Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 2 (1838)
- Issue
- Heft 114 (22.9.1838)
- Date
- 1838-09-22
- Page
- Seite 462 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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462 Weiter, immer weiter Dehnen sich die reichen Küsten, Selbst die traurig öden Wüsten Blühen fröhlich wieder auf I Darum wandle sich die Klage in Triumphesfeier — Was sich Gort gepflanzt, nur freier Steigt'S empor nach jedem Kampf'. n. Lasset die Thräne Jünglingen und Jungfrauen Ueber des Daseins heiligen Schmerz, Wenn der Seele Ideale Fallen vor der Wirklichkeit. Lasset die Thräne der weinenden Mutter An des Lieblings frühem Grab, Und der schwarzumflorten Sorge Duldet gern des Trostes Naß. Aber im mächtigen Streite des Lebens, Wo sich die Kraft mit der Kraft ermißt, Muß auf schwer errungnem Boden Furchtlos steh'n des Mannes Fuß. Ueber des Lebens wechselnde Spiele Schauet der ernst erprobete Blick, Und der Zukunft festes Werden Sieht er in dem bunten Jetzt. Quillet aus Wunden der heiße Blutstrom, Aus der klaffenden Wunde der Brust, Wird die Narbe darüberzichen Seiner Heldentaten Spur. Schwindet im Siege auch noch die Trophäe, Fortgerissen von Uebergewalt, Wird der Enkel es noch rübmen: Auf dem Schilde ruht der Held! Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art qegen 1 Gr. Gebühren für dir gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren Nauru ausgenommen. Die Verlagshandlung. Stelle-Gesuch. Ein Mann, der schon eine öffentliche Lehrstelle bekleidet hat, gegenwärtig in Ober-Italien fungirt, mit rabbinischer Approbation versehen ist, wünscht bei einer deutschen Gemeinde eine Stelle als Lehrer und Prediger. Näheres in der Redaction dieser Zeitung unter Chiffre M. M. So eben ist erschienen: *5XT w wp* rvn^in im» by ü'nrron ‘TB05ü v-> I m»-ib p"pn a'Si na"« oder: Biographie des hochberühmten hochseligen Herrn Akiba Eger, Oberrabbinen in Posen, nebst einem Trauergedicht auf sein Hinscheiden, von 9. 3. Kaempf. Diese für alle Verehrer des hohen Hingeschiedenen höchst interessante Schrift liefert in gedrängter, aber faßlicher Sprache die aus aus authentischen Quellen geschöpften Nachrichten über das Leben und Wirken dieses großen ManneS Israels und ist für 12| Sgr. in feinem Schreib- und billiger in gutem Druckpapier bei'Herrn Aaron Jacob Kaempf in Liffa, Herrn Elias Kaempf in Alt-Rudnitz bei Königsberg in der Neumark, und dem Verfasser in Salzufflen bei Detmold zu beziehen. —; Interessante Neuigkeit für Theologe». So eben ist erschienen: Predigten über den ersten Brief -es Johannes in seinem inner» Zusammenhänge. .Von I. C. G. Iohannsen, Doctor der Tbeologie und Philosophie, Hauptprediger an der deutschen St. Petri-Kirche zu Kopenhagen, Ritter deö Dannebrog-Ordenö. 2 Bande, gr. 8. Altona, Hammerich, 1838. 3 Thtr. Die geistreichen Schriften des gelehrten und als Kanzclredner hochberühmten Herrn Verfassers, haben auch in Deutschland die ehrenvollste Anerkennung gefunden. Die vorstehende Predigtsammlung wird um so mehr dazu beitragen, den hohen Ruf des, mit seltenem Geiste ausgestattcten, Herrn I)r. Johannsen noch mehr in Deutschland zu verbreiten und zu befestigen, als dieses Werk den glänzendsten Beweis von den außerordentlichen Talenten deflelben liefert, welches wir daher nicht dringend genug allen Theologen zur gefälligen Beachtung empfehlen können. Sämmtliche Buchhandlungen Deutschlands, Oestrerchs, der Schweiz und Dänemarks haben Exemplare vorräthig. Redacteur r vr. L. Philippfon. — Verlag von Baumgartners Buchhandlung. — Druck von I. B. Hirfchfeld. (Hierzu das literar. und Homilet. Beiblatt No. 27.)