Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 42 (1878)
- Issue
- Heft 31 (30.7.1878)
- Date
- 1878-07-30
- Page
- Seite 494 (sequence 14)
- Language
- German
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494 1 '^stündiger Rede über die Ziele und Zwecke des deutsch-israelit. Gemeindebundes zu Leipzig. Folgende Resolution wurde hierauf einstimmig angenommen: „Der Verein israelit. Elementarlehrer für Westfalen und die Rheinprovinz spricht im Anschluß an das Referat des Delegirten des deutsch-israel. Gemeindebundes, Herrn Jacobsohn aus Leipzig, seine lebhaftesten Sympathien für den deutsch-israel. Gemeindebund und dessen Bestrebungen aus und werden die Mitglieder des Vereins Alles thun, was in ihren Kräften steht, um die Ziele des Gemeindebundes thatkräftig zu fördern.^ Die Tagesordnung war somit erledigt und wurde die Sitzung für den Vormittag geschlossen. Die Nachmittagssitzung war den freien Besprechungen gewidmet. — Ueber liturgische Einrichtungen erhielt zunächst das Wort Herr Laubheim aus Bochum, welcher über den Synagogen-Chor-Verband referirte. Zu einem derartigen Verbände haben sich bereits die Gemeinden Esten, Bochum, Dortmund, Geldern, Duisburg vereinigt. Die Einheit, welche dadurch im Synagogengesang hergestellt werde, halte das Interesse für den Cultus rege und bewahre vor der tadelnswerthen Verschiedenheit nnd Mannigfaltigkeit in den jüdischen Gotteshäusern. Es wurde folgende Resolution von der Conferenz angenommen: „Die israelit. Lehrerversammlung in Ruhrort erklärt, dahin wirken zu wollen, daß die in ihren resp. Gemeinden bestehenden Synagogenchöre sich dem bereits constituirten Synagogen-Chor-Verbände anschließen." Im Anschluß! hieran spricht Herr Jacobsohn aus Leipzig dem ein- resp. zweistimmigen Gesang das Wort. In kleineren Gemeinden — 1 urtfc diese bilden die Mehrzahl - sei vierstimmiger Gesang aus die Dauer meist unmöglich. Auch sei bei solchen „Synagogen-Concerten" die Gemeinde meist zur Unthätigkeit verurtheilt. Damit auch die Kinder an dem Gottesdienste thätigen Antheil nehmen, sei eine Schulstunde wöchentlich für liturgischen Unterricht von Röthen. Die Conferenz nahm mit Bezug auf ein von denHerren Cantoren Liebling und Jacobsohn herauszugebendes Gesangbuch folgende Resolution an: „Die Lehrerversammlung hält die Herausgabe bezw. die Einführung eines liturgischen Schul- und Gemeindegesangbuches nach den von Herrn Cantor Jacobsohn ' im Einverständniß mit dem Herrn Cantor Liebling in Leipzig dargelegten Grundsätzen für wünschenswerth." j ^Schluß folgt.) Anzeigen. “ISD Berlin G. Zimmer v. M. 1,5< > an Hdid de Sa ve Omnibus am Bahnhof. TwT Burgstrasse Nr. 20 neben der Börse. (B. 3196) Aus der Dlichaet Nlai'schen Stiftung in Mannheim sind auch in diesem Jahre Stipendien im Gesammtbelaufe von Ji. 6(X> durch Gr.-Oberschulrath für solche zu verleihen, welche sich dem Studium der jüdischen Theologie widmen oder zu widmen beabsichtigen, wobei Verwandte des Stifters den Vorzug haben. Geeignete Bewerber mögen ihre Gesuche unter Beilegung ihrer Moralitäts-, Studien- und Paupertäts-Zeugniste spätestens bis zum 30. August d. I. an uns einsenden. Mannheim, 21. Juni 1878. Der Verwaltiprath fler Mich. Marschen Stiftijr. Dr. Friedmann. Scheuer. Salomon Stein. Stadt* and Conferenz>Rabbiner. (56:55) Ein tüchtiger Cantor, Chordirig., semir. Lehrer, Predig., brrin mit vorz. Zeugn. d. kön. Reg. emin. Rabb. u. Gem. — jung, rüst. u. im Amte — s. Placement. 6456) Gef. Ost. sub A. 780 an lind. Mosse. Feipzig. Zu den bevorstehenden Festtagen, suchen wir einen Hülfs- ‘nbsn b?2 Das Einkommen beträgt Mark 100. Befähigte Bewerber werden ersucht sich beim Vorstand zu melden: H 3cfr(cftn$er. Wollin, Pommern ü3. Juli 1878. * (6486) Die Lehrer- und Cantorsielle hiesiger israelitischer Gemeinde, welche bei fteier Wohnung, Bedienung und Feuerung mit 900 Mark jährlich vorab dotirt ist, soll zum 1. Oktober d. I. besetzt werden. Unverheirathete Bewerber wollen ihre Anmeldungen nebst Zeugnissen an den Unterzeichneten Vorstand richten. Pr. Oldendorf, im Juli 1878. (6378) Der Vorstand. Berne, im Großh. Oldenburg. Die Stelle eines Lehrers und Cnntors bei der Gemeinde Berne im Großh. Oldenburg wird am 1. November d. I. erledigt. Gehalt 6<>0 Mark nebst fteier Wohnung, Feuerung, freiem Mittagstisch und einigen Emolumenten. Anmeldungen unter abschriftlicher Anfügung guter Zeugnisse nimmt entgegen Der Vorstand (6387) L. Koopmann. Ein Bordeier für unsere Synagoge auf die hohen Festtage (rftar. rPTiw), der gewandter und im Besitze einer angenehmen Stimme ist, wird gesucht. Oualisizirte Bewerber, aber nur solche, wollen sich bis zum 10. August schriftlich melden. Kattowitz, d. 17. Juli 1878. (6414) Der Vorstand der Syna^o^ren-Gemeincle Sclialscha.