Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 44 (1880)
- Issue
- Heft 2 (13.1.1880)
- Date
- 1880-01-13
- Page
- Seite 29 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3224737-3227285-3227288--37745-3306912- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
29 einen beträchtlichen Anfang, der bei den für die Juden noch so ungünstigen Umständen nach unserem Bedünken für die Juden und deren militärische Befähigung ein sehr vortbeil- Haftes Zeugniß abgiebt. Aus diesen Umständen ergiebt sich auch, daß die Zahl von 83 eisernen Kreuzen, welche wir aufführen konnten, und daß davon 35 auf Aerzte kommen, keine unbeträchtliche ist. Von den jüdischen Aerzten ist also fast! die Hälfte decorirt worden." Es folgen nun in dem „Gedenkbuch" sämmtliche Namensverzeichnifse. Das Resultat im Ganzen ist: daß wir aus 464 Ortschaften 2531 Soldaten jüdischer Religion nach Ort, Familien- und Vornamen, Waffe und Regiment ausführen konnten. Da nun in mehr als 1S50 Ortschaften in Deutschland nicht blos Juden wohnen, sondern constituir.te Gemeinden bestehen, so ergiebt sich, daß in dendeutschenHeeren 1870 mehr als 10,000 Juden dienten, bei welcher Angabe die Zahl sicher zu tief gegriffen ist, da, wie wir oben angegeben, wir gerade aus vielen größeren Gemeinden Verj zeichnisse nicht erhalten konnten. Möge an diesem einen Bei-! spiel wiederum erwiesen sein, welche unbegründete Verdächtigungen sich die Gegner in ihrem blinden Haffe und in ihrem machiavellistischen Plänen sich erlauben! Anzeigen. TilflOyifP sind ausschliesslich an die Annoncenexpedition von Rudolf ■ Rosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin, Breslau. Chemnitz, Cöln aRh., Dresden, Frankfurt a R., Halle a S., Hamburg, London, Hagde* bürg, Manchen, Nürnberg, Paris, Prag, Strassburg i E., Wien, Zürich zu adressiren. ItrkieiiiitiuiU'luins; Anstellung eines Rabbiners für den Rabbinatsbezirk Kaiserslautern betr. Die Rabbinerstelle für den Rabbinatsbezirk Kaiserslautern, umfaffend die israelitischen Cultusgemeinden der k Bezirksämter Kaiserslauiern, Kirekkeimbolamlen und Kassel, ist durch den Tod des seitherigen Rabbiners in Erledigung gekommen und soll nunmehr wieder besetzt werden. I. Der Rabbiner hat seinen Wohnsitz in der Stadt Kaiserslautern zu nehmen. 11. Ter Rabbiner hat die Pflicht, jede israelitische Cultusgemeinde einmal im Jahre zu besuchen, eine Prüfung der Kinder im Religionsunterrichte vorzunehmen und Gottesdienst mit Predigt abzuhalten, wozu nur die Sabbath- und Festtage zu verwenden sind. 111. Der jährliche sixe Gehalt des Rabbiners beträgt. .200ü. — wozu durch die israelitische Cultusgemeinde Kaiserslautern eine besondere jährliche Zulage von . . „ 200. — bewilligt ist. Außerdem bezieht der Rabbiner einen jährlichen Zuschuß aus der Staatscaffe von . . . . „ 54<>. — auf welchen derselbe jedoch nur so lange Anspruch hat, als die Mittel zu solchen Zuschüßen gewährt werden. ____________ Summa . 2740. - - I V. Zu den vorbemerkten Bezügen kommen noch die durch bestehende Verordnung festgesetzten Casualien, welche sich aus 1000 Mark und mehr belaufen können. Bewerber um die Rabbinerstelle haben ihre Gesuche sammt Zeugniffen sofort bei dem kgl. Bezirksamte Kaiserslautern einzureichen. Kaiserslautern, den 0. December 1870. Für die Delegirten der israel. Ciiltusgemeiiuleii des Geriehtsüezirks Kaiserslautern Joseph Kehr. (F. 13534) Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde daselbst. Die Cantor-, Schächter- und Religions- In unserer streng orthodoxen Gemeinde ist die Rabbinerlehreristelle in Seetow Reg.-Bez. Fankfurt aO. stelle zum 1. April 1880 neu zu besetzen. Verbunden mit der ist zum 15. Mär; 1880 anderweitig zu besetzen, das Verwaltung des Rabbinats ist die Leitung und Mitwirkung Gehalt beträgt 525 Mark, freie Wohnung und an der Religionsschule, deren Förderung eine der Hauptpslichten kleines Gärtchen. Nach Angabe des bisherigen In-,des Rabbiners sein soll. Das Einkommen beträgt an sirirtem Habers, welcher die Stelle circa 30 Jahr inne Gehalte 2400 Mark, an diversen Nebeneinkünften etwa hatte, und jetzt auf Veranlassung seiner Kinder! 1000 Mark jährlich. ("H. 138*9) nach Amerika auswändert, betragen die Nebcnein- Dieldungen unter Beifügung eines cnrriculum vitae unb künfte 400 Mark jährlich, die hierauf Reslectirender Zeugnisse sind bis zum 20. Januar einzureichen, den wollen sich beim Vorstand der Synagogen-' Wreschen, Provinz Posen, den 16. December 1870. gemeinde zu Seetow schriftlich melden. (13625) Der Vorstand der Synagogen Gemeinde.