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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1881-01-18 · Heft 3 (18.1.1881) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
45 (1881)
Issue
Heft 3 (18.1.1881)
Date
1881-01-18
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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"Allgemeine Zeitung des Iudenlhums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Diese Zeitung erscheint wöchentlich! > einnrnl in 2 bis 2'/, Bogen. Preis i j Vierteljährig 3 Mark. Inserate werden! mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile oder deren Raum berechnet. I > Alle Postämter (Postzeitungsliste > I dir. 95) und Buchhandlungen nehmen Bestellungen an. Herausgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philippsou in Bonn. Verlag von Baumgärtuer's Buchhandlung in Leipzig. | In redaktionellen Angelegenheiten! j wende man sich an Dr. f. Philipps-,, in > Bonn: hinsichtlich der Inierate an SB. { Moffe in Leipzig und dessen Filialen - , in Berlin, Breslau:c. | | -astrale, welche biS Soaarr„ageingehen, > finden in der darauffolgenden Nummer! Berücksichtigung. Beilagen werden mit 12 Mark berechnet. 45. Jahrgang. Leipzig, den 18. Januar 1881. No. 3. Inhalt. Leitende Artikel: Stimmen des Auslandes. II. — Die seutsche Studentenschaft. — Literarischer Wochenbericht. — Zeitungsnachrichten: Deutschland: Berlin, Darmstadt, Hamburg, Aus Westfalen, Aus Bayern, Fürth. — Oestereich-Ungarn: Wien, Aus Ungarn. — Bonn: Notizen. — Pest: Literarische Notizen. — Feuilleton: Eine Semitenfteundliche Versammlung in Berlin. porationen vor dem Könige anschließt, und aus welchem wir , nur einige gegen den katholischen Klerus gerichteten Sätze | weglassen. | „Die vom Großrabbiner im Namen des israelitischen! belgischen Central-Consistoriums an den König gerichtete I Rede bietet in Hinsicht der antisemitischen Bewegung in! Deutschland ein ganz besonderes Interesse. Aus diesem Die alte Fabel vom Vogel Strauß, der den Kopf ver-! Grunde geben wir hier einen Theil derselben wieder. Man steckt, um nicht zu sehen, was ihm mißfiele, belehrt uns, daß > sehe, welche Sprache diese ewig Verfolgten führen, und welche man bei vorhandenen wichtigen Fragen und Bewegungen die j Gefühle sie ausdrücken. Zwischen dieser Sprache und der der Ansichten des Auslandes nicht übersehen dürfe, und wenn es j katholischen Orthodoxie und des protestantischen Fanatismus Herr v. Treitschke unpatriotisch findet, dieselben zu beachten,! ist der Unterschied ein sehr großer. Man vernimmt alle so halten wir es für noch unpatriotischer, zu üblen Urtheilen Tage den Ausdruck der geistlichen Unduldsamkeit und ist dadas Ausland zu veranlagen und diese dann verheimlichen zu von entrüstet und betrübt. Diesen Eindruck werden die wollen. So schmerzlich es auch für uns ist, Deutschland in Worte des ossiciellen Vertreters des Judenthums nicht Herden übrigen civilisirten Ländern angegriffen und getadelt zu. Vorbringen: sie sind voll von Edelsinn, Vaterlandsliebe, und sehen, so muß uns Juden, bei der Art, wie wir jetzt als preisen auf das Beredteste den Unterricht, die Ordnung und Deutsche in Deutschland behandelt werden, es doch willkommen die Freiheit.* sein, daß das Licht in der Welt noch nicht ausgelöscht und! „Belgien, sagt der Herr Großrabbiner, wird morgen ausgedrückt ist, und mögen wir deshalb immer hoffen, daß daffelbige sein, was es gestern gewesen und was es heute auch der deutsche Horizont von den Strahlen deffelben wieder ist. Der Ruhm, den daffelbe aus seinem ganzen Wege entdurchleuchtet werde. Wir begnügen uns, einige Auslassungen lang geerntet, ist ein unsterblicher, denn er beruht, um Derer zu citiren, welche gewiß nicht als Feinde Deutschlandsj mich eines Schriftwortes zu bedienen, „weder auf der Kraft, betrachtet werden können, die vielmehr ihre Hochachtung vor; noch auf der Macht, fondern auf der sittlichen Wahrheit*, dem Geiste und Berufe Deutschlands geltend machen. Die Die Eroberungen, die es gemacht, gehören ihm für immer, zu Brüssel erscheinende „Gazette“ vom 5. Januar enthält! denn es find Eroberungen der Intelligenz, der Arbeit und folgenden Leitartikel, der sich an die am Nenjahrstage jähr-! der Bürgerlugenden. Es wird bleiben, wie es ist; unlösbar lich stattfindende Glückwunsch-Ceremonie der höchsten Eor-! anhänglich an sein ruhmwürdiges und populäres Königshaus £«U«ih*c Cl-rtikci. Bonn, 12. Januar. Stimmen des Auslandes. 1l.

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