Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 44 (1880)
- Issue
- Heft 17 (27.4.1880)
- Date
- 1880-04-27
- Page
- Seite 269 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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269 ischen der besten Zeitalter bietet, zu schreiben. Aber andrerseits, abgesehen von der Geschichte des heiligen Geistes, der in Feuerzangen auf das Haupt der Apostel gefallen, scheint es schwierig, daß ein in Einsamkeit lebender Fischer zu schreiben verstanden habe mit den leichten Wendungen, der Kraft, der Wahl der Wörter rc., die den Gelehrten Jerusalems so überzeugend erscheinen. Wie dem auch sei, die Bibelgesellschaft hat der Familie K. in Stockholm, welche die Befitzthümer des alten Kore erhält, den Preis von 20,000Livres, (500,000Frcs.)fürUeberlassung des Manuskripts geboten, aber die Familie K. will cs nicht verkaufen. Jedoch ist sie geneigt, der Gesellschaft das Recht der Vervielfältigung und der Uebersetzung zu gestatten. Die Brüder Abdhula in Constantinopel erbieten sich, eine photographische Darstelluug davon hcrzustellen. — Das ganze ist nichts als eine Fabel, welche sich die italienischen und französischen Blätter aufbinden ließen. Mit Recht veröffentlicht Prof. P. de Lagarde in Göttingen die Bemerkungen, daß ein Jude so leicht nicht Kore heißt; der Name Kore ist der Vulgata entnommen und identisch mit dem durch die Rotte Korahs bekannt gewordenen Korah Luthers; daß Sabaoth, die Bulgataform des protestantischen Zebaoth, nicht der Name einer hebräischen Zeitung sein kann; daß Petrus nicht hebräisch, sondern syrisch geschrieben haben würde; daß die Brittische Bibelgesellschaft, welche die Handschrift für zwanzigtausend Pfund gekauft haben soll, auf Anftage, ob irgend ein Schatten einer Beranlaffung zu solchem Gerichte vorlicge, am 26. Januar 1880 amtlich geantwortet hat, daß not tbe least foundation for tbis rumour sei. Wenn der „Sabaoth" wieder lügen will, wird er gut thnn, geschickter zu lügen. Die hiesige Lehrer- und Cantorstelle ist per 1. Oktober cur. zu besetzen. Satair pro anno Mark 1200, ohne Nebenverdienste. Qualis. Bewerber wolllen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse beim Unterzeichneten melden. — Unverheirathete werden bevorzugt. [5375] Salzkotte», in Westfalen, April 7880. Der Borstand der isralitischen Synagogen«, emeinde B. Bosenberg. In hiesiger Synagogen-Gemeinde ist die Lnktnsveamten.Stelle sofort zu besetzen. Der Geholt betrat 1000 Ml. Fixum, circa 650 Mk. Nebeneinkünfte. Geprüfte Religionslehrer, welche gleichzeitig Cantor u. Schachet sein muffen wollen sich unter Einsendung Ihrer Zeugniffe bei Unterzeichneten Borstand melden. Reisekosten werken nur dem Acceptirten vergütet. [4156] Bügenwalde. J. Borchardt, _Sy nazogen -Vorstand._ Zum 1. Juli a. c. ist die Stelle eines Kantors, Schächters und Rcligionslchrers vacant. Bewerbungen nebst Zeugnissen, Biographie, Familien - Berhältnisse sind an mich zu richten, Reisekosten werden nicht vergütet. Cöslin. [5376] _Wilhelm Jacob, Vorsteher. Ein junger Mann, der eine Ralschule I. Ord. bis Unter-Secunda incl. besucht und seit 23/4 Jahren in dem gemischten Waarengeschäfte sein. Vaters thätig ist, sucht per Mitte oder Ende Mai c. Stellung als angehender Commis, unter bescheidenen Ansprüchen behufs weiterer Ausbildung. Frc.-Offerten beliebe man unter J. II. postlagernd Lutzerath zu richten. [5354] Anzeigen. An der hiesigen jüdischen Gemeinde soll das Amt eines keligiouslvhrers, Kantors und Schächters am 1. Januar 1881 besetzt werden. Das Gehalt der Stelle beträgt a. 1000 Mark festes Gehalt, b. circa 9>>v Mark für das Schächten und c. 200 Mark in Gewährung freier Wohnung, eoent. einer ebenso hohen Miethsenlschädigung. Geeignete Bewerber wollen ihre desfallsigeu Meldungen unter Einreichung ihrer Zeugniffe bis 1. Juni cr. an den Unterzeichneten Borstand einsendcn. ]B. 4538] Guben, den 23. März 1880. Der llorkaail iler FyNLyogm-Kemrlmlr. KrzielmngsiiMkl anck Penlioa für Israel. Knaben in Nreslten. Noch einige Knaben, welche die hiesigen vorzüglichen Lehranstalten (Gymnasium, Realschule I. Ordnung, Äönigl. Polytechnikum u. Conservatorium, HöbereBürgerschule, Handels- Institut :c.) besuchen, finden beim Unterzeichneten sofortige Aufnahme, gewiffenhafte Pflege u. Ueberwachung, Nachhülfe in sämmtl. Gymnasialu. Realfächern. — Musikunterricht im Hanse nach Küllack'scher Methode. — Honorar mäßig. [B. 5271] Oberkautor A. AVoIfsohn, Dresden, Johannes-Strasse 7, an tcr Promenade. Gesucht wird per sofort oder spätestens l. Juli cr. ein unvcrheiratheter, auf einem Seminar ausgebildeter Religionslehrer, der gleichzeitig die Function eines Schächters u. Bor beters auszuüben hat. Fester Gehalt 1000 Mk. jährlich, nebst bestimmten Nebeneinkommen. Geeignete Bewerber wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten wenden. Zittan i S-, im April l*SO. [Air. 5382] Samuel Zülzer. Am 1. Juli d. I. wird die diesige Lehrer-, Schächter- und Korbeterstelle erledigt und soll wieder besetzt werden, geeignete Bewerber wollen sich daher bei dem Bo. stände melden, resp. ihre Zeugniffe einreichen. Das Einkommen beträgt außer freier Wohnung etwa 900 Mark jährlich. Storkow, den 18. April 1880. [8. 5327] Der jüdische Gemeinde-Vorstand. J. Friedemaim- Fran Therese liroiiau7s (Brftes juiCiftfies Töckikr-Penlioiiiü. Wiederaufnahme von Zöglingen. Gedie gene vielseitigste Ausbildung. ÄUerniäßigstcr Pensions-Preis. , [1639] Berlin, Thiergarten, Moltkestr. 4, I. Er. Kauselternkellek Zum i. Oktober d. I. soll an der Samsouschule die Hauselrernstelle, mit welcher Wohnung, Beheizung,Beleuchtung, Bedienung, Kost. Wäsche, freie ärztl. Behandlung. ein Gehalt von 9e0 Mk. und kl. Nebeneinkünfte verbunden sind, wieder besetzt werden. Bedingung: Gute Gesundheittüchtige Hausfrau; umsichtiger, möglichst musikalischer, Hausvater; gesetztes Aller; geringer Familienstand. Lehrerfamilien wollen sich mit genauester Angabe ihrer Verhältnisse resp. mir Zeugniffe» baldigst melden bei , [5094] Direktor Dr. Rajenstock in ZSokfenbüttek.