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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1881-06-21 · Heft 25 (21.6.1881) · p. Seite 408

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
45 (1881)
Issue
Heft 25 (21.6.1881)
Date
1881-06-21
Page
Seite 408 (sequence 10)
Language
German
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408 wenige Personen ausnahmsweise derBewilligungsichzu rrsreuen Raid. Justiz-Rath Frel.iid, Mitglied des Reichstages. S. haben. Es wird also der Wortlaut der Convention genau Friedläuder, ConcmerzientAath. Prosessor Or. Goldschmidt, zu prüfen sein. Geh. Justiz-Rath. Herni. B. H. Goldschmidt. Pr. Häncl- Berlin, 14 Juni. Der oben erwähnte „Ausruf" lautet Prosessor a. d. Universität. August Heckmann,Geh. Eommerzienfolgendcrmaßcn: Rath. Herz, Geh. Cvnnncrzien-Rath. l>r. Hirschberg, Prosessor Aufruf. an der Universität. Professor Pr. Hofmann, Reetor an der Tie entsetzlichen Vorgänge im südlichen Rußland haben Universität. Lic. Hoßbach, Prediger. Pr. Fr. Kapp. Prof, weithin Trauer und Schrecken hervorgernfen. In großen Pr. Karsten, Mitglied d. Reichstages. Prof. Pr. Kirchhofs, Städten, wie in Kiew und Jelisawethgrad, in weiten Land' Geh. Rath. l>r. Körte, Geh. Sanitäts-Rath. Lachmann, strichen sind die Juden in Pöbclaufständen aus einmal über- Geheimer Commerzien-Rath. Pr. Langerhans, Mitglied des fallen, viele von ihnen sind grausam gemißhandelt, ihre! Abg.-Hauses. 1>r. Eduard Laster, Mitglied d. Reichstages. Wohnungen geplündert; Gotteshäuser sind zerstört; selbst Pr. Lazarus, Professor an der Universität. Lesse, Justizrath. Menschenleben werden beklagt. Verglichen mit diesen Vor-! M. G- Lewy. E. Lenden, Geheimer Mcdizinal-Rath. L. ganzen erscheint der Krieg als ein geordneter Rechtszuüaud.! Liebermann, Stadtverordneter. Pr. Lisco, Prediger. Pr. W Noch ist das Ende des Frevels nicht abzusehen. Nicht abzu- Lvcwe-Calbe, Mitglied des Reichstages u. d. Landtages, schätzen ist der angerichtete Schaden, groß die Zahl der ans Locwenherz, Regierungs-Rath. Stadtrath Magnus, Geheimer ihrem Obdach und Erwerb Vertriebenen. Sofortige und Commerzien-Rath. Äiakowcr, Justiz-Rath. IU. Mendel, Mitreichliche Hülfe thnt Noth, Hülfe von Allen, welche helfen glied d. Reichstages. Justiz-Rath Meuer, Stadtverordneter, können und wollen.!l>r. Josef Meyer, Professor a. d. Universität. MöÜhausen, Helfen ist eine Frendc. In diese Hülfe mischt sich! Justiz-Rath. Pr. Mommsen, Prof. a. d. Universität. Prediger leider die Empfindung der Scham. Hier walten nicht zer-! Ncßler, Mitglied d. Reichstages u. d. Landtages. Sanitätsstörende Mächte der Natur, nicht große Krisen der Geschichte,! rath. Pr. Reumann. I. Äieumann. I. Platho. Rickert, die Glück und Leben als Opfer zn fordern ein blecht haben.! Mitglied d. Reichstages u. d. Landtages. Pr. Ritter, Prc- Es ist die entfesselte Rohheit der Mcnschcnnatur, die wir!diger. Scherer, Prof, a d. Universität. Schmeidler, längst gebändigt wähnten. Tie Barbarei des Mittelalters I Prediger. Schrvoer, Kammergerichtsrath. Pr. Schulzclebt wieder auf und das Fortschreiten der Humanität steht I Delitzsch, Mitglied des Reichstages. Freiherr Schenk von in Frage. Grauenvoll beleuchtet diese Katastrophe die ungcj Stauffenberg, Mitglied des Reichstages. Pr. W. Straßmann, ahnte Tragweite eines verhängnißvollen Treibens. - Wir j Mitglied d. Abgeordnetenhauses. l>r. Thomas, Prediger, fragen nicht, wer den aufgegangenen Samen ausgestreutRechtsanwalt A. Träger, Mitglied d. Reichstages und des habe, wir untersuchen nicht, wie Wahnwitz und t)cichtswürdig-^ Landtages. Nr. Uugerleider, Rabbinats-Assessor. Prosessor feit sich in die Schuld theilen; >vir wünschen zn helfen, so I >r. Virchvw, Geheimer Äcedizinalrath. von Wilmowski, weit Hülfe möglich ist. Daß dies leider nur zum kleinsten Justizrath. Wollfs, Stadlrath. Rechtsanwalt Pr. jur. Wolssson, Theil der Fall ist, kann uns nicht abhalten, das Wenige zu ' Mitglied des Reichstages. Stadtsyndikns Zelle, Mitglied^des thun. Wir bitten Alle, die diesen Jammer empfinden, dies > Abgeordnetenhauses. Pr. Znnz. auch mit der That zn beweisen.! Brcölau, <». Juni. lPrivatmitth.) Jene Behauptung, Außer den Unterzeichneten sind zur Empfangnahme von! daß die Juden von Osten massenhaft in Deutschland ein- Beitragen bereit: die Bankhäuser: Delbrück, Leo u. Co.,! strömen, welche Treitschke und die Antisemiten ausgebeutet Mauerstr. 61/62, Frege u. Co., Jägerstr. 15 und Platho u.! haben, erweist sich jetzt durch die jüngste Volkszählung in Wolfs, Breitestr.! ihrer ganzen Unwahrheit! Ein Beispiel hierfür liefert die Berlin, den 3. Juni 1881.! Volkszählung unserer Stadt. Von 272,52!) Seelen sind Pr. Abraham, Sanitäts-Rath. Pr. Berthold Anerbach. Pr J 156,725 evangelisch, ii6,'J43 katholisch, 17,440 jüdisch, die Barth, Professor an der Universität. I. Baswitz. Prosessor übrigen dissidentisch. Seit 1875 hat die Zahl der Evange- Pr. tböol. Baumgarten, Mitglied des Reichstages. Pr. j lifchcn um 14,86 Prozent, die der Katholiken um 14,75, die Bernstein, Privat-Dozcnt. Professor Pr. Bertram, Stadt-! der Juden nur um 12,48 zugenommen; letztere sind also im schulrath. Julius Bleichröder. G. von Buuseu, Mitglied! Verhältnis zn der christlichen Bevölkerung zurückgegangcn. des Reichstages. Pr. Caner, Stadtschulratb. Delbrück, Geh.! Im Jahre 1861 waren 7,20 Prozent jüdisch, jetzt nur 6,40. Commerzien-Rath. Dietmar, Stadtverordneter. Geh. Reg.-! Wo bleibt also die massenhafte Zuströniung von Osten? Es Rath Tunckcr, Bürgermeister. Ebertu, Stadtsyndieus. Adolph wäre eine Aufgabe für Herrn Sanitätsrath Pr. Neumann Eichmann, Rentier. Pr. von Forckenbcck, Mitglied des Reichs-! in Berlin, dies möglichst ans der gesummten Volkszählung tages. Pr. Frankl, Rabbinatsassessor. Frentzel, Commerzieuj zn constatircn.

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