Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 42 (1878)
- Issue
- Heft 36 (3.9.1878)
- Date
- 1878-09-03
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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asä-niWrtiÜ Allgemeine Zeitung des Zudenthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Jntereffe. Diese Zeitung erscheint wöchentlich I einmal in 2 dis 2>', Kogen. Preis i vierteljährig 3 Mark. Inserate werden! unr -m Ps. für die Pelitzeilc ober deren : Visum berechnet. Alle Postämter und Buchhandlungen ' nehmen Bestellungen an. ' j Heraus gegeben von Rabbiner Di-. Ludwig Philippson in Bonn. _! Verlag von Baumgürtner's Buchhandlung in Leipzig. Beilagen werden mir I Mart 50 Pf. ]>ro Hundert berechnet. In redacrionellen Angelegenheiten 'rende man sich an Ur.i.'. paitivvlan rn Bonn: hinsichtlich der Inserate an Ä. Masse ia Leipzig und VeffeuAilialeu iu Berlin. Breslau :c. Znlrrate, welche bis voilnrrrlay eingeden. finden in der darausfolgenden Rümmer Berücksichtigung. 42. Jahrgang. Leipzig, den 3. September 1678. 36. Inbult. Leitende Artikel: Eine Betrachtung. ie Protocolle des Berliner Congresses im Originaltexte (Schluß). — Die rumävon EYpern. Lebensbedingungen zum Nutzen Aller! Die Geschichte wird dies nicht vergessen und diese Thatsache würdigen. Ein Blick aus die Geschichte lehrt uns, daß im Wechsellause der menschlichen Dinge Nationen den Fuß auf den Nacken anderer Völker setzten und sie niedertraten, daß aber später dieselben Nationen von anderen Siegern in den Staub geworfen wurden und untergingen. So lange drangen die Aegypter mordend und plündernd nach Osten, Süden und Westen vor, bis sie selbst von den Persern, Griechen und -Le« (fJLrhfu’f. Bonn, 28. August. Eine Setrachtrrng. An den Pforten des Palastes, in welchem vom l 3. Juni bis zum 13. Juli d. I. die Vertreter der europäischen Großmächte ihre Congreßsitzungen hielten, fanden sich Abgesandte j Nömern unter die Füße getreten und all' ihre Herrlichkeiten, vieler kleiner Staaten ein, wie Rumäniens, Serbiens, Mondie ste mit Kunst und Fleiß geschaffen, zu Trümmern wurden, tenegros, Griechenlands, Perstens — aber auch Abgeordnete So zerbrachen die Griechen das Reich der Perser und dehnten der Juden aus London, Paris, Berlin, Bukarest, Jassy und ihre Herrschaft bis zum Indus und den Cataracten des Nils Galatz. Was verlangten jene, was diese? Die Sendlinge aus, bis sie wiederum von den Römern gedemüthigt und zu jener Staaten petitionirten um die Erlaubnis, ihren Nachbar-1 Sclaven und Parasiten berabgewürdigt wurden. Die Weltstaaten ein Stück Land abzureißen und sich anzueignen, mit dem stillen Vorbehalt, das Erlangte bei nächster günstiger Gelegenheit zu vergrößern, und durch ihren Raub selbst die Mittel zu erlangen, ihre Nachbarn immer mehr zu berauben und in ihre Gewalt zu bekommen. Die Vertreter des Judenbeherrschenden Römer aber, die das Vae victis! über drei Welttheile ausgerusen, sielen vor dem Schwerte barbarischer Völkerstämme in den Staub. Ter israelitische Stamm ist, nachdem er seine Sitze erobert und besiedelt batte, keiner Nation, keinem Staate, keiner Religion mit den Waffen der thums verlangten dagegen nichts als die Glaubensfreiheit und! Gewalt zu nahe getreten, hat Niemandem ein Joch auserlegt Gleichberechtigung aller Staatsangehörigen und hiermit in-j und Besitz von desien Gute genommen. Er hat immer nur sonders die Befreiung ihrer Glaubensgenoffen von unerträg-' für seine Freiheit und für den Bestand seiner Religion gelichem Joche, von immer wiederholten Mißhandlungen. Ties kämpft. Hierfür scheute er nichts und trat todesmuthig den waren die verschiedenen Fahnen, welche die den Congreß um-I ägyptischen wie den assyrischen, den chaldäischen wie den römiwerbenden Bittsteller ausgerichtet hatten. Die einen bedeuteten schen Weltherrschern entgegen, zu Zeiten, wo diese bereits über Vergrößerung des Besitzes und der Macht auf Kosten ihrer eine halbe Welt geboten. Fünfzehn Jahrhunderte erhielt er Nachbarn — die anderen, der Juden, Freiheit der höchsten! so mit kurzer Unterbrechung seinen Staat und sein Volksleben