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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1881-11-22 · Heft 47 (22.11.1881) · p. Seite 785

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
45 (1881)
Issue
Heft 47 (22.11.1881)
Date
1881-11-22
Page
Seite 785 (sequence 17)
Language
German
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785 Pilgervolk aus den verschiedensten Theilen der Erde: das > Kopf, lange Kleider, gelbe Pantoffel. Ich habe mir die Pha- Alles lungerte an der Straße herum, uns neugierig betrach-1 risäer niemals anders als jenen greisen Rabbiner vorgestellt." tend." — Daß die Juden Jerusalems sich hier zuerst grup- - pirten, findet seine Erklärung sehr natürlich darin, daß man, VermilMes ihnen bei den weiteren Aufstellungen zum Empfang bis zum > ™ . Jaffathore keinen anderen Platz eingeräumt hatte. Der Prinz Ein Opfer des Antisemitismus, spricht sich darüber aus, wie es gar nicht anders fein könne, I Ter Antisemitismus hat neuerdings ein Menschenleben als daß Jerusalem der Sitz des Fanatismus für alle die! als Opfer gefordert. Kaufmann Pritsch gerieth in dem beverschiedenen Religionsparteien sei und daß jeder, der nach kannten Restaurationslocal „Zum Obelisken", unter den Lin- Jerusalem käme, von mystischen Gefühlen bestürmt werdenden, aus Anlaß antisemitischer Aeußerungen mit einem an- bis diese in ihm selbst zum Fanatismus werden. Bei der! deren Herrn in einen Streit, der damit endete, daß Herr ersten Audienz stellten sich neben den Mohamedanern und! Pritsch seinem Gegner ein Bierseidel an den Kopf warf. Christen auch die Rabbiner und Vorsteher der jüdischen Ge- Wegen fahrlässiger Körperverletzung wurde er nun unter Anmeinden ein. Er sagt da: „Schließlich kamen auch die; klage gestellt, erschien aber in dem zur Verhandlung der Sache Rabbiner, an ihrer Spitze der Vorstand der Juden in Jeru-! vor der vierten Strafkammer hiesigen Landgerichts I. anbesalem, einer der höchsten Priester in der geistlichen Hierarchie! räumten Audienztermin nicht, während die als Zeugen geder jetzigen Hebräer. Der alte Mann mit langem, blendend; ladenen Lieutenant Liebermann v. Sonnenberg und andere weißem Barte, wachsgelber Haut, schönen Zügen, ist aus Parteiführer der an sie ergangenen Ladung gefolgt waren. Spanien gebürtig und trägt wie die meisten in Palästina i Als nach dem Angeklagten in dessen Wohnung geschickt wurde, lebenden Rabbiner, das althebräische Kostüm: den farbigen, um ihn zum Termin zu sistircn, fand man ihn in derselben faltenreichen Oberrock, mit Pelz verbrämt, einen Turban am1 errängt vor. Anzeigen. Ty, werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die nächst- 111 mCI Gj tt? folgende Wochennummer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Exped. von R. Jfosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin, Breslan, Cöln etc. zu adressiren. Die Stelle eines Predigers und Reli- gionSlehrerS der Synagogen - Gemeinde Bonn ist nacant. I Qualificirie Bewerber wollen sich unter! Einsendung ihrer Zeugniffe und eines j cumculum vitae an den Unterzeichneten! Vorstand wenden. > Das Geiger'sche Gebetbuch ist in der' Gemeinde eingeführt. [16464} j Der Vorstand der Syuagogen-Gemeiude Bonn. Krankheitshalber suche ich zum 1. Januar 1882 mit Geneh-; migung der hiesigen Gemeinde einen gnten, Schauchet, Vorbeter und Balkora zu meiner! Vertretung, welche convenirendenfalls längere! Zeit andauern kann. Gehalt bei freier Kost: nach Vereinbarung. Qualificirie Bewerber! wollen sich sofort unter Einreichung ihrer Zeugnisie und Angabe der Ansprüche an mich wenden. Ich bemerke noch, daß das verein-! barte Gehalt aus der Korporationskaffe gezahlt, und daß die Reisekosten nur dem Aufgenommenen wiedererstattet werden. Wöllstein, Prov. Posen, 13. Novbr. 1881. [8. 17130} J. Wolffsohn, Kantor. Al- Die in unserer Gemeinde vacante Cantor- und Religionslehrerstelle, mit welcher ein festes Gehalt von 1800 M. jährlich (außer den Nebeneinkünften) verbunden ist, soll vom I. April 1882, geeigneten Falls auch früher, besetzt werden. Qualificirte Bewerber (deutscher Herkunft), welche ihre Ausbildung in einem Lehrerseminar erhalten haben, und die auch im Stande sind, einen deutschen Bortrag zu halten, wollen sich sogleich, unter Einsendung ihrer Zeugniffe, an den Unterzeichneten wenden. [6800} Marienwcrder, den l. November 1881. Die Repräsentanten der Synagogen-Gemeinde. S. G. Meyer, Vorsitzender. In der israelitischen Cultusgemeinde Zürich ist die Stelle eines tüchtigen Religionslehrers und Schachet per Tecbr. d. I. zu besetzen. Gehalt Frcs. 2000—2500. [16571s Bewerber, die zugleich im Stande sind, religiöse Borträge abzuhalten und eventuell Cantordienste zu leisten, belieben mit den nöthigen Referenzen deren Offerte einzureichen an Leopold Weil, Präsident. _ _Bahnhofstraße 77 Zürich. Eine jüdische Köchin, welche selbstständig kochen kann, wird zum 1. Januar bei einer einzelnen Dame gesucht. Adressen an Rudolf Mosse, Stettin unter P- 8. 887. [B. 16781] fötttP für höhere Töchterschulen geprüfte Lehrerin, fremder Sprachen, insbesondere der englischen, mächtig, sucht Stellung als Gouvernante. Gefl. Offerten nimmt entgegen Lehrer Levy in Sachsenhagren (Schaumburg). [16582] Cantor'Hirsch? £efeld!' Für &*§&£% SÄÄ I "KP?. Junge fette Gänse 20jährige Praxis. Schüler des seligen .7. Fasbender, Remagen. der Hausfrau od. zur Erziehung von Kindern gesucht. Adr. anE.Jankower in Pieschen, Prov. Posen. [B. 16953] versendet gegen Nachnahme per Pfund 55 Pfennige. [15052] A. Goldsclimidt, Lippstadt i. W. 47

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