Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 42 (1878)
- Issue
- Heft 32 (6.8.1878)
- Date
- 1878-08-06
- Page
- Seite 510 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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510 legen Namen die dankbarste Anerkennung hier auszusprechen für die Mühewaltung und freundliche Bewirthung. Die Gemeinde hat wiederum gezeigt, daß sie die lebhaftesten Sympathien für die jüdischen Lehrer und ihr Wirken hegt. Als Ort der nächsten Conferenz wurde ohne Widerspruch Steele um so dankbarer angenommen, als der dortige Synagogen-Vorstand eine schriftliche Einladung in optima forma der Conferenz zugestellt hatte. I. Goldberg, Steele. S. Kronenberg, Ruhrort. Schlesisches. Mitgetheilt von Dr. F. Cohn, Prediger in Oels. 1) Woher stammt der Name „Zobten"? Wer „Friderici Lueae, Schlesiens curieuse Denkwürdigkeiten oder vollkommene Chronika — Frankfurt am Mahn 1689" — liest, erfährt, daß die Lateiner den jetzt „Zobten" genannten Berg Zabotum nannten. Eine ausführlichere Notiz über diesen Namen bringt die 1704 zu Breslau und Leipzig erschienene, in lateinischer Sprache verfaßte Silesiographia Ilenovata des Henelius ab Hennenfeld. Der Autor citirt, aus einer altern Beschreibung Schlesien's, den Vers: „Arena Slavanus Judae a luce Sabothum“ und knüpft hieran die Frage: „Warum nannten die ankommenden Slaven den Berg Zabotum?" Er antwortet: „Vom jüdischen Lichte, d. h. von den Zusammenkünften der Juden am Lichte oder Tage des auf jener Höhe gefeierten Sabbaths." 2) Massel. In Masiel, einem in der Nähe von Oels gelegenen, als Fundort von Urnen bekannten Dorfe, „bediente sich", wie Sinapius in seiner Olsnographie — Leipzig 1707 — erzählt, „der Pastor Herman in seiner Neujahrspredigt anno 1703 einer herrlichen Allusion, indem er von Masiel, welches in der Heiligen Sprache bra sidus, auch fortuna hieße, Gelegenheit nahm, seinen Neujahrswunsch dahin zu formiren, daß Gott das liebe Masiel einen Glücks-Stern und Glücks- Ort bis an den jüngsten Tag sehn lasten wollte. Folgendes Tags drauff, Sonntags, predigte zu Masiel der berühmte Linguist von Breßlau, Herr M. Daniel Springer, welcher in seinem Neujahrswunsche auch bey dem Nahmen Masiel! blieb, und durch Versetzung der Buchstaben Salem oder weil zweh S. in Masiel zu finden, S. Salem oder Jerusalem wieß, wüntschende, daß Masiel ein geistliches H. Jerusalem sehn und; bleiben möge". Anzeigen. Institut ]S©y in Bruchsal (Baden). Concessionirt vom Großh. Ministerium des Innern. Ausbildung für Handelsfach resp. Einjährig-Freiwillige. Eintritt jederzeit. Bildungszeit 5 Jahre (9. — 14. Lebensjahr.) Referenzen durch Hrn. Dr. Eschelbacher, Rabbiner. Prospect auf Verlangen. (St. 6562.) STUTTGART. Isr. Tochter-Unterrichtsu. Erziehungsanstalt von Frau Caroline A. Mayer. Mitte October beginnt der Wintercursus. Es gelangen sowohl Mädchen zur Aufnahme, welche nur den anerkannt vorzüglichen Unterricht der Anstalt selbst genießen wollen, als auch solche, welche die hiesigen höheren Lehranstalten, wie Frauenurbeitsschule, Cvnservatorium, Kunstschule u. s. w. zu besuchen beabsichtigen. Liebevollste Aufnahme und sorgfältige Ueberwachung werden zugesichert. Nähere Auskunft ettheilt der Prospect und die Vorsteherin (St. 6134.) Frau Caroline A. Mayer. Berlin G. Zimmer v. Ji. 1.50 an Hdtel de Saxe Omnibus am Bahnhof. I m> Bnrgstrasse Nr. 20 neben der Börse. (B. 3196)