Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 42 (1878)
- Issue
- Heft 40 (1.10.1878)
- Date
- 1878-10-01
- Page
- Seite 637 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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637 beharrliches Schweigen zu hüllen und geduldig die Lösung des' Räthsels abzuwarten. — Endlich an der Ecke einer Straße hieß er mich den Weg einschlagen, der zur Dnieprbrücke führt. Ich leistete natürlich diesem Befehle Folge, bei mir denkend, daß dort in der Nähe sein Herr das Logis haben müsse. — Wir passirten jedoch auch diese, ohne daß er mir die Wohnung seines Herrn zeigte; ich schwieg und fuhr immer weiter. — Wir waren schon aus dem Weichbilde der Stadt und der Mann saß zusammengekauert in der Tiefe des Wagens; immer mehr drang die schneidige Kälte mir durch Mark und Bein und ich dachte bei mir, wie es wohl dem Manne zu Muthe sein müsse, der so dürftig gekleidet dasaß. — Endlich rief ich ihm zu: „Ich habe meinen Mantel um und bin so ziemlich vor der Kälte geschützt, wenn Sie wollen, so kann ich Ihnen meinen alten Pelz geben, der wird Sie wärmen." „Ach, recht gut", rief Jener, „mich friert es ungemein." Jetzt stieg mein Erstaunen auf's Höchste. — Wir waren schon ans dem Felde, wo war denn sein Herr geblieben? ftagte ich mich, tausend ' andere Fragen drängten sich mir auf, die ganze Sache schien mir so abenteuerlich zu sein, daß ich mich einer gewissen Furcht nicht erwehren konnte. — Doch was konnte ich thun? — (Fortsetzung folgt.) Anzeigen. sind ausschliesslich an die Annoncen-Expedition von Rudolf ■ "«v/ Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin, Breslau, Chemnitz, Coln a Rh., Frankfurt al. etc. zu adressiren. Das , Israelitische Gemeinde- und Familimblatt" beginnt mit dem l. Octbr. cr. das 4. Quartal d. I. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen für 1 Ji und alle Postämter für 1 .M 25 Pf. entgegen. Inserate 20 Pf. die Zspalt. Petit-Zeile oder deren Raum? Brilon, (B. 8238) Die Expedition. Eine bemerkeildwerthk Neuerung in der Erscheinungsuieise des „berliner Tageblatt". Vom I. October an tritt das „Berliner Tageblatt in die Reihe der HkbtllllÄ, in einer Vtorgen- und Abend-Ausgabe, erscheinenden Blätter und stellt sich somit — ohne an diese Umwandlung eine Preiserhöhung zu knüpfen — auch in dieser Beziehung in die Reihe der größten Organe der deutschen Tagesprefse. Besaß das „Berliner Tageblatt" bereits eine besondere Spezialität in der Fülle und Sicherheit seiner Informationen, so wird es mit diesen Vorzügen fortan auch eine Schnelligkeit der Berichtstattung an den Tag legen können, die von keiner anderen Zeitung übertroffen wird. Sehr zu Statten kommt dabei dem „Berlins r Tageblatt" der große Kreis seiner Spezial-Korrespoudeuteu in allen Hauptplätzen; dadurch, sowie durch die ausgedehnteste Benutzung des Telegraphen, wird es ihm — bei den ihm nun täglich zweimal zugehenden ausführlichen Spezialtelegrammen — ermöglicht sein, nicht nur die reichhaltigste und billigste, sondern auch die am schnellsten informirte deutsche Zeitung zu werden. Tie Abendausgabe des „Berliner Tageblatt" wird auf diese Weise schon am nächsten Morgen in allen Theilen Deutschlands in den Händen seiner 71,000 Äölllllltllltll sich befinden, so daß der noch so entfernt in Berlin wohnende Leser alle bis Nachmittags 3 Uhr eintreffende politische Nachrichten, einen ausführlichen Coursbericht der Berliner Mittagsbörse und I lich soll das Morgenblatt des „Berliner Tageblatt" dabei nicht vernachläsfigt werden und wie sein Feuilleton bisher für unsere ersten Romandichter die beliebteste Art zur Veröffentlichung ihrer neuesten Werke war, so soll auch jetzt von dieser Tradition nicht abgewichen werden; denn im Laufe des IV. -Quartals wird der neueste Roman 3$ert= I)OlÖ ÄUtlÜllch s unter dem Titel: „Forstmeister" im „Berliner Tageblatt" veröffentlicht. Außerdem gehen die werthvollen Beigaben, das illustrirte Witzblatt „Ulf" und das belletristische Wochenblatt „Berliner Sonntagsblatt" nach wie vor den Abonnenten ohne jede Preiserhöhung zu, denn der Abonnements-Preis für das „Berliner Tageblatt" in seiner zweimaligen Ausgabe, als Morgen- und Abendblatt, mit allen Gratisbeigaben bleibt vierteljährlich auf 5 SOlf. 25 normirt, ein Preis, der in der Thal außer allem Verhältniß zu dem dafür - Gebotenen steht. Alle Reichspostämter nehmen jederzeit Bestellungen entgegen, und wird im Jntereffe der Abonnenten gebeten, recht frühzeitig das Abonnement anzumelden, damit die Zusendung des Blattes von Beginn des Quartals an prompt erfolge. (B. 71*43.)