik erforderlich. Off. unter O. K. 2 an die Anu.-Expcdition von Rud. Mosse in Hannover erbeten. [B. 17477] Pensionat und höhere Töchterschule von Krau Dr. Leversoii. Hannover, Thiergartenftr. 4. > Aufnahme von Zöglingen zu jeder Zeit. 1 Näheres durch Prospecre. [12271] Zwei junge Damen ~ suchen zum l. Januar iss2 Stellung als Stütze der Hauesrau und Geiellichasterin. j Gesl. Offerten erbitten unter H. H. 100 i postlagernd Mewe a. W. [17368J Ualerstützungscaff« des Vereins ifraelit. (Ifcmentarfcfircr für Mestfaken und die Kkreinprovinz. An außerordentlichen Beiträgen sind ferner eingegangen: Bon den Herren: Prediger Mansbacher in Münster, auf 2 Hochzeiten ges. M. 40-, Lehrer S reinweg in Höxter, Tyeil einer Sammlung bei einer Beschneidung M. 4; Lehrer- Speyer in Haigerloch, ges. auf der Hochzeit Reutlingen-Marx M. 7,80; Sal. Elkan in Wesel bei freudiger Beranlaffnng M. 5; Lehrer Ostermann in Beckum, Theil einer Sammlung auf der Hochzeit Hertz-Windmüller M. 3,90. derselbe Cöllecte M. 9,70, zw. M. 13,60; Lehrer Speier in Büren M. 4; Lehrer Anspacher in Goch, ges. auf einer Hochzeit M. 15,07; Lehrer Rüben in Gütersloh, Zins theil eines Keren Kajemeth der Familie Löwenbach M. 4, Jahres-, Jahrzeitu. Seeleufeierspenden M. 21, anderweitige Spenden M. 30.50, zus. M. 55,50; Lehrer Goldstein in Grevenbroich von N. N. am Jahrzeittage des sel. Hrn. S. Lbecländer in Fürth M. 20; Lehrer Braun in istadtberge. aus dem Nord heimer'ichen Vermächtnisse M. 10. Von Frau Carl Löweubach in Neuß M. 5; Frau Gidion in Cöln, anläßlich ihrer silbernen Hochzeit M. 10; den Eheleuten Simons in Neuß, anläßlich ihrer goldenen Hochzeit M. 300. Von den Synagogen-Gemeinden: Arnsberg (umfassend die Specialgemeinden Arnsberg, Neheim. Hüsten und Warsteinl 1. Jan. 1879 bis 1. Apr. 1881 M. 48,75; Herford M. 30; Büren (Hekoefch-Casfe) M. 15; Grevenbroich M. '3o Bielefeld, 25. Nov. 1881. Der Vorstand.

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