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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1880-02-10 · Heft 6 (10.2.1880) · p. Seite 90

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
44 (1880)
Issue
Heft 6 (10.2.1880)
Date
1880-02-10
Page
Seite 90 (sequence 10)
Language
German
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90 deshalb den Auftrag, den Mann bis nach Gr.-Geöcz zu eskor-1 bat die Debatte über die jüngsten Straßenaufläufe in Pest irren. Dort wurde derselbe dem Richter übergeben, damit dieser! benutzt, um seine hergebrachte Philippika herzusagen. Er wurde die weitere Transportirung veranlasse. Zwei, mit Heugabelnj — ausgelacht, zur Ordnung gerufen und vom Abg. Madarüß, und Revolver bewaffnete Bauern übernahmen diese Mission,! so wie vom Ministerpräsidenten Tiffa gehörig abgesührt. was gewiß mit keinerlei Gefahr verbunden war, denn der arme; Ungarn ist nicht das Land der „Judenhetzen". (Das Nähere Jude dachte an alles Andere, nur nicht ans Entwischen. Es in nächster Nummer. Redact.) sollte jedoch anders kommen. Der Jude war bigott und wollte ■ am Samstag keine Fußreise machen, weil dies gegen seine Religionsgebräuche verstoße, und bat deshalb seine Begleiter, ihn einen Tag ausrasten zu laffen, wozu sich jedoch die Bauern j nicht verstehen wollten. Endlich setzte sich der Jude mitten j aus der Straße nieder und erklärte, daß er um keinen Preis: einen Schritt weiter gehen werde und sollte man ihn gleich Frankreich. Paris, 15. Januar. (Privatmitth.) Unter diesem Datum versendet das Centralcomite der Alliance israel. univ-. ein Circulair, in welchem zu Subscriptionen behufs Gründung von Schulen in Jerusalem aufgesordert wird. Möge auf der Stelle tödten. Die Bauern erhoben nun ihre Heu-- dieser neue Versuch mehr Erfolg haben, als die bis jetzt gegabeln und hauten blindlings auf den Annen los, um ihm j malten von Knaben-, Mädchen und Handwerksschulen von diese Bigotterie aus dem Leibe zu schlagen. Der Jude ertrug j Montesiore, Rothschild und Lämmel (Frankl)! Das Circulair Alles geduldig, ohne sich von der Stelle zu rühren. Erst als! lautet in deutscher Uebersetzung: einer der Bauern den Revolver erhob und die Mündung des-! „Das Centralcomite der Alliance israel ite universelle selben gegen die Brust des Juden hielt, sprang dieser auf und j eröffnet eine Subscription zur Gründung einer Knaben- und versuchte es, ihm die Waffe zu entreißen. Es entwickelte sich 1 einer Mädchenschule in Jerusalem. nun ein förmlicher Kampf zwischen den Beiden, wobei der! Dieses Werk, von dem wir immer wieder wegen der andere Bauer lachend den Zuschauer bildete. In der Hitze des . besonderen damit verbundenen Schwierigkeiten abstanden, könnte Gefechtes schlug der Bauer mit dem Revolver unbarmherzig jetzt mit Aussicht auf Erfolg unternommen werden und würde auf den Kopf des Juden los, bis plötzlich die Waffe sich von! sowohl bei den Consuln, wie vielleicht bei einem Theile der selbst entlud und die Kugel den seitwärts stehenden zweiten; israelitischen Bevölkerung eine ungewöhnliche Unterstützung Bauer traf. Erschrocken hielten die Beiden inne und sahen l nun, daß dem armen Bauer die Kugel in den Unterleib gedrungen war. Der unwillkürliche Mörder eilte nun ins nächste Dorf, um Hilfe herbeizurufen und ließ den Juden sammt dem Angeschoffenen auf der Straße zurück. Als derselbe eine Stunde später in Begleitung mehrerer Männer wieder an den Schauplatz der blutigen That kam, fand er den Bauer als Leiche, den Juden aber stark verwundet und bewußtlos. Als der Letztere wieder zur Besinnung kam, erzählte er, daß der Schwerverwundete in seiner Wuth sich auf ihn gestürzt habe, um ihn, als die Ursache seiner Verwundung, zu erschlagen und habe dies seinen Tod beschleunigt. Der schwerverwundete Jude durch Wohlwollen und Sympathie finden. An diese Schule würden sich später Anstalten für Handwerkerlehrlinge und Waisen anschließen, sie würden der Ausgangspunkt unserer Thätigkeit in Jerusalem werden, aus der die jüdischen Handwerker, die zukünftigen Zöglinge der Ackerbauschule in Jaffa recrutirt würden. Die Ausgaben für diese Institution oder diejenigen, die noch später in Jerusalem oder in anderen Städten Palästinas gegründet werden könnten, werden bebedeutend sein, und das ist der schwierige Punkt. Wir dürfen nicht hoffen, daß es uns gelingen würde, die umfangreichen Gaben für uns zu gewinnen, welche jährlich von Rußland, Marokko, Algerien, ja selbst von unseren westlichen Ländern wurde hierauf nach Beregßäß übergeführt, wo er sich gegenwärtig > in dieses Land geschickt werden. Uebrigens kann die Chalucca, im Spital befindet, um dann dem Criminalgerichte übergeben die in gewisser Hinsicht die wahre und einzige Geißel des zu werden. Pest, 27. Januar. (Privatmitth.) Der im November v. I. urgirte Bericht über den jüdischen Schulfond und die auf denselben bezüglichen Petitionen wurde in der gestrigen palästinensischen Judenthums ist, nur nach und nach unterdrückt werden und wenn die neuen Generationen, welche durch eine bessere Erziehung ein ausgebildeteres Gefühl für Würde erhalten haben und Dank der Ausbildung zum selbstständigen Sitzung der Petitions-Commission von dem Referenten vr. Vecfey Unterhalte, sei es zur Landwirthschaft oder zum Handel, erstattet. Eine den Sachverhalt erläuternde Ueberficht wurde! andere Subsistenzmittel besitzen, von selbst verweigern werden, an die Ausschußmitglieder vertheilt und zugleich ausgesprochen,! von Almosen zu leben, durch die sie zum Müssiggang und daß die Commission die Angelegenheit in ihrer nächsten Sitzung j zur Faulheit getrieben werden. Alle unsere Bemühungen vornehmen werde. z müssen dahin zielen, dieses Resultat herbeizuführen, und die Pest, 29. Januar. (Privatmitth.) Der bekannte Abg.! Errichtung einer guten Schule in Jerusalem, wo man zu Jsteczy, der an der fixen Idee der Judenverfolgung leidet,! seiner Verwunderung keine derartige jüdische Institution neben

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