Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 44 (1880)
- Issue
- Heft 11 (16.3.1880)
- Date
- 1880-03-16
- Page
- Seite 173 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/3224737-3227285-3227297--37898-3307080- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
17S Gelegenheit eines Falles, da ein jüdisches Kind im Jahre! 1744 gewaltsam getauft wurde, entschied die Kaiserin in Uebereinstimmung mit ihrem Vater Karl VI., daß die anm discretionis mit dem 14. Jahre beginnen sollen; wenn Kinder vor diesem Altar gewaltsam getauft werden, so sind sie ihren Altern zurückzugeben. Als jedoch im Jahre 1763 die Fälle sich häuften, daß jüdische Kinder gewaltsam getauft wurden, befahl sie den Gegenstand auf Grund der angeführten Bulle und Constitution zu untersuchen. Das Urtheil lautete (19. Januar 1765) dahin, dem Papste Benedict und anderen Schriftgelehrten beizustimmen, und wurde dieses Urtheil damit motivirt: „Wie man denn erst in den abgewichenen Jahren gewisse von Salzburg gebürtige Kinder unter dem siebenten Jahre ihres Alters in der Welt herumgeführt, welche in der Musik so erfahren gewesen, daß sie selbst componirt haben, wozu mehr als ein Judicium disereüonem erfordert wird!" Diese Kinder, von welchen hier die Rede ist, waren Wolsgang Amadeus Mozart und seine Schwester, mit welchen ihr Vater, als jene noch in ihrer Kindheit waren, Kunstreisen unteri nommen hatte. Ohne zu beachten, daß es sich hier um ein Genie handelte, das für gewöhnliche Menschenkinder nicht als Maßstab angenommen werden kann, acccptirtc die Kaiserin diese Anschauung. Und so wurde der kleine Mozart der Vater eines Gesetzes, welches bis zu Joseph II. in Geltung blieb, welcher im Jahre 1787 die Vernunstjahre mit der Vollendung des achtzehnten Lebensjahres iestsctzte. Vakanz tfcr fimforMp. In der Hanpt-Sqnagoge zu St. Petersburg ist das Cantoramt zu besetzen. Wir suchen einen musikalisch gebildeten, mit einer schönen und kräftigen Stimme begabten, in Choral-, sowie in althergebrachten Ritus- Gesängen geübten Cantor. Vertrautheit mir der hebräischen Gebetsprache und ein frommer jüdischer Lebenswandel sind unbedingt erforderlich. Das Jahresgehalt beträgt 1800 Rubel welches nach gesteigerter Leistungsfähigkeit erhöht werden soll nebst üblichen Ensolumenten. Qualif. Bewerber wollen ihre mir Berwendungszeugnisien belegten Gesuche, nebst einer kurzen,jedoch übersichtlichenBeschrerbung ihres Lebenslaufes bis längstens i. Mai 1880 an d. Gefertigten portofrei einzusendcn. Probevortrag erforderlich. Die Reiseauslagen werden nur dem Accrptirten vergüret. St. Petersburg, 31. Januar i«8o. |I3. 2595] Rabbiner Dr. A. Drabkin. Anzeigen. 2sr. Mädchcnpculionat I. Uang., dir. von Jl>"v Bettel heim, nee Fleischinaiin, i Dipl. u. ausgczeichn. v. d. Aeademie in Das Etabliyement liegt am Thore v. Paris. 131 Avenue d, 1. reine, Boulogne (Paris), la Ncser. u. Programm auf Wunsch. s492] Pensionat und höhere! Töchterschule j von Geschwister Sohernheim, j Bingen a ßh. [F. 1303] j Beginn des Sommerscmesters am 0. April.! Beste Referenzen, mäßige Bedingungen, > Prospecte auf Verlangen. j In mcrnem Krrcröerr-H^errsiorrcrt können noch einige Schüler Aufnahme finden. Nachhülfe in allen Gegenständen des höheren Schulfachs im Hause. Die besten Empfehlungen von Seiten des Herrn Professor vr. Graetz Hierselbst stehen zur Seite. Derselbe ist auch zu jeder Auskunft gern bereit Breslau, im frebruar 1880. [13r. 2306! Frau Dr. Wreschner, Alexanderstraße 16. Für mein Manufactur- und Confections-Geschäft suche ich per sofort oder später 1 Israel. Lehrling, 1 israel. Lehrmädchen unter sehr günstigen Bedingungen. Dortmund. [K. 3385] Jacob Levy. Höhere Schule u. Pensionat \ für Mädchen j geleitet von Frl. Kahn, unter Mitwirkung j des Professor JL. Kahn, I Brüssel 16 rue du Cornet. I Gründliche Bildung in Religion, Wissenschaft, Umgang, umfassenden Unterricht in den! neueren Sprachen, in Piano, Singen, Zeich-! nen:c. Gewiffenhafte Aufsicht. — Bedingungen; mäßig. Vorzügliche Referenzen.!988i]! Handels-Institut u. Pensionat j in Brüssel i Belgien) 348—350 Cliaus-; sec cFEttt'ibeek dem Thiergarten gegenüber, geleitet von Brot' L. Kahn.' Gediegene religiöse und wissenschaftliche; Bildung, raiches Erlcrucn der lebeuden Sprachen nnd Borbereimng zum einjährigen > Jrciwilligcndicnste. Besondere Elasseu für vorgerückte Jünglinge u. ipccielle Einrichtung z. 'chneUen Erlernung der französischen Sprache. — Beste Referenzen. [6583] Frau Therese GronatFs Erlies jüllillkes Tälkier-Pmiloiilll. Wiederaufnahme von Zöglingen. Gediegene vielseirrgste Ausbildung. Allermäßigster Pensions-Preis. [16:>0] Berlin, Thiergarten, Plolikestr. 4, I. Er. Die Priv.-Reaischuie zu Guntersblum a. Eh. bereitet Knaben für die höheren Klassen d. Gymnasiums, sowie f. d. Einjährigen-Tienst vor u. giebt den Mädchen d. Ausbildung wie d. höh. Töchterschule. Pensionäre finden srenndl. Ausnahme — Zurückgebliebene besondere Nachhülfe! Mäßiger Preis. ]28S7] F. Kanaan, Susanne Lauckan, Rektor. gepr. Lehrerin. S.srnrf. £rfirn. ^rziksuings-Iustiiui;u Pfunirstadt bei Darmstadt. Beginn des Sommerfeniesters am I2.2lpril d. I. — Prospectus und jede erwünschte Auskunft ertheilt ]3I64] Dr. Joel, Tirector. israelitisches l>tfäöd>en penßonaf Cöln Marsilstein 11- 13 Auf Verlangen Prospecte nnd die besten Referenzen [3112] Geschwister Moses. Ein Canditat derMathematik u. neueren Sprachen, der gleich nach Ostern sein Examen absolvirt hat, sucht zum 15. Apr. oder 1. Mai ds. I. Stellung als Lehrer an einer Schule oder als Hauslehrer. Zeugnisse und Empfehlungen stehen zu Gebote. [3096J Gefl. Offerten werden unter Chiffre A. B. chp 3096 von der Ann.-Exp. v. Bittloir Zlosse in Leipzig befördert. CGT; ttrfu» pkr Anfangs April eine perfecte , UUJv Köchin. Nur solche wollen sich melden, die gute Zeugniffe nachznweisen haben. Elberfeld, im März 1880. )3I90] Frau Helene TVej'l, Hosaue 66.