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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1878-01-29 · Heft 5 (29.1.1878) · p. Seite 78

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
42 (1878)
Issue
Heft 5 (29.1.1878)
Date
1878-01-29
Page
Seite 78 (sequence 14)
Language
German
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78 Vermischtes. Erklärung. Wir erhalten schon seit längerer Zeit und so auch jüngst häufig Gesuche um Aufnahme von Widerlegungen gegen Angriffe und Verleumdungen ehrenwerther Männer in gewiffen jüdischen Blättern. Es ist ja bekannt, daß auch unter den jüdischen Zeitschriften eine Art Revolverpresse erstanden ist, die, wenn sie auch nicht Erpreffungen beabsichtigt, doch das ihr fehlende Inte reffe durch Schimpfereien, Anstiften von Hader und Zank, Verketzerungen und Verleumdungen zu erlangen sucht und hierdurch ein Publikum zu feffeln gedenkt. Daß solche Manoeuvres gelingen, kann den nicht verwundern, der die große Menge kennt. Sehr geringe Lust nach Belehrung und recht großes Vergnügen an Medisance und Bosheit! Daß solche Scribenten von Gewiffenhaftigkeit und Wahrheitsliebe keine Spur übrig haben, daß es ihnen gleichgültig ist, Familienväter um ihr Brod, Fleiß und Talent um ihren Lohn, Gemeinden um ihren Frieden zu bringen, weiß man. Daß sich hierbei Leute zu Richtern auswerfen, welche die geringste Befähigung und das kleinste Recht dazu haben, ist ebenso bekannt. Dennoch können wir jenen Widerlegungen den Abdruck nicht gewähren. Denn theils würden diese bald den ganzen Raum dieser Zeitung einnehmen, da was dem Einen zugestanden wird, Andern nicht verweigert werden kann; theils können wir unserm Publikum nicht zumuthen, in diese Arena von Persönlichkeiten, Oertlichkeiten, Staub und Schmutz hinabzusteigen; endlich wollen wir jenem schmählichen Product nicht noch unsrerseits Nahrung und Verbreitung zuführen. Wir können daher den Angegriffenen nur rathen, ent- > weder jene Verleumderbande mit stillschweigenden Verachtung zu j strafen, die ihr mit der Zeit das Leben entziehen wird, oder den Strafrichter zur Hülfe zu nehmen und die Klopffechter durch gerichtliche Bestrafung von ihrem ehrlosen Nahrungszweige zurückzubringen. Nachtrag. Deutschland. Berlin, 17. Januar. Es ist hier ^sehr freundlich ausgenommen worden, daß bei dem Ordensfeste jam 19. auch dem Redacteur dieser Zeitung, l)r. Ludwig Philippson, der Kronenorden verliehen worden. Anzeigen. sind ausschliesslich an die Annoncen - Expedition ron Rudolf W'wf/ Masse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin, Breslau Chemnitz, Cöln ajRh.. Frankfurt ajM. etc. zu adresssiren. Die vacame Lehreru. Cantor-Stelle in Gelsenkirchen wird erst zum 1. October besetzt, deshalb nimmt der Unterzeichnete noch Meldungen nebst Zeugniffe bis zum 15. Februar entgegen. Gehalt 1500 Mark, Nebenerwerb nicht unbedeutend. (7 08) //. Steinberg. In unserer Synagogen-Gemeinde wird die Stelle des Cultusbeamten, der die Functionen als Lehrer, Vorbeter u. Schächter zu versehen hat, zum I. Mai c. vacant. Bewerber, die namentlich die Berechtigung als Religionslehrer Nachweisen können, wollen sich beim Unterzeichneten Vorstand melden. Die Stelle bringt 1000 Mk. fixirtes Gehalt und 600 Mk. Nebeneinkommen. Die sich Meldenden werden ersucht ihr Lebensalter anzugeben. (794) Wormditt i;Osi-Pr., den 20. Januar 1878. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Zum 1. August dieses Jahres suche sür mein Manufacturgeschäft einen Lehrling. Pr. Oldendorf. Jaeob Löwenstein, (345)__Firma B. A. Löwenstein. Suche für mein Putzgeschäft auf Ostern eine geübte Arbeiterin. (707) _M. ./. Valk 9lue., Emden. Eine gepr. Lehrerin sucht Stell, als Erzieh, od. Gescllsch. Adr. an .11. Behrendt, Brandenburg a. H. (,53S) Taeaitz. Zum Antritt am 1. April d. I. sucht die Synagogen- Gemeinde Kosenberg Oy Sehl. einen dkeligionslehrer und Cantor, der auch einen einstimmigen Knabenchor zu dirigiren versteht. Fixum exclusive nicht unbedeutender Nebeneinkünfte, 1200 Mark jährlich. Bewerber belieben sich unverzüglich unter Einsendung ihrer Zeugniffe zu wenden an den Vorstand. (793) Für mein Tuch- und Herren-Garderoben-Geschäft suche ich bei freier Station zum sofortigen Eintritt einen Lehrling. (6. 221.) M. Salomon, Stralsund. Haushälterin. Für eine alleinstehende alte Dame wird zur Pflege und Führung des Haushaltes eine tüchtige Person gesetzten Alters pei- 1. April gesucht. Offerten unter II. Sir. 810. an Rudolf Mosse in Leipzig. (810) Gesucht eine jüdische Köchin sür ein süddeutsches Institut. Offerten unter O. 4004 an Rudolf I Mosse9 Frankfurt am Main. (F. 712.)

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