Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 44 (1880)
- Issue
- Heft 18 (4.5.1880)
- Date
- 1880-05-04
- Page
- Seite 285 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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285 Preßburger Israeliten erhaltenen Bettelbrief mit der Anfrage,j nicht aus dem Munde des Herrn; Moses allein war der ob ich den Bittsteller kenne und ob bei demselben die ge- Autor derselben gewesen." Das freut mich unendlich zu schilderte Nothlage wirklich beklagenswerth sei. Zufällig I hören", crwiederte sie „und das flößt mir Achtung vor dem war mir derselbe als ein Müßiggänger und Trunkenbold j Talmud ein." bekannt. „So viel ich weiß, sagte ich, steht der Mann im j Ihre kais. Hoheit bewog mich, den Religionsunterricht Rufe eines Trunkenboldes." Worauf die edle Frau crwiederte:] der jüd. taubstummen Kinder in dem Preßburger Taubstummen- „Man darf nicht Alles als buchstäblich wahr nehmen, was Institute;u übernehmen, nachdem dieselben bis dahin von die Welt Schlechtes von dem Nebenmenschen spricht. Hat einem katholischen Priester mit den katholischen Zöglingen der Mann vielleicht einmal in einer verzweiflung-vollen! der Anstalt zugleich unterwiesen worden waren. „Ich hänge", Lage mehr getrunken als er vertragen konnte und der Ruf sagte die hohe Frau, „mit großer Treue an den Dogmen eines Trunkenboldes war fix und fertig. Ich bitte sie um! meiner Religion und ich gestehe offen, das es mich freut, nähere Erkundigung." j wenn ich höre von dem Uebertritt eines frcmdgläubigen zu Ihre kais. Hoheit liebte die ungarische Sprache überaus > meiner Religion; jedoch nur dann, wenn dieses aus innerer und als fie mir einmal die Borzüge derselben anrühmte, j Ueberzeugung geschieht, was leider gar selten der Fall ist. fragte ich, ob ihr dieses Idiom so lieb sei wie das Hebräische? j Kinder jedoch sollen in den Dogmen der Religion unter- „Nur die hebräische und keine andere Sprache, antwortete] richtet werden, welche ihnen der liebe Gott selber durch ihre sie, ziehe ich der ungarischen vor, denn Gott hat ihr auch Geburt angewiesen hat. Sind sie später verstandesreif, können den Borzug gegeben. Sie hat für mich nur den einen sie, von innerer Ueberzeugung geleitet, entweder bleiben Fehler, daß die grauenerregenden Flüche — Deutronom oder sich einer andern Confession anschließen. Kinder der 28 — hebräisch verfaßt sind." „Auch der Talmud", er-l einen Religion in den Dogmen einer anderen unterrichten, wiederte ich, „empfand deshalb ein Mißbehagen und sah! heißt gleichsam ein Netz auswerfcn, um — Stockfische zu sich deswegen veranlaßt, zu behaupten, die Flüche kamen fangen." In der Synagoge „zum Tempel" soll die Stelle eines Cautors — möglichst verbunden mit der Vorleser Stelle — mit einem jährlichen Ge halt von 1200 Mark excl. der Neben einknnfte zum 15. August d. I. neu besetzt werden. Qualificirte Bewerber, welche einen geregelten Gottesdienst in ritueller Weise zu leiten im Stande sind, wollen ihre Meldungen mit Beifügung ihrer Zeugnisse an Vorsteher Herrn Kultus SsoUs in Breslau, Graupenstrasse 9 balMgft heransenden. Reisekosten werden nicht vergütet. [5541] Aresta», den 23. April 188». Der Vorstand der Synagoge _„znm Tempel**._ An unserer Gemeinde ist vom 1. Juli cr. ab das Amt eines Lehrers, I. Cantors und Hilfsschächters zu besetzen. Fixirtes, jährliches Gehalt 1200 Mark bei nicht unbedeutenden Rebeneinkünsten. — Reflectanten haben ihren Meldungen Qualificationszeugnisse beizufügen. Reisekosten werden nur dem Gewählten erstattet. Lublinitz, Oberschlesien, den 25. April 1880. [5666] Der Vorstand __der Synagoge «Gemeinde. tffcttt Indisches Mädchen für die Küche, wl'l-Wdie auch etwas Hausarbeit mit zu übernehmen hat, findet zu Johannis eine Stelle. Näheres bei Julius Cohen in Schwerin i/Mecklenburg. [5283] Anzeigen. In hiesiger Synagogen-Gemeinde ist die tznttnsveamtea. Stelle sofort zu besetzen. Der Gehalt beträgt 10»» Mk. Fixum, circa 65» Mk. Nebeneinkünste. Geprüfte Religionlehrer, welche gleichzeitig'Cantor u. Schochet sein müssen wollen sich unter Einsendung Ihrer Zeugnisse bei Unterzeichneten Vorstand melden. Reisekosten werden nur dem Accevlirten vergütet. [4156] Rügenwalde. J. Borchardt, Synagogen -Vorstand.^ Ein staatlich geprüfter tüchtiger Elementar- und Religionslehrer, mit der Prüfungsccnsur 1, guter Eautor mit gediegener musikalischer Bildung, vorzüglicher Prediger, der über seine bisherige Thäligkeit die besieic Zeugnisse aufzuweisen hat, sucht per I. Aug. Stellung in einer größeren Gemeinde. [5562] Näheres unter R. S. 5562 an Rudolf Mosse, Leipzig. Pensionat und höhere Töchterschule von Geschwister Sobernheim, Singen a Rh.. (F. 13»3] Beginn des Sommersemesters am 6. April. Beste Referenzen, mäßige Bedingungen, Prospectc aus Verlangen. An israelitische Cultns- Gemeinden. [55311 Gin angestellter Cultusbeamter, der die seltene Befähigung hat, als Prediger, Cantor und Religionslehrer gleich Tüchtiges zu leisten auch rrm nebst vorzüglichen Studien- und Dienstzrugnissen besitzt, wünscht seine gegenwärtige Stellung mit einer andern in einer intelligenten Gemeinde zu vertauschen. Offerten | sub 0. 5531 an die Expedition d. Bl. Ein junger Mann, der eine Ralschule I. Ord. bis Unter-Secunda incl. besucht und seit 23, 4 Jahren in dem j gemischten Waarengeschäftc sein. Vaters! thätig ist, sucht per Mitte oder Ende Mai! c. Stellung als angehender Commis, unter j bescheidenen Ansprüchen behufs weiterer! Ausbildung. Frc.-Offerten beliebe man j unter 4. Ü. postlagernd Lutzerath zu richten. [5354] ein Kurzwaaren - Geschäft wird eine tyUl zuverlässige Gehülst« (iir.) gesucht. Für ein braves Lehrmädchen ist ebenfalls Stelle frei. Frco. Off. -md B. 1957 mir Abschrift d. Zeugn. an die Annonc -Exped. v. \V. Thienes, Klberfeld._[B. 5534] ansprnchkoses Wädche» aus achtbarer Familie sucht sofort Stellung als Stütze der Hausfran orer Gesellschafterin. Auskunfr ertheilt Herr Dr. Löwenmeyer, Frankfurt a'Oder. [B. 5636]