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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1880-08-31 · Heft 35 (31.8.1880) · p. Seite 557

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
44 (1880)
Issue
Heft 35 (31.8.1880)
Date
1880-08-31
Page
Seite 557 (sequence 13)
Language
German
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5 57 Oceane mit aller Berufstreue wirken. Die Versammlung der >nungsführer Gutkind-Cassel folgten einige Anträge. Amramvollsten Sympathie des „Vorsteheramtes der Israeliten" in! Zwesten beantragte, durch den „Hauptausschuß des Hessischen Cassel (dessen Vorsitzenden Herr Dr. A. ist) versichernd, schließt Lehrervereins" die Königliche Regierung zu ersuchen, bei der derselbe seine geistreiche Ansprache mit den Worten: „Tragen Vergebung vacanter Schulftellen die Anciennität der Bewcr- Sie des Lehrers Bürde, und Sie erwerben sich des Lehrers ber mehr zu berücksichtigen als seither geschehen. Herr Dr. Würde." — Herr Jacob Nachod aus Leipzig überbrachte der | Adler, der als Vorsitzender des Borsteheranits in Cassel (der Versammlung den Gruß des durch ihn als Präsidenten verj bei Vergebung von israelitischen Schulstellen (im alten Nietretenen Deutsch-Israel. Gcmeindebundes und gab den Sym- > derhessens zuerst in Betracht kommenden Behörde) von dem Anpathien desselben für die Bestrebungen des Lehrerstandes, wie tragstcller um Mittheilung der Anschauung des Borsteherüberhaupt für das ganze israelitische Erziehungs und Unteramtes über diese Materie angegangen war, erkannte die Berichtswesen, lebhaften Ausdruck, mit den Schriftwortcnschließend: rechtigung des Antrags an, allein er konnte auch nicht seine „Seid stark und fest!" — Herr Dr. Kroncr- Stadtlengsield schweren Bedenken gegen die practische Ausführung unterdrüüberbrachte die Grüße des „Vereins israel. Cultusbcamtcn cken. Ter Antrag wurde angenommen. — Gutkind - Cassel Mitteldeutschlands", von dem Herr Dr. Kroner als Vorsitzender beantragte, für den Anschluß der Hessischen Gemeinde an den delegirt war. „Gemeindebund" zu wirken. Herr Rachod skizzirte im An- Hierauf erhielt Herr Blach - Gndensberg das Wort zu schluß an diesen Antrag die Ziele des Bundes, wie folgt: dem Vortrage: „Tie Pädagogik im Talmud." Vorausschickend, I. Wahrung der Gesammtinteressen der Israeliten Deutschlands, daß er (abweichend von den Bestimmungen der letzten Jahres- 2. Förderung des Religionsunterrichtes. 8. Veranlassung der Versammlung) gerade dieses Thema gewählt habe, um den einzelnen Regierungen, diesen Unterricht — analog dem der vielfachen, von Laien aus dem Talmud geschöpften, aber denanderen Contessionen - obligatorisch cinzuführen. 4.Beseitigung selben entstellenden Lehren zu begegnen, resp. dieselben richder Wanderbettelei. 5. Unterstützung armer Gemeinden für die Betig zu stellen, entrollte Referent in seinem fast zwei Stunden dürfnisse der Religionsschule. 6. Hebung des Handwerks bei den in Anspruch nehmenden Vortrage ein Bild des Schulwesens Israeliten. 7. Zurückweisung ungerechtfertigter judenfeindlicher der Israeliten zur Zeit der Abfassung des Talnrnd. Ter, Angriffe, Fürsorge für taubstumme Kinder iirael. Eonsession, Vortrag zeigte, wie das israelitische Erziehungs- und Unterwie überhaupt für Wohlthätigkeitsanstalten von allgemeinerem richtswesen der damaligen Zeit, trotz seiner vielen ebenfalls .Interesse. Nach Befürwortung des Antrags durch Herrn Dr. vom Ref. berührten Mängel, doch schon auf einer hohen Für Adler wird derselbe einstimmig angenommen. — Tie nächste die damalige Zeit überraschend hohen) Stufe der Ausbildung Jahresversammlung wird zu Marburg stattffnden, und hat sich befand. Pädagogische Lehrsätze, die die moderne Pädago- > Levp Sachsenhagen das Referat über den „Unterricht in der gik erst den großen Pädagogen der Neuzeit, einem Comenius, bibl. Geschichte" übernommen.— Nachdem die Ausschußmit- Pestalozzi u. A. zu verdanken meint, befanden sich schon bei glieder durch Akklamation wieder gewählt waren, schloß der den Israeliten des talmudischen Zeitalters in vollster Geltung. Vorsitzende die Versammlung mit dem Wunsche: „Auf frohes Referent stellt sechs Thesen auf, die sämmtlich (die ll. u. V. in Wiedersehen in Marburg". Amram-Zwesten sprach dem Poramendirter Form) wie folgt zur Annahme kamen: l. Tie sitzenden, wie auch dem Ausschuß, den Tank der Versammlung Talmudisten hatten den richtigen Begriff von dem Werth und aus. — Nach dem geschäftlichen, folgte der gemüthliche Theil der Bedeutung der Schulen. II Tie pädagogischen Grundder Conferenz — das gemeinschaftliche Mahl. Ten Reigen der fätze überragen weit Diejenigen ihrer Zeitgenossen. III. In( Toaste cröffnete der Vorsitzende mit einem Hoch ans Sc. richtiger Erkenntnis; hatten die Talmudisten einen ersolgrci- Majestät, den Kaiser, und sandte die Versammlung Höchstchen Unterricht von einer mäßigen, leicht zu überschauenden demselben telegraphisch nach Ems ehrfurchtsvollen Wunsch für Schülerzahl, von der practischen Geschicklichkeit des Lehrers, besten Erfolg der Kur. Cornelius-Rotenburg toastete auf den von einer guten Schulzncht, als Hauptfactvren, die in gegen- Vorsitzenden, Gutkind-Cassel auf die Gäste, Dr. Adler aus seitiger Wechselwirkung stehen, abhängig gemacht. IX'. Haus die Versammlung und Levy-Hofgeismar aus den Referenten, und Schule gingen bei der Erziehung Hand in Hand und Nun folgte noch mancher Toast ernsten und launigen Inhalts, standen in schönster Harmonie. X'. Auch das weibliche Ge unter welchen besonders derjenige des Nestors der heff. Lehrer, schlecht erhielt einen für dasselbe paffenden Unterricht. XI Gulkiud Ziercnberg, der nach ö'.'jähr. Dienstzeit am 1. Februar Darum verdient das Pädagogische im Talmud in jedem pädad. I. in den Ruhestand getreten ist und trotz seines hohen gogischen Lehrbuchc einen Platz, und es ist nicht mehr als Alters doch nicht daheim bleiben wollte, Erwähnung finden wünschenswertst, daß dasselbe von einem Berufenen bearbeitet soll. Ein gemeinsamer Spaziergang beschloß den Tag, der würde." wohl allen Thcilnehmcrn noch lange eine frohe Erinnerung Nach Verlesung des Rechenschaftsberichtes durch den Rech bleiben wird. 'v. g-

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