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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1878-10-08 · Heft 41 (8.10.1878) · p. Seite 653

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
42 (1878)
Issue
Heft 41 (8.10.1878)
Date
1878-10-08
Page
Seite 653 (sequence 13)
Language
German
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653 und besten Freundin gesetztes Denkmal. Diese schon oben erwähnte Freundin, Frau Lina Davidson in Berlin, eine geistes- und charakterstarke scharfausgeprägte Persönlichkeit, eine der Rahel Levin ähnliche Natur, wie denn auch ihre Briefe mit denen der Rahel häufig verglichen werden, war von der frühesten Jugend bis zum Tode mit Frau Rahel Meyer durch ein so inniges Freundschastsband verbunden, wie es unter Männern selten, unter Frauen noch viel seltener vorkommt. ermunterte. Ihr selbst fehlte die eigentlich bildende Gestaltungskraft; sie liebte es, ihre Gedanken und Gefühle in kurzen aphoristischen Sätzen auszudrücken, und viele dieser kernigen geistblitzenden Aussprüche wurden von der Meyer in ihre Schriften aufgeiwmmen. Den Charakter und die Persönlichkeit der Frau Davidson bringt der Roman in der Gestalt der Pauline zur Darstellung. „In Banden frei" ist eine interessante Charakterstudie auf culturhistorischem Hintergründe. Die Lebensgeschichte eines jungen Mädchens aus jüdischer Familie gestaltet sich zu einer lebendigen Illustration des Auffschwungs, den die Juden nach allen Richtungen moderner Bildung hin seit dem letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts genommen haben; es wird der Nachweis geführt, daß ein ganz treues Festhalten an den sten Anforderungen des politischen und socialen Lebens bringt. In der Schilderung vieler psychologisch interessanter Vorgänge liegt der Schwerpunkt dieses Romans, welcher 186t) in dem erwähnten „Institute zur Förderung der israelitischen SiteTatur" und gleichzeitig in einer Separat-Ausgabe (Berlin) veröffentlicht wurde. Die letzten Jahre ihres Lebens weilte Frau Rahel Meyer in Berlin, im Kreise ihrer dort verheiratheten Töchter, zwei Sie war es, welche Rahel früh zum Schriftstellern i hochgebildeter Frauen, und ihrer Enkel, und im lebhaften Verkehr mit vielen Schriftstellern und bedeutenden Persönlichkeiten; Mundt, Luise Mühlbach, Mügge, Gutzkow, Zunz, Bernstein, Redacteur der „Volkszeitung", Redacteur des „Magazin für die Literatur standen mit ihr im regen Briefwechsel oder Hause ein und aus. Rahel Meyer verschied in Berlin den 8. Februar 187-1. Bis zu den letzten Tagen hatte ste ein lebhaftes Jntereffe für alles Schöne, die wärmste Theilnahme für alle humanen Bestrebungen der Zeit und trotz ihrer idealen Richtung einen gesunden praktischen Sinn verbunden mit großer Verehrung und Anerkennung praktisch-tüchtiger Leistungen. Um auch in ihren Enkeln diesen Sinn zu Wecken, schrieb ste kurz vor ihrem Tode eine biographische Darstellung des Entwickelungsganges I. Lehfeld, der des Auslandes", gingen in ihrem Ueberlieferungen des Alten Bundes die Bekenner deffelben in j des bekannten englischen Technikers und Erfinders Stephenkeiner Beziehung in irgendwelchen Widerspruch mit den höch-'son, ein Werk, das wohl noch im Druck erscheinen wird. Anzeigen. Tlisind ausschliesslich an die Annoncen-Expeditionvon Rudolf RlIWC/i mmmmls Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin, Breslau, Chemnitz, Coln a/Rh., Frankfurt a/M. etc. zu adressiren. “13 D Berlin G. Zimmer v. .M. 1.50 an Hötel de Saxe Omnibus am Bahnhof. Burgstrasse Nr. 20 neben der Börse. (B. 3196)!! Kunst-Stl ckereien!! in Gold, Silber, Seide rc. für Synagogen, Vereine u. s. w. fertigt höchst elegant und kunstvoll Frau Rosalie Reiter, erste Handarb.-Lehrerin der jüd. Industrie-Schule, JBreslau, Unterbär 1. Allerhöchste Anerkennung, sowie Prima-Referenzen und Zeugnifie über gelieferte Arbeiten zu Diensten. (Br. 8400) Das Israelitische Gemeinde- und Familienblatt" beginnt mit dem l. Octbr. cr. das 4. Quartal d. I. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen für 1 .und alle Postämter für 1 .M 25 Pf. entgegen. Inserate 20 Pf. die 3spalt. Petit-Zeile oder deren Raum, i_ JSrilon» (B. 8238) Die Expedition. Die hiesige Gleinentarlehrer- und Cantor- Stelle, welche mit einem fixen Gehalte von Ji 1200 verbunden ist, soll zum Herbst wieder besetzt werden, und wollen qualificirte, unverheirathete Bewerber ihre Zeugniffe an den Unterzeichneten Synagogen-Vorsteher einsenden. Werl9 im September 1878. (K. 7964) A. Steinfeld. Ein junger Lehrer und Schächter wird zu sofort verlangt von Nuntius Albu, Stettin, Rosengarten 65. (B.jBU67) Ein Sohn braver Eltern, mit guten Schulkenntnifsen, kann in meinem Hause als Lehrling placirt werden. Oberhausen, Regbzk Düsseldorf. Moritz Bein, (8269) vormals (xebr. Bein. Manufactnr- und ConfectiouS-Geschäft.

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