Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 42 (1878)
- Issue
- Heft 33 (13.8.1878)
- Date
- 1878-08-13
- Page
- Seite 521 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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o2i Zeitung" nicht zu abbonniren und Annoncen so viel als mög-} Isr. univ, verbunden mit einer allgemeinen Eonferenz, zu lich daraus zurückzuziehen. Das Blatt soll in Folge dessen; welcher Delegirte aus England, Belgien, Deutschland und 2000 Abonnenten verloren haben, welche zum größten Theile. Rumänien und Amerika angekündigt sind, stattfinden. Die zur „Breslauer Zeitung" übergingen, über deren nicht ganzTagesordnung haben wir bereits mitgetheilt: die Bearbeitung makellose Vergangenheit in Puncto der Judenfrage wir schwei-1 von Schulbüchern für die Elementarklassen der Schulen im gen wollen, da sie sich bei der letzten Demonstration sehr hülf-. Orient, eine Statistik aller Israeliten und ihrer Derhältnisie, reich erwiesen hat. O esterreich-Ungarn. Pest, I. Aug. Wir lesen in „Vasmegyei Lapok": „An die geehrten Wähler des Rumer Wahlbezirkes! Am 14. d. hat Herr Viktor Jstoczy, der gewesene Abgeordnete dieses Bezirks, in einer von ihm einberufenen Konserenz seine Rechenschaftsrede gehalten. Viele von uns sind zur Anhörung dieser Rechenschaftsrede nicht erschienen, weil wir jene Richtung nicht billigen, in welcher Herr Jstoczy mit verfehlter Anwendung seiner schönen Fähigkeiten und seiner Bildung ausschließlich thätig ist, weil wir besonders mißbilligen, daß Herr Jstoczy in seiner, unmittelbar vor Schluß des Reichstages gehaltenen Rede zum Racenhaß aufteizt, aus Racenhaß sich wiederholt auf die gefährliche Waffe der ultima rutio beruft und eine Absurde, unter allen Umständen unausführbare Idee vielleicht nur deshalb anregt, um seine Wahl durch jene Elemente zu sichern, welche sich durch solche Ideen leiten laffen. Wir theilen die extravaganten Ideen Herrn Jstoczy's nicht, wir würden die Expatriirung jenes Elements ohne welches — gestehen wir es offen — Ungarn weder einen inneren, noch einen auswärtigen Handel hätte, für inkorrekt, unnöthig und im Falle der Möglichkeit für gefährlich halten und erachten es außerdem für unklug im höchsten Grade, wenn unter dem Vorwände der Vergehen Einzelner, der Racenhaß auf einem Orte zum Ausdruck gelangt, auf welchen die Aufmerksamkeit der gebildeten Völker gerichtet ist und wo es nicht gestattet sein sollte, daß die bestechende Leidenschaft des bekannten Privathaffes erscheine. Diese Ansichten leiten jene Wahlbürger, aus deren ehrendem Vertrauen dieser Aufruf hervorgeht und welche die Wiederdie Lage der Juden in Palästina und die Verbesierung der Almosenvertheilung werden die Hauptgegenstände bilden. Herr Großrabb. Astruc hat den Antrag gestellt, eine Medaille auf die Gleichstellung der Juden im Orient schlagen zu lassen und jedem Mitglieds des Berliner Congreffes ein Exemplar zu überreichen. Wir werden baldthunlichst einen genauen Bericht über die Verhandlungen bringen. — Aus Algerien klagt man bitter, daß nach den jüngsten Unruhen in Constantine und Setif behördlich die dabei beiheiligten Juden in Untersuchung und Strafe gezogen sind, während die eigentlichen Uebelthäter, eingeborene Soldaten, welche geplündert und gemißhandelt haben, vollständig ignorirt werden. Man wird sich natürlich hierbei nicht beruhigen. Der Kriegsminister hat entschieden, daß für den israelitischen Kultus ein bezahlter Almosenier (Geistlicherl angestellt werde, und zwar bei der Garnison von Paris. Das Pariser Consistorium hat dem Kriegsminister den betreffenden Rabbiner vorzuschlagen. — Während des Winters 1877/78 sind an die Zöglinge der israelitischen Consistorial- und Gemeindeschulen 173,737 Portionen warmes Essen mit einem Kostenaufwands von 7,334 Fr. vertheilt worden, beinah 20,000 Portionen mehr als im Vorjahre. — Es ist erfreulich, daß der Eonfirmationsact (versteht sich nach genügendem Unterrichte) sich in der Gemeinde von Paris immer mehr heimisch macht. So wurden allein im neuen Tempel am 13. Juni 305 Kinder consirmirt, 141 Knaben und 164 Mädchen. — Im Hospital! Rothschild ist eine besondere Abtheilung für Unheilbare hergestellt worden, wodurch die eigentlichen Krankensäle sehr er- > leichtert und deshalb für die Aufnahme einer größeren Zahl Kranker geeignet worden. — In Bordeaux traf es sich, daß I bei der feierlichen Vertheilung der Auszeichnungen, welche die i Nationalgesellschaft der Aufmunterung zum Guten des Dep. _ ,, ecvr, ... vcv x «■ . _ co m Grronde verleiht, welche Vertberlung unter dem Vorsitz des Wahl Herrn Jstoczy's für dre Intelligenz des Rumer Bezirks ~ . . - ' r * . . L ._ ., ° «ivju/« c—r * a. on Eardmal-Erzbrschoss in denen Palast vor sich gmg, em Preis nicht rühmlich erachten. Nicht Gehässigkeit gegen Herrn Jstoczy,1 nicht Unterschätzung seiner Talente, nicht Oppositionslust i gegen die Regierung, nur die Rettung der Reputation des > Bezirkes ist es, was die Wahlbürger in letzter Stunde dazu bewegt, sich zu ralliiren. Die Konferenz wird am 28. d., um 4 Uhr Nachmittags abgehalten werden. Mehrere Wähler." dem Präsidenten des israel. Consistoriums Lopcs-Dubec bestimmt war, und der Erzbischof ihn diesen zu überreichen hatte. Großbritannien. 12. London, 4. Aug. (Privatmitth.) Niemals vielleicht ist judengehässigen Auslastungen so schnell ein schlagendes Dementi gefolgt, wie jetzt denen Gladstone's und der Gladstoneaner. Sie, die den englischen Juden Mangel an Patrio- Paris, 1. Aug. Wie wir bereits gemeldet, wird am!tismus vorgeworfen, ja die Befähigung zur Vaterlandsliebe Aug. die dreizehnte Generalversammlung der ^.Uianoe! abgesprochen haben, diesen wird jetzt vom ganzen Lande der- 33 Frankreich.