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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1880-03-09 · Heft 10 (9.3.1880) · p. Seite 157

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
44 (1880)
Issue
Heft 10 (9.3.1880)
Date
1880-03-09
Page
Seite 157 (sequence 13)
Language
German
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157 Das Meer, so weit es seine Wellen hügelt. Die Erd' umbrandet und sich grollend bricht. Es kann des Tropfens nicht entbehren, Mit Tropfen füllt es alle seine Leeren! * * * Du möchtest, daß Dein Name Bon späten Enkeln segnend sei gekannt. Und nach Aeonen noch Getragen sei von Land zu Land — — Dein Name — ja, das ist ein Bild, Das sich der Enkel selbst zu rechte fügt, Mit Lichtern heut', mit Schatten bald erfüllt. Verklärt, verzerrt, wie's ihm im Sinne liegt - Du bist es nicht und Dich berührt cs nicht, Der längst entschwebte zu des Jenseits Licht! * * * Die That, o Freund, das Werk nur ist das Heil, Sei glücklich ward Dir solch ein Theil — Ist dann Dein Name dieses Werkes Träger, Ist er es nicht — Du warst des Besten Pfleger! Du hast's vollbracht und Dir ist cs gelungen, Sei glücklich — Du hast gut gerungen! * * * Du forschest, und Du find'st nicht aus Solch' eine That in Deines Lebens Tagen? Nichts siehest Du aus ihnen ragen, Was, kaum gescheh'n nicht schon vorbei und aus Nun wohl, die That ist's nicht, es ist das Thun, Das ruhig schaffend geht von Tag zu Tag Und willenskräftig wirkt, was cs vermag, Das ist genug — Du kannst nun ruh'n! Sprich, preist Du die Natur, i Wenn sie in wilder Elemente Tanz Vom Haupt sich reißt den blüthenvollcn Kranz, Wenn sie mit Trümmern deckt die reiche Flur,! Giganten weckt, die drunten schliefen, Die Flammen schleudernd aus des Berges Tiefen, Wenn sie den Erdball wie im Grimm zerschlägt Und seine Stücke durch die Räume trägt? Nein, nein — Du preist sie nicht — Du rühmst vielmehr Die Blume, die im stillen Thale blüht, Des Zephyrs Hauch, der durch die Wipfel zieht. Den goldnen Strahl, der durch die Blätter zittert, Das Böglein, das die nackten Küchlein füttert, Ten jungen Morgen, der das Gras bethaut, Mit lachend heitrem Aug' die Welt beschaut, Den reichen Herbst, der Purpurtrauben reift. Im Welken noch das Laub mit Farben streift — 0 wundersam verschlungnes Netz Bon Anmuth, Schönheit, Ordnung und Gesetz — — Ties sei Dein Vorbild, Mensch in allen Zügen: Sei glücklich — im Genügen! (Forts, folgt.) Vakanz ller - - - In der Haupt-Synagoge zu St. Petersburg ist das Cantoramt zu besetzen. Wir suchen einen musikalisch gebildeten, mit einer schönen und kräftigen Stimme begabten, in Choral-, sowie in althergebrachten Ritus- Gesängen geübten Cantor. Vertrautheit mit der hebräischen Gebetsprache und ein frommer jüdischer Lebenswandel sind unbedingt erforderlich. Das Jahresgehalt beträgt 1800 Rubel welches nach gesteigerter Leistungsfähigkeit erhöht werden soll nebst üblichen Ensolumenten. Qualif. Bewerber wollen ihre mit Berwendungszeugniffen belegten Gesuche, nebst ei ner kurzen, j edoch übersi chtlichenBesch reibung ihres Lebenslaufes bis längstens l. Mai 1880 an d. Gefertigten portofrei einzusenden. Probevortrag erforderlich. Die Reiseauslagen werden nur dem Acceptirten vergütet. St. Petersburg. 31. Januar 1880. fB. 2595] Rabbiner Dr. A. Drabkiu. ein wohlerzogenes Mädchen, — Jsraelitin, Waise, 16 Jahr, — von angenehmen Aeußeren, wird eine Stelle in einem Geschäft gesucht. [-24171 8. Valk, Firma J. M. Valk Söhne, Emden. Anzeigen. Die Stelle eines unverheiratheten Elementarlehrcrs, Borbeters u. Schächters der hiesigen Gemeinde wird mit dem 1. Mai dieses Jahres vacant. Das Gehalt beträgt 1000 Mark nebst freier Wohnung und Feuerung. Es wird noch bemerkt, daß der betreffende Bewerber nur circa 12 Schüler zu unterrichten hat. ]’2010] Wittmund. Der Gemeiude-Borstand: Al. Neumark. II. Donner. In meinem Knclben-^enfrorrctt können noch einige Schüler Aufnahme finden. Nachhülfe in allen Gegenständen des höheren Schulfachs im Hause. Die besten Empfehlungen von Seiten de- Herrn Profeffor Dr. Graetz Hierselbst stehen zur Seite. Derselbe ist auch zu jeder Auskunft gern bereit. Breslau, im Februar 1880. [Br. 2306) krau Dr. Wreschner, Alexanderstraße 16. _ Für mein Posamentier-, Kurz- und 1 Weisswaaren-, en gros- und en detail- Geschäst suche ich zum 1. April cr. bei freier Station einen Lehrling mit tüchtigen Schulkenntnissen. Frankfurt a Oder. J- Ixluch. Kasan. <Tötfifer=Penfionaf, Breslau, Gartenstrasse 20 1. Unser seit siebzehn Jahren bewährtes Pensionat ist zur Aufnahme neuer Zöglinge jeden Alters bereit. Vorzügliche körperliche u. geistige Pflege. Heranbildung für das höhere gesellschafrl. wie für das pract. Häusl. Leben. Gründl. Unterricht in Wissenschaften, Musik u. Sprachen. Eine Französin, die lange in England gelebt ist im Hause. [1361 [ 3sr. Mä-chcnpknlionat I. Lang., dir. von Ll"»« BettelUeim, nee Fleischmann, Dipl u ausgezeichn. v. d. Academie in Paris. Das Etablissement liegt am Thore v. Paris. 131 Avenue d. I. reine, Boulogne (Paris), la Refer. u. Programm auf Wunsch. [49 2] Pensionat und höhere Töchterschule von Geschwister Sobernheim, Bingen a Rh. [F. 13o:>] Beginn des Sommersemesters am H. April. Beste Referenzen, mäßige Bedingungen, Prospekte auf Verlangen.

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