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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1881-08-02 · Heft 31 (2.8.1881) · p. Seite 516

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
45 (1881)
Issue
Heft 31 (2.8.1881)
Date
1881-08-02
Page
Seite 516 (sequence 14)
Language
German
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516 waltete, beruhigten sie sich endlich und der alte Rector konnte seine letzten Tage noch in Frieden verleben. Es ist seiner Zeit in ausländischen Blättern behauptet worden, daß er schließlich doch noch abgesetzt worden sei, diese Angabe entspricht jedoch nicht der Wahrheit. Richtig ist nur Folgendes: Die Zahl der Schüler halte sich namentlich gegen das Ende des siebenjährigen Krieges am Köllnischen Gymnasium sehr verringert. Dies kam meistens daher, weil viele junge Leute die Schulmappe in den Winkel geworfen hatten und unter die Freiregimenter gegangen waren. In Prima, wo Tamm vorzugsweise zu unterrichten hatte, waren sogar eine Zeit lang gar keine Schüler, so daß er in der Anstalt wenig oder gar nichts zu lehren hatte. Als dann 1766 Büsching als Leiter des Berlinischen Gymnasiums berufen und aus seinen Rath das Köllnische mit demselben vereinigt wurde. versetzte man ihn allerdings in den Ruhestand, ließ ihm jedoch den vollen Jahrgchalt und seine freie Amtswohnung. Mit seiner Uebersetzung des Neuen Testamentes hatte dies gar nichts zu thun. Das Verfahren entsprach vielmehr nur! der Billigkeit, da der Schulveteran dem jüngeren, noch dazu in seinen Lehrprincipien von ihm abweichenden Büsching nicht füglich untergeordnet werden konnte. Erst am 27. Mai 1778 legte er sein Haupt zur Ruhe. Als man ihn zu Grabe trug, konnte man wenigstens sagen, daß er ein rechtschaffener Mann gewesen sei. Nicht frei von > Pedanterie, dem Erbtheil der meisten Gelehrten seiner Zeit, und ohne irgend einen genialen Zug in seinem Wesen, hatte er sich dennoch durch reiches Wissen, unerschütterliche Wahrheitsliebe und zähes Festhalten an seinen Grundsätzen ausgezeichnet. Heute ist, er vergessen wie seine Bücher. G. Malkewitz. Anzeigen. Ty| opyin 4*0 werden mit 20 Ff. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die nächst* XI iOOl Caj bC folgende Wochennummer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Exped. von R. Mosse Tacanz. Ein geprüfter und akademisch gebildeter Lehrer isr. Religion, der die facultas in Geschichte und Deutsch für die oberen Klaffen höherer Schulen besitzt, wird für eine öffentliche Schule bis zum 1. October gesucht. Offerten nebst Abschrift von Zeugniffen beliebe man unter der Aufschrift „Geschichtslehrer X. 1216" baldigst an Rudolf Moffe in Nürnberg einzusenden. [II. 10748] Die hiesige Eaator-, Kekigioa«kek»rer- und Zcbocketstekke mit einem festen Gehalt von 1350 Mark pro anno, circa 3—400 Mark Nebeneinkünfte und freier! schöner Wohnung in einem neuerbauten! Gemeindehause, ist zu Neujahr 1882 zu! besetzen. Qualificirte Bewerber mit! schönem Organe, die auch im Stande sind deutsche Borträge zu halten, wollen ihre. Gesuche unter Beifügung ihrer! Zeugnisse baldigst an den Unterzeichneten einsenden. [11064]! Güstrow in Mecklenburg, Juli 1881. Der Uovftand der Israel. Gemeinde.! -I Die Synagogengemeinde in Labden > sucht zum 1. September oder 1. Oc-! tober c. einen jüdischen Lehrer und Vorbeter. Gehalt M. 1000. Resiectanten wollen sich melden beim [11062]! Vorstand der israelitischen Gemeinde. > W. Rosenberg. in Leipzig oder deren Filialen in Be Wegen Sterbefalls soll die Eantorstelle in hiesiger Gemeinde neu besetzt werden. Musikalisch gebildete, durchaus tüchtige Bewerber wollen ihre Anmeldungen nebst Zeugniffen an den Unterzeichneten richten. Vorsänger, welche zugleich Religionslehrer sind, erhalten den Vorzug. 111065] Mainz, den 17. Juli 1881. I>er Vorstand der ifraetitifche« Keligions- Gemeinde. Die Stelle eines Keligioaskebrer«, Zchächters und Vorbeter« ist bei einem festen Gehalt von 600 Mark und Nebenrevenüen per 1. September d. I. zu besetzen. [11234] Persönliche Vorstellung erforderlich, Reisekosten werden nicht vergütigt. Bewerber belieben sich sofort zu wenden an I. Hirscliberg, Vorstand der Synagogen-Gemeinde za Uechermilnde. Lehrer-Gesuch. Zum 1. October oder 1. November wird ein unverheiratheter, seminaristisch gebildeter Lehrer für unsere Gemeinde gesucht, annähernd 000 Mark Gehalt, bei freier Wohnung, Licht und Feuerung. J. Leeser, Spna^ogett^ ox RcBer. ßramstedtf den 21 7. 1881. St. Stubben, Prov. Hannover. [11281] rlin, Breslau, Cöln etc. zu adressiren. Für die hohen Feiertage wird ein Dorbeler gesucht. Reflectanten wollen sich bei mir melden. [11425] Der Vorstand der 8tiaagogea-Gemeiade zu 8«bko«bau. S. Caspary. Ein tüchtiger Cautor empf. i. zu d. be vorst. V” Festtagen. Näh. Berlin, Papenstraße 14 bei Schottlaender. [B. 11197] Ein seit 1837 bestehendes, altrenommirtes Knaben-Pensionat (isr.) in Frankfurt a. M. ist Sterbefalls wegen sofort unter günstigen Bedingungen zu übertragen. Wegen näherer Bedingungen beliebe man sich an [F. 11375] Iran Fleischmann, Sternstr. No. 18, Frankfurt a. M. zu wenden. Zur höheren Ausbildung finden jüdische junge Mädchen und schulpflichtige Kinder in meinem streng religiösen Pensionate liebevolle Aufnahme. Beste Referenzen stehen zur Seite. ]7278] Frau Alma Silbermann, geprüfte Lehrerin. Berlin C., Neue ^chönhauserstr. 2. Pensionat und höhere Töchterschule von Frau Dr. Leverson. Hannover, Thirrgarlenstr. 4. Aufnahme von Zöglingen zu jeder Zelt. Näheres durch Prospecie. [1956]

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