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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1880-04-13 · Heft 15 (13.4.1880) · p. Seite 237

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
44 (1880)
Issue
Heft 15 (13.4.1880)
Date
1880-04-13
Page
Seite 237 (sequence 13)
Language
German
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237 Aufsatz Treitschke's und eine judenfeindliche Paraphrase viel Vorbringen. Ganz unbedeutend ist die zweite aus Wien desselben in der New-Yorker Staatszeitung wieder ab, um (Selbstverlag): „Die Emaneipation der Juden in Rumänien eine Widerlegung Satz für Satz daran zu knüpfen. Es von W. Herzfeld." Es ist etwa ein kurz gesaßker Zeitungsgeschieht dies mit warmem Eifer, tiefer Ueberzeugung und! bericht über die jüngsten Borgänge in Rumänien mit einigen mit Sachkenntniß. Neues läßt sich hier allerdings nicht > Seiten blicken auf Deutschland. Keuilleton. ÄntipesfimiKische DenKsprüche. Bon L. f!»|>. (Fortsetzung.) Die Thräne in des Waisen Auge, Soll ich sie Licht, soll ich sie Schatten nennen? Ich sah an glänzend goldner Krone Nur schwarze Diamanten brennen; Ach, auf der Schönheit holdes Angesicht Den düstren Trauerflor gebreitet Und ihre edele Gestalt Vom Dornenstab geleitet. Des Reichthums Herr verschmachtend dürstet; Es stürzt der Mann, der jünst gefürstet! . . . * * ♦ Ta spricht der Thor: Seht, das ist Menschenglück; Leicht oder schwer erbaut, es bricht im Augenblick; Nur Schaum» nur Traum» gedacht» doch nicht erreicht, Was Du gefaßt, schnell wieder Dir entweicht! . . * + * Nein! nicht was Wenigen gelingt, Ist Glück, nicht wohin selten dringt Des toll verwegnen Steigers Fuß — Zu Macht und Ehr' und Ueberfluß . . . Was schaust Tu auf der Jungfrau Silberhorn, Auf Ortlers Grat, am jähen Absturz vorn? Wenn Dich der Nebeldunst nicht dicht umschmillt Und unerbittlich Alles Dir verhüllt — Schneestarre Höhen, wildes Eisgcklüft, Des Nordsturms grauenvolle Trift — Lauwinendonner cinz'ger Laut — Du schaust Natur, doch nur als Todesbraut! * * ♦ Des Glückes Furchen zog in alle Seelen Des Schöpfers Hand und streut den Samen ein» Und läßt Geschickes Sonnenschein Und warmen Regen nimmer fehlen — — Durch jede Brust die Liebe wallt, Bon jeder Lipp' ein Liedlein schallt, Der Arbeit und des Schapens Lust, Sie drückt in jede Hand den Strauß. Und mäßigen Gewinns bewußt, Geht froh der müde Mann nach Haus. Sei ehrlich, und Dir fehlt nicht Ehre: Des Wohlthuns Freude Dir gewähre; Mit klarem Sinn das Rechte finden Und an erkannte Wahrheit binden Kann jeder Geist in seiner Art, Und vorwärts geht's auf g'radcr Fahrt! . . . Allüberall auf allen Wegen Ersteht des Glückes Blüthensegen; In jedes Auge fällt sein Strahl, In jedes Ohr ertönt fein Schall, Rings um Dich glänzt's in allen Farben. In leichten und in schweren Garben — Verstehe nur es zu erfassen Und Dir vom Herzen nicht zu lassen! Willst Du was scheinen - - Sei es erst: Willst Du was meinen — Prüf' cs erst; Willst Tu was sprechen — Denk' zuvor; Verschließ den Mund, doch nicht das Ohr! Denn bist Du's nicht, und witlst's doch scheinen, Und prüfest nicht, und willst doch meinen. Und dachtest nicht, und willst doch sprechen — Wird sich dies Alles an Dir rächen — Nicht lange duldet man den Trug, Gestattet andren nicht den Lug! Doch bist Tu auch, was Tu willst scheinen, Und prüftest ernst, was Du mußt meinen. Und denkst zuvor, was Tn willst sprechen — Wirst jeden Widerstand Du brechen! (Forts» tzung svlgk^

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