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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1880-08-03 · Heft 31 (3.8.1880) · p. Seite 494

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
44 (1880)
Issue
Heft 31 (3.8.1880)
Date
1880-08-03
Page
Seite 494 (sequence 14)
Language
German
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494 Da die Stammblätter, welche Hochheimer in Berlin gesammelt, sämmtlich vom August 1785 datirt sind, so glauben wir, daß der Feuilletonist, wie die Ueberschrift Büsching's, so auch das Datum seines Stammblattes nicht richtig gelesen und daß Büsching nicht 1781 sondern 1785 die Worte der Erinnerung in Höchheimer's Stammbuch verzeichnet hat. Wie lange sich der junge Hochheimer in Berlin aufhielt, erfahren wir aus dem Stammbuche nicht; ob er sich im August 1785 zur Abreise rüstete — genug, in diesem Monate sammelte er, wie bereits erwähnt, von seinen Berliner Freunden die Gedenlblätter. Den Ansang machte er bei Moses Mendelssohn und zwar Rosch Chodesch Elul des Jahres 5545 n. E. d. W., d. i. Sonntag den 7. August 1785, nicht 1784, wie der Feuilletonist meint. Mendelssohn schrieb ihm das Bibelwort ein: "-cnx o^tynr n.xn .Y'npn n"~i -ro ie-dh mrr* 1? 'nznD Tags darauf, den 8. August, begab sich Hochheimer zu Marcus Herz, der ihm zur Erinnerung die talmudische Sen-!enz gab: „Suchst du die Ehre, so fliehet sie dich; fliehe sie, so sucht sie dich." Auch die christlichen Gelehrten, welche er, vielleicht im Hause Mendelssohn, kennen gelernt, suchte er auf; so sprach er am 11. August bei Büsching, am 18. bei dem Ober- Lonfistorialrath Spalding, am 14. bei dem Dichter Ramler vor; von Allen erhielt er Stammbuchblätter. Am 15. August widmete ihm Joseph Beit, Moses Mendelssohn's Schwiegersohn, mit dem er inniger befreundet war, folgende Zeilen: „Vergiß die Stadt, die Du verläßt, und Deine Freunde nicht, denke demnach auch an Deinen Freund Joseph Veit." Auch Dorothea, Veits Frau, aus deren Schriftzügen der Feuilletonist sonderbarer Weise Berenica liest, und die liebenswürdige Henriette Herz, unterließen es nicht, dem jungen Manne Zeichen der Werthschätzung zu geben. Henriette Herz schrieb: „Unfern wahren Werth, den nur der Weise schätzt, macht unser Herz, nicht unser Stand." Bon den Berliner Gelehrten verewigten sich ferner in Hochheimers Stammbuch vr. Marcus Bloch, David Friedländer, Joh. I. Engel, Ernst Ferdinand Klein und Friedrich Gedicke, die Freunde Mendelssohn's, u. a. m. Wie sich aus dem Stammbuche ferner ergiebt, hielt sich Hochheimer im April 1786 in München, im Februar 1787 in Frankfurt a M auf; sowohl hier als in Freiburg in Breisgau, wohin er sich 1791 begeben, verkehrte er meistens mit christlichen Gelehrten. Im Juni 1798 verweilte er in Wien; in der Kaiserstadt wird „die reiche Zahl der Gedenkblätter" beschlossen und zwar durch Benedict Arnstein, der dort nicht, wie der Feuilletonist meint, als Banquier, sondern als Lustspieldichter lebte und der, bezeichnend für den Inhaber der Stammblätter, schrieb: „Ich schätze den Mann, der nicht nur der Hand, sondern auch der Seele den Puls greifen kann." Ob Simon Hochheimer ein Verwandter jenes Elias Hochheimer war, der 1791 in Amsterdam eine heute äußerst selten arithmettsche Schrift zum Druck befördert hat, oder ob er zu der Familie des ebenfalls aus Bayern stammenden wackern Rabbiners H. Hochheimer in Baltimore gehört? Vielleicht sieht sich Jemand veranlaßt. Näheres über ihn, sein Leben und seine Schriften mitzutheilen. Budapest, 12. Juli 1880. vr. Kayserling. Durch die Berufung des Herrn vr. Landsberg nach Kaiserslautern ist in hiesiger Gemeinde die Rabbiner- und Religionslehrerstelle vacant, mit welcher ein Fixum von 1800 Mark p. a., 150 Mark vorläufig für den Religionsunterlidjt am hiesigen Progymnafium und Nebeneinkommen verbunden ist. Academisch gebildete Bewerber wollen sich bis zum 1. September c. unter Einreichung ihrer Zeugnisie bei uns melden. Neisespesen werden dem Gewählten erstattet. [9203] Laaeaburg i. Pomm., im Juli 1880. Aer H5orl1<rrrd der Syrr<rgc»gen Gemeinde. Heer. Anzeigen. An der zweiklassigen Schule der Gemeinde in Düren ist die Stelle des ersten Lehrers und Vorbeters — Gottesdienst mit gemischtem Chor unter Harmoniumbegleitung - baldigst zu besetzen. Qualincirte, mit schöner Stimme ausgcstattcte Landidateu wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse und eines eurrieulam vitae wenden an den [8735] Vorstand der Synagogengemeiude in Duren. F. ei. rächt, u. geb. isr. Mädch. a. achtb. Fam. i. d. 3«er Jahr. *>. Hek. j. Serh. ges. — Mitgift vorl. 1200 M.; spät. n. 5-000 M. — Gcsl. Off (des. Cultusb. a. Witlw.) nnt. Chif. A. Ij. 4f 11932a d. Ann. Exp. Th. Dietrich & Co. Cassel. [9340] Die Stelle eines geprüften Religions-Lehrers, Borbeters und Schächters Hierselbst ist sofort zu besetzen. Gehalt incl. Schächtergebühren 750 Mk. Unverheirathete Bewerber wollen sich an den Unterzeichneten wenden. [Ag. 9346] Birleufeld, den 25. Juli 1880. Landrabbiner Goldmann. Zum Herbste d. I. wird die hiesig' i'r-n r."- ReligiouSlehrcr-, Vorbeter und Schachterstelle — Gehalt 450 M neben freier Statton — vacant. Be Werber erfahren Näheres durch dei Vorstand [8345 I zu Penzlln, Mecklenburg.

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