Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1878-10-29 · Heft 44 (29.10.1878) · p. Seite 702

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
42 (1878)
Issue
Heft 44 (29.10.1878)
Date
1878-10-29
Page
Seite 702 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3224737-3227177-3227222--36662-3306727
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

702 üuf dieses jüdische Institut ein wachsames Auge zu haben, | daß daraus kein Nachtheil oder Mißbrauch entsteht. Und dazu würde ich den Candidatum Thiele in Vorschlag bringen, weil derselbe der jüdischen Sachen und Sprachen vollkommen kundig ist. 5) Die Thoralehrer müßten jedesmal von ihren zu haltenden Lectionen ein richtiges Verzeichniß Key der Universität eingeben, damit dieselbe von dem, was ein jeder derselben lehren wolle, Wiffenschast habe, um darnach einen jeden in feinen Schranken zu halten, und die etwa unter ihnen der Lectionen halber entstehenden Streitigkeiten gehörig behlegen zu können. Und würde der Universität Gutfinden zu überlaffen sehn, ob sie diese jüdische Lectionen ihrem jedesmaligen Catalogo der Lesestunden unter dem Titel: Lectionen der jüdischen Thoraschule, als einen Anhang beifügen, oder den Thoralehrern freh laffen wolle, solche für sich besonders durch den Druck anzuzeigen. Diesemnach würde es nicht nöthig sein, noch erst eine nähere Bestimmung von der Judenschast zu fordern, was sie eigentlich durch Thoralehre meyne; um so weniger, da es ja der Universität genugsam bekannt sein muß, daß damit keine andere als die sogenannte Rabbinische oder Talmudische Gelehrsamkeit gemeint sein könne. Jedoch wünschte ich, daß denen anzusetzenden jüdischen Lehrern nicht vergönnt werden möge, Lectionen in dem Cabbalistischen Unsinn zu geben, weil durch die ganze so genannte Cabbala der Kopf der Christen sowohl als der Juden nur verrückt, und zu allem, was gesunder Verstand heißt, ungeschickt gemacht wird. 6) Diejenigen jüdischen Schüler, welch« die Collegia der christlichen Profefforen, in welch' einer Wiffenschast es sei, besuchen wollen, müffen sich deshalb bei dem zeitigen Rector melden und sich gehörig inscribiren laffen. Dagegen aber müßte auch den christlichen Studiosis unverboten sehn, jüdische Lehrer, wenn sie solches zur Erlernung der hebräischen Sprache nützlich fänden, zu hören. Die Collegia der christlichen Profefforen würden deswegen nicht unbesucht bleiben, weil doch stuckiosi Theologiae, wenn sie was rechtschaffenes lernen wollen, der Kritik in der Philologia sacra nicht entbehren können, darin aber die mehresten jüdischen Lehrer sehr unerfahren sind. (Schluß folgt.) Anzeigen. sind ausschliesslich an die Annoncen-Expeditionvon Rudolf ■ ENiVy Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin, Breslau, Chemnitz, Coln a Rh., Frankfurt a[XL etc. zu adressiren. Berlin G. Zimmer y.Jf.l .50 an Hdtel de Saxe _Omnibus am Bahnhof._!! Kunst-Stickereien!! Bnrgstrasse Nr.20 neben der Börse. (B. 3196) in Gold, Silber, Seide rc. für Synagogen, Vereine u. s. w. fertigt höchst elegant und kunstvoll Frau Rosalie Reiter, erste Handarb.-Lehrerin der jüd. Industrie-Schule, Rreslau, Unterbär I. Allerhöchste Anerkennung, sowie Prima-Referenzen und Zeugniffe über gelieferte Arbeiten zu Diensten. (Br. 8400) In der Gemeinde Mingolsheim (Baden) ist die I Stelle^ eines Religionslehrers, Vorsängers nnd Schächters bald zu besetzen. Das Einkommen beträgt neben freier Wohnung 1000 Mark jährlich. Unverheirathete Bewerber wollen ihre Gesuche und Zeugniffe an den Unterzeichneten richten. ,8825) Bruchsal, den 10. Oct. 1878. Dr. J. Eschelbacher, _ In der hiesigen Synagogen-Gemeinde wird die, Lehrerstelle am 1. Januar 1879 vacant. Festes Gehalt beträgt jährlich 1200 Mk., steigend bis 1500 Mk. Qualisicirte Bewerber wollen sich baldigst an den Unterzeichneten wenden. Leer, den 12. October 1878. Der Schulvorstand (B. 9073) Julius Visser. S»mMe in ffolfenMttel In Folge des plötzlichen Ablebens unseres Hausvaters soll möglichst sofort ein unverheiratheter, bewährter Elementarlehrer angestellt werden, welcher die Functionen des Haus- I Vaters u. das Sekretäriat mit übernimmt. Derselbe soll min- > bestens 30 Jahre alt und gut «rnstkalisch sein. Rei munoration: Wohnung,. vollständig freie Station incl. Wäsche und ca. 900 M. Gehalt. Meldungen mit ausreich. Zeugniffen u. Ang. des event. Antrittes erbittet baldigst (8979) Director Dr. Rosenstocfe. I Ein wiffensch. geb. und geprüft. Lehrer, Cantor und Prediger sucht sofort eine Gemeinde- oder Hauslehrer-! stelle. Offerten an Rudolf JXLosse, Leipzig sub |j. M. 8980. (8980)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.