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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1881-11-08 · Heft 45 (8.11.1881) · p. Seite 750

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
45 (1881)
Issue
Heft 45 (8.11.1881)
Date
1881-11-08
Page
Seite 750 (sequence 14)
Language
German
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750 Thälern, wo hübsche Fellahs langsam den Boden bearbeiten. > Tie Orientalen arbeiten mit noch geringerer Hast als unsere! europäischen Bauern. Ihr würdiges Aussehen giebt üjncn; den Schein der Eleganz und Kraft. In Samarien giebt der Boden nur eine Ernte ab, aber sie ist reich. In ben; erskeren Tagen des April haben diese Saaten schon eine bcträchtliche Höhe. Was unser Reisender über Naplus (Sichern) berichtet, bietet nichts Neues. Das schöne Thal zwischen dem Garizim und dem Ebal bietet einen reizenden Anblick, und i die historischen Erinnerungen, denen er einen weiten Raum > gewährt, — ohne etwas Neues vorzutragen —, erhöhen den! Eindruck des Platzes. Er ging von Naplus über Sebaste: und Djenin nach Nazareth. Auf dem Wege wechseln frucht-! bare Thäler mit unfruchtbaren Strichen und sterilen Bergen ab, die jedoch dem dürren Judäa nicht gleichkommen. Am Ausgang dieser Schluchten öffnet sich bei der kleinen Stadt Djenin die Ebene von Esdraelon. Djenin ist von Cactus und Palmbäumen umgeben, die einen köstlichen grünen Gürtel bilden. So sinster und verödet Judäa ist, so lachend und heiter ist Galiläa. Trotz der beklagenswerthen Verarmung, die der Islam hervorgebracht, hat diese Gegend einen reizvollen Charakter bewahrt. Während der Monate März und April ist das Land ein Teppich von Blumen in unvergleichlichen Farben; die Thiere sind sämmtlich klein, aber äußerst sanft. Schreitet man in der Ebene von Esdraelon vor, so erblickt man plötzlich den Berg Tabor mit seinen anmuthigen Contourcn. Aber früher von Wäldern bedeckt, ist er jetzt! gänzlich kahl. Früher war der Tabor mit Gebäuden bedeckt. Es sind nur Trümmer übrig geblieben. Das Plateau ist jetzt von Circassiern und Tscherkessen bewohnt, die aus Rußland ausgewandert und von der türkischen Regierung durch Kleinasien und Syrien zerstreut sind. Sie sehen wie Briganten aus und sind dies auch wirklich. Eine gefährliche Geißel für die friedlichen Bewohner des Landes. Aber das Klima von Syrien dezimirt sie schnell, und wahrscheinlich werden sic bald in diesen Gegenden verschwinden. Einstweilen treiben sie Pferdezucht, und ihre zahlreichen Hecrden bedecken die umherliegenden Berge. Anzeigen. Ty| werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die nächst- .111 Ovl €Aj IC folgende Wochennummer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Exped. von R. Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin, Breslau, Cöln etc. zu adressixen. In der Shuagogeugemeiude Bosen ist die Stelle eines seminaristisch gebildeten Lehrers und Vorbeters mit einem Gehalte von 750 Mark nebst üblichen Casualien sofort zu besetzen. Bewerber wollen ihr Gesuch mit Befähigungszeugniffen bei dem Unterzeichneten cinreichen. [1G014] Birkenscld, 19. Oct. 1SS1. sandrabbmer tioldmann. In unterer zrveiklassigen Elementarschule soll Die Stelle eines LehrerS, mit welcher die Functionen eines CautorS verbunden sind, zu Ostern 1882 besetzt werden. Gehalt Mk. 2250. Oualisicirte seminaristisch gebildete (verheirarhete) Bewerber wollen ihre Zeugnisse, denen die Belege sür einen religiösen und moralischen Lebenswandel beiznsügen sind, dem Unterzeichneten Vorstand cinreichen. [16335] Emden, 24. October 1SS1. Der Vorstand der isr. Gemeinde Emden. M. H. Schonberg. S. J. Pels. M. J. Stein. Pensionat nud höhere Töchterschule von Frau Dr. Leverson. Hannover, Thiergartenstr. 4. Aufnahme von Aögfingeu zu jeder Zeit. Näheres durch Prospekte. [12271] Die Stelle eines Predigers und NeligionSlehrerS der Synagogen - Gemeinde Bonn ist vaeant. Qnalificirte Bewerber wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugniffe und eines eurriculuni vitae an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Das Geiger'sche Gebetbuch ist in der Gemeinde eingeführt. [16464] Der Vorstand der Synagogen Gemeinde _ Bonn. Für zwei Kinder mos. GlanbenS, im Alter von 8 und 12 Jahren, wird eine erfahrene Lehrerin gesucht. Gefällige Offerten werden unter Chiffre H. M. 5007 postlagernd Potsdam erbeten. [B. 16486] jung. Mädchen aus achtbarer Familie, geprüfte Lehrerin, sucht Stellung als solche, oder als Erzieherin in ein. rituellem Hause. Adr. befördert sub W. P. 16474 Rudolf Mosse, Leipzig. [16474] Für meine Tochter, welche das Examen für höhere Töchterschulen glanzend bestanden hat, und in neueren Sprachen und Mnfik gründlichen Unterricht ertheilt, suche ich eine Stelle als Gouvernante oder als Lehrerin an einem Institute. Der Eintritt kann sofort erfolgen. [K. 16361] Blumenfeld, Hauptlehrer und Prediger der Syn. Gem. Essen a. d. Ruhr. Ein junges Mädchen aus auständ. Familie, im Schneidern, Weißuähen, sowie in der Wirthschaft erf., sucht als Stütze der Hausfrau in einer mosaischen Familie Stellung. Es wird mehr auf gute Behandlung als auf hohes Salair gesehen. Offerten unter 1. P. 261 bef. Haasenstein L Yogler, Berlin SW. [16450] Wir suchen zur selbstständigen Führung unseres Geschäfts-Haushalts eine tüchtige Person, die in der feineren, sowie bürgerlichen Küche gründlich erfahren und einen großen Haushalt zu führen im Stande ist. Hohes Salair. Eintritt baldmöglichst. Offerten unter Angabe der bisherigen Thärigkert erbitten [16465] Mose *0 Cie., Dortmund. <Miufs UetüeicatHuiig einer Waue, Mädchen ans feiner jüdischer Familie, 5—6000 Tyaler Mitgift, werden selbstständige Kaufleule oder Bewerber gesucht. Dresden resp Sachsen bcvorz. Vermittler erwünscht. Off. unter B. 16538 an Rudolf Mosse, Leipzig. [16538] einen jungen jüdischen Arzt von angenehmem Aeußern, in einer deutschen Haupt- und Residenzstadt, woselbst er gute Praxis hat, ansässig, wird eine Lebensgefährtin gesucht. Offerten unter B. W. 16476 an Rudolf Mosse, Leipzig. [16476]

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