Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 42 (1878)
- Issue
- Heft 42 (15.10.1878)
- Date
- 1878-10-15
- Page
- Seite 669 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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669 selbst namhafte Talmud-Gelehrte aufzuweisen hatten, der andere der oben erwähnten Bestandtheile. erscheinen die Wlachen, die aus romanisirten Volkstheilen in Thrakien und Makedonien, im Pindos-Gebirge und in Epirus erwuchsen ff. — Gegenwärtig finden sich Juden am zahlreichsten auf den Jonischen Inseln und in der Stadt Theben, dem jetzigen Thiva, einer fteilich unbedeutenden Stadt, die jedoch bei ihrer Lage in einer fruchtbaren Landschaft eine Zukunft hat. Als freunde sei. Er freut sich, daß Jost „sich für das schöne humanitäre Projekt Bernhardin de St. Pierre's, Micha's und Jesaja's interesfire." Er fährt fort: „Ich erstaune nur, daß es Ihnen entgangen ist, daß die Propheten, indem sie vom Gerichtshof des allgemeinen Friedens sprechen, nur der Völker und Nationen, nicht aber der Fürsten und der Könige erwähnen: roten 72 vfn ron p essn1) „Dies will sagen, daß, so lange es Könige geben wird, man nicht an den allgemeinen Frieden denken dürfe. Was mich anbetrifft, ich war immer und werde immer sein ein großer Freund der monarchischen Regierung. Aber ich glaube, daß, wenn die Monarchie eine Nothwendigkeit für das menschliche Geschlecht ist, der Krieg es ebenso ist, und daß es nur eine Utopie ist, den allgemeinen Frieden von der vollständigen Regeneration der Gesellschaft zu wollen." — So geistreich es sein mag, in obiger Weise den Prophetenspruch auszulegen, so ist doch nichts gefährlicher als aus dem, was die h. Schrift nicht sagt, einen bestimmten Gedanken oder Zweck heraus! lesen zu wollen. Hiervor muß man sich wahren. 1) Es heißt nämlich Jesajas 2, 4; Micha 4, 3: „Dann wird er richten zwischen den Nationen, schiedsrichten vielen Völkern." Civilstand der Israeliten in Algerien. Ueber den Civilstand der naturalisirten Algerischen Israeliten während des Jahres 1877 bringen die Arch. isr. folgende Notizen: Die Zahl der im Jahre 1877 durch die naturalisirten Israeliten geschloffenen Ehen beläuft sich auf 333, und zwar 328 zwischen Juden und Jüdinnen, 3 zwischen Juden und Christinnen und 2 zwischen Christen und Jüdinnen. Eingetragen wurden 18 Geburten: 959 Knaben und 841 Mädchen. Die Zahl der Todesfälle war 1188, wovon 176 Männer, 175 Frauen, 451 Knaben und 386' Mädchen. Die Geburten übertrafen daher die Todesfälle um 612. Es waren also 66 Todesfälle auf 100 Geburten, während bei der Bevölkerung im Allgemeinen ausschließlich des Militärstandes 85 Todesfälle auf 100 Geburten kommen. Bekanntlich wiederholt sich diese Erscheinung, welche die durch- Eine russische Soldatentasche, schmttlich- L-bm-d-ueb-i den Juden Niel höher stellt, als! Antollce isr. unh.. --hielt jüngst einig- Curwsttnte» b°, anderen Ballerstamme» ,n v.elen anderen Landern. Schauplatz des «rkUch-ruifischen Kriege«. Darunter de- __! fand sich eine Art Sack, gefunden bei einem russischen Soli baten. Dieser Sack war aus dem Pergament einer Thora-! rolle gefertigt, die wahrscheinlich bei der Plünderung einer Die Friedensgesellschaft und Jesajas. ' Synagoge geraubt worden. Die Schrift befand sich auf der Die „Freunde des Friedens" halten wieder einmal einen Innenseite und ist noch sehr lesbar, obgleich das Pergament Congreß in Paris. Sicherlich ist die Ausdauer dieser Männer; durch den Gebrauch schmutzig und braun geworden. Da der bei den geringen Aussichten, die ihr Werk besitzt, anzuerkennen. Sack mit Sorgfalt bereitet war, muß man voraussetzen, daß Sie fahren fort, Resolutionen zu discutiren und zu beschließen, eine ganze Zahl von Thorarollen geraubt und an Fabrikanten während die thatsächlichen Begebenheiten das gerade Gegenverkauft wurde, die sie auf drese Weise verwendeten. (Arch.) theil bekunden. So beschloffen sie in der zweiten Sitzung eine i»*r.) Reihe von Resolutionen, deren erste lautet: 1) „daß es die - Pflicht der Regierungen und Völker ist, andere mit der Vernunft, Gerechtigkeit und Religion in befferem Einklänge' stehende Mittel zur Lösung der Schwierigkeiten aufzusuchen> Hierbei fiel uns ein Brief. S. D. Luzzatto's an Jost vom 9. August. 1850 ein, den wir in den jüngst besprochenen Auszügen aus Luzzatto's Briefwechsel gelesen. Wir bemerken voraus, daß L. stets sehr monarchisch gesinnt war und namentlich Neigung für Oesterreich hegte. Er hatte seit zwei Jahren nichts von Jost gehört und nun in einer Zeitung gelesen, daß derselbe Mitglied des Comitös für den Congreß der Friedens- Mensch und Affe. In der letzten Anthropologen-Versammlung in Kiel, -14. Aug., wies Virchow auf große Schädelbilder der anthropoiden Affen eines Microcephalus und einer Australierin hin, um den großen Abstand zu zeigen, der noch das höchste Thier vom niedrigsten Menschen trennt.'