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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1880-11-23 · Heft 47 (23.11.1880) · p. Seite 749

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
44 (1880)
Issue
Heft 47 (23.11.1880)
Date
1880-11-23
Page
Seite 749 (sequence 13)
Language
German
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-49 das man geben kann; wir stehen nicht an, ihn ganz aus dem! Lateinischen wiederzugeben?)! Der Schwur von Amatus. j Ich schwöre beim allmächtigen und unsterblichen Gotte! und bei seinen Zehn-Geboten, die auf dem Sinai von Moses,! seinen Sendboten, nach der Befreiung des Volkes Israel aus! der egyptischen Knechtschaft verkündet worden, daß ich mich in meinen Heilmethoden von dem guten Glauben habe leiten lasten, um sie der Nachwelt zu übermitteln. Ich habe mir nichts erdacht, nichts hinzugefügt, auch nichts geändert, um meine Werke zu verschönern; ich wollte nur meinen Nebenmenschen nützlich sein. Ich habe weder Jemanden gelobt noch getadelt, um Privatintcresten zu fördern und habe nur nach Wahrheit gestrebt. Wenn ich lüge, mögen Gott und sein Engel Raphael mich mit ihrem Zorn treffen und Niemand habe mehr Vertrauen zu mir! Nicht allein habe ich nur die bei den Aerzten üblichen Honorare gefordert, sondern ich habe auch den Erkrankungsfall derjenigen, die ich umsonst geheilt, sorgfältig ftudirt; ich habe selbst zuweilen die Remuneration zurückgewiesen , die man mir angeboten, da ich mich für reichlich belohnt hielt, wenn ich meinen Kranken die Gesundheit wiedergab. Ich habe mit gleichem Auge alle Menschen betrachtet, welcher Religion sie auch angehörten, ob sie Juden, Christen oder Araber waren. Ich habe 4) Amatus harte hierbei wohl den „Eidschwur des Hippokrates" vor Augen, welcher (in griechischer Sprache) in den Schriften des Hippokrates abgedruckt ist, obschon er schwerlich von Hippokrates selbst herrührt. Redaction d. A. Z. d. I. mich nie um Aemter beworben und den Armen dieselbe Sorgfalt gewidmet wie den berühmtesten Persönlichkeiten. Kein Apotheker ist durch mich begünstigt worden, es sei denn, daß er einen edlen Sinn, große Intelligenz und anerkannte Geschicklichkeit in der Bereitung der von mir vorgeschriebe neu Recepte besessen. Zu keiner Zeit habe ich meiner Berschwiegenbeit anvertraute Geheimnisie enthüllt; niemals habe ich Getränke bereiten lasten, die eine verfrühte Geburt oder den Tod verursachen konnten, ebenso habe ich niemals in den Familien, zu denen ich gerufen, zu einer sträflichen Handlung die Hand gereicht. Kurz, ich habe nichts gethan, was ein guter und ehrenhafter Arzt nicht cingestehen könnte, da ich mir immer Hippokrates und Galenus zum Vorbild genommen, diese Väter der Arzneikunst. Ich habe stets in meinen Studien an die Vernunft appcllirt. und kein Hindcrniß konnte mich von dem Unterrichte der guten Lehrer zurückhalten, nieder Familienrücksichten, noch weite und gefährliche Reisen, ja selbst nicht das Exil, wie es einem wahren Philosophen zukommt, dessen Seele davon durchdrungen ist. Was die zahlreichen Schüler betrifft, die ich bis jetzt herangebildct, so habe ich sie wie meine Kinder betrachtet; ich habe ihnen meinen Unterricht nach bestem Gewiffen erthcilt. und sie ermahnt, danach zu streben, rechtschaffen und gewiffenhaft zu werden. Meine Bücher über die medicinische Kunst habe ich nicht geschrieben, um meinen Ehrgeiz zu befriedigen, sondern um nach meinen Kräften dazu beizutragen, den Menschen ihre Gesundheit wiederzugeven. Anderen überlaffe ich es zu sagen, ob es mir gelungen ist. Salonichi, 5319 (1559). (Schluß folgt.) Anzeigen. Ty|qa«asind ausschliesslich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Leipzig oder AllOv/i Mi wv/ deren Filialen in Berlin, Breslau, Chemnitz, Cöln a Rh., Dresden, Frankfurt a, M., Halle a S., Hamburg, London, Magdeburg, München, Nürnberg, Paris, Prag, Strassburg i E., Wien, Zürich zu adressiren. Lehrer-Gesuch.! Ein Lehrer, der zugleich das Schäch- § ter- und Borbeter-Amt übernehmen kann, ' wird von Unterzeichneter Gemeinde zum . 1. April 1881 gesucht. Das Einkom-! men beträgt 1000 Mark, jedoch hat! der Beamte viel freie Zeit zu Nebeni erwerb. [14568J | Der Vorsteher der Synagogen- Gemeinde Osterode a/Harz. _Ed. Herzer._! In meinem Rohproducten-tieschäfte j (Lnmpen, Heede rc.) findet ein junger Mann, gute Schulkenntniffe besitzend, sofort Stellung als Lehrling. j Bielefeld, Novbr. 18S0. Moritz Salomoiison. Tacanz. Die hiesige Rcligionslehrer-, Borsänger¬ und Schächterstelle soll bis l. Januar 1881 besetzt werden. Fixer Gehalt 700 Mark. Nebeneinkünfte 1000—1200 Mark. Wohnung des bisher functionkrenden Lehrers. Berheirathete werden bevorzugt. Bewerber wollen sich an den Unterzeichneten Borstand wenden. s 13724) Erlangen. Ter Cultusvorstand L. H. txuttmaier. Jkicatfispatf fixen vermittle ich streng discret, und bin in Folge großer Bekanntschaft in der Lage, allen Ansprüchen zu genügen. Bertrauen gegen Vertrauen, daher anonyme Zeitschriften unberücksichtigt. Adr. «nt. 8.18 in der Exp. d. Bossischen Ztg. in Berlin. [ll. X4'»39] Ich übernehme die Vertretung beim Landgericht Erfurt unb den zu deffen Bezirk gehörigen Amtsgerichten. [13928] Erfurt, den 1. November 1880. Chop, Rechtsanwalt. mein Weisswaaren-, Tapisserie- und Wollwaaren - Geschäft suche per sofort einen jungen Mann aus achtbarer Familie als Lehrling; freie Station im Hause. (14346) Dramburg in Pommern. Max Cutmaon. USO Koscher geschlachtete Gänse versendet täglich unter Nachnahme ü Pfd. 55 Pf. Lippstadt. [13974] S. Meyerhoff.

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