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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1880-05-11 · Heft 19 (11.5.1880) · p. Seite 302

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
44 (1880)
Issue
Heft 19 (11.5.1880)
Date
1880-05-11
Page
Seite 302 (sequence 14)
Language
German
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302 oder in noch strafwürdigerer Ueberhebung von der Gesammtheit feiner Berufsgenoffen ausschließe. Darum geht immer und immer wieder der Ruf an die Lehrer: „Tretet ein, ehe es zu spät ist." Darum, es sind die Lehrer Eurer Kinder, für die wir bitten! Es sind die Männer, die täglich mit frischem Muthe, mit freier Seele Eure Kinder unterweisen sollen, auf daß diese im Leben bestehen; die Männer, deren Beruf es ist, zu Die Achawa ist auf die Beihülfe aller derjenigen ange-; wachen, „das die Lehre nicht weiche aus unserer Kinder wiesen, welchen Gott die Mittel gegeben hat, die sie in den'Mund!" Es sind deren Wittwen und Waisen, für die sie Stand setzen. Hilfsbedürftigen beizustehen, arme Wittwen und > nicht Vorsorgen konnten, während sie fürsorgend walteten für Waisen zu unterstützen. Die Zahl sämmtlicher Ehrenmit-! die geistige Selbstständigkeit Eurer Kinder! Sollen die glieder unseres Vereins ist 666 und von diesen kommen nahe-j Männer, die Eure Kinder für das Leben tüchtig machten, zu 500 allein auf Frankfurt a. M. Bon vielen Hunderten > die ihnen die Lehren der Elternliebe, der Religiosität und jüdischer Gemeinden und Vereine geben uns nur etwa Sittlichkeit einprägten, jeden Tag und jede Stunde bangen ein Dutzend einen ständigen Jahresbeitrag, während doch unser Verein gerade sie in vielen Fällen entlastet. Giebt cs nicht mehr wohlthätige, zum Geben bereite Hände und Herzen im deutschen Israel? Nicht mehr Männer und Frauen, welchen allein schon der Name „Lehrer" Beranlaffung geben würde, jährlich 6 Mark bcizusteuern? Sie wiffen ja doch Alle, wie schwer und verantwortungsvoll der Beruf des für ihre eigenen Kinder? Sollen diese darben, tvcnn sie der Vater vcrlaffen, oder was noch schlimmer, wenn ein Leiden ihn in den besten Jahren in der Mitte seiner Tage für seinen Beruf unbrauchbar machte? Wir dürfen fordern: fordern, daß die Lehrer ihrer eingedenk in die Achawa eintreten, fordern daß sie die wohlthätigen und wohlhabenden Israeliten auf unseren Verein Lehrers und noch dazu des jüdischen Lehrers in heutiger > aufmerksam machen; fordern, daß sie uns Alle zuführen. Zeit ist und wie gering noch immer der Lohn, wie Wenige! im Stande sind, einen Nothpfennig für ihre alten Tage, für ihre Angehörigen zurückzulegen! Sollen sie und ihre Angehörigen dann den Stand entwürdigen und — betteln? Wenn wir dit-ispi°ll°s traurigen Ersahr-ug-u. diwir - di°! SctIa’ ~ <£7sS5i^V«Mf SESSSlfiS welche ein Herz haben für solche Anstalten; daß Alle, denen, es gegeben ist, eintreten in die Achawa (Bund der Brüderlichkeit. *) ‘) Verwaltung der Achawa — insbesondere im letzten Jahre; a. M. und Lehrer J.^Älingenstcin in Ober-Ingelheim zu bekommen, zu machen Gelegenheit hatten, hier Preis geben könnten und möchten, wir sind gewiß, wir würden die Herzen rühren welche auch zu jeder Auskunft bereit sind. Äl. l)Wir unterschreiben unsrerseits jedes Wort dieser Correspondenz. Allein wir können doch nicht umhin, zu meinen, das? es an den -ud d-sMitl-id Bi-.-- r-gmachen, di- -ns bis jetzt f-r°-z SÄ'ÄÄÄ gestanden. So verhältnißmäßig bedeutend die Leistungen der! Lehrer nur 212 der Achawa angehören, so kann die volle Werth- -_ f,. crv r* _ i schätzunq derselben beiden Gemeinden nicht erwartet werden. Mögen Achawa sind, erne auskömmliche Pension m allen Hallen j also vor Allem die Lehrer selbst aus ihrem schmählichen Schlummer zu geben, ist uns leider immer noch nicht möglich! -erwachen! Die Rcdaction. Anzeigen. Sekanntmachung. An der hiesigen städtischen Schule soll die 6. Lehrer stelle mit einem Lehrer jüdischer Confession von sofort besetzt werden. Mit dieser Stelle ist ein Einkommen von 810 Mark und eine Ncbencinnahme von 200 Mark für Ertheilung des jüdischen Religionsunterrichts verbunden. Bewerber jüdischer Confession wollen ihre Gesuche nebst Zeugnissen dem Unterzeichneten schleunigst eini reichen. [5818] Neumark. Der Magistrat. Ein junges Mädchen, Jüdin, aus anständiger Familie, welche in Küche und Wirtschaft bewandert ist, sucht baldigst passende Stellung als Stütze der Hausfrau. Werthe Adressen bittet man .sub Ä. Z. ££ 9 an Postamt H, Halle a/S. gelangen zn lassen. [6. 5906] Sin tüchtiger zugleich l?orbetcr, , mit schöner Stimme, wiod von sogleich oder! etwas später gesucht. Gehalt a?»o INark crcl. Hebeneinknnstc. Meldungen sind zu richten an den Svnagogen - Vorstand zu Schippeubiel Ost-Pr. _[r,s-, 1 j An ter hiesigen hebr. Schule ist eine Lehrerstelle mit einem jährlichen Gehalt von 1350 Mark am 1. Juli c. zu besetzen. Oualificirte Bewerberwollen bis spätestens zum 1. Mai ihre Anmeldungen an den hiesigen Rabbiner Dr. L. Münz einscnden. Kempen (Posen), im April 1880. [5767]_Der Borstand der hebr. Schule. ~ Pensionat und höhere Töchterschule von Geschwister Sobernheim, Bingen a Bh. [F. 13«>3] | Beginn des Sommerscmesters am 6. April. Beste Referenzen, mäßige Bedingungen,! Prospecte auf Verlangen. Die Stelle eines Schächters, rporSeters und geprüfte» 2teNgio«ske-rers ist für die hiesige Svnagogcngcineinde vorn 1. (Dctobcr c. ab zu besetzen. Das Gehalt beträgt jährlich 1200 Mark crclnsivc der Ncbcnrevcunen j für die Schechitah. Etwaige Meldungen sind j bis zum 1. Juni c. bei dem Unterzeichneten - Oorstandc schriftlich einznreichen. Reisekosten werden nur demjenigen vergütet, welcher cngagirt wird. [5920! Nastenvurg in Gstpr.. im 2lpril > 880. i Der Vorstand der Sy»agsge«ge«ei»de. Ich suche per Juli sür mein Wauv-! factnr-Heschäst unter günstigen Bedingungen i einen Lehrling (Israelit).! Rahden in Westfalen. [:>:*7.ij!_S. Frank. Eine geprüfte erfahrene Lehrerin, bestens empfohlen, sucht eine Stelle als Lehrerin oder Erzieherin. Offerten sub 8. 5918 an Rudolf Mosse, Leipzig. [5yi8]

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