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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1877-07-24 · Heft 30 (24.7.1877) · p. Seite 481

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
41 (1877)
Issue
Heft 30 (24.7.1877)
Date
1877-07-24
Page
Seite 481 (sequence 13)
Language
German
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481 wenn sie nachher Wucher treiben wollen, so kann die Regierung es gestatten. Ebenso wie man keine Dirne aufnehmen darf, damit sie buhle, wohl aber ein Weib aufnehmen, und wenn sie nachher buhlen will, es erlauben, um größeres Uebel zu verhüten. Jedoch muß die Regierung das Maß des Wuchers so viel wie möglich beschränken: sie muß die Juden zwingen, sich mit geringeren Zinsen zu begnügen, als sie wohl möchten; und auf keinen Fall darf sie ihnen Las Privilegium geben, ihre wucherischen Zinsen rechtlich einzutreiben. Denn da« hieße geradezu die Gerechtigkeit verletzen, deren Aufgabe es ist, einem Jeden zu geben, was sein ist. Es könnten sich aber auch Manche durch diese Bulle irreleiten laffen, indem sie sagten: wir wollen die Juden nicht des Wuchers willen aufnehmen, damit aber wüßten und bei sich dächten, diese Aufnahme geschähe doch nur des Wuchers halber. Das glaube ich, könnte nicht ohne Gefahr für das Gewisien geschehen. — Dies, erlauchte Herren, sind meine Ansichten in Bezug auf Euren Zweifel. Da Ihr eine sofortige Antwort verlangtet, habe ich, um Eurem Wunsche zu entsprechen, keine Bücher darüber nachgeschlagen, sondern die Ueberlegungen, welche sich mir von selbst darboten, ohne Weiteres mitgetheilt. Vielleicht würde ich besser antworten, wenn ich länger darüber Nachdenken könnte. Wenn ich aber in dieser meiner Antwort irgendwie geirrt habe, so bin ich bereit, mich zu verbessern. Lebt wohl und laßt Euch mich und unser Kloster empfohlen sein. — Aus unserem Kloster San-Marco den 18. Mai 1493. Euer Dieners - Frater Hieronymus de Ferrara. t>) Der Brief enthält viele scholastischen Spitzfindigkeiten und Haarspaltereien, die noch in Sap., obwohl er sich in seinen Predigten immer mehr von der Scholastik ab- und dem Leben zugewandt hatte, I vielfach stecken geblieben waren. M. Anzeigen. V/ftft sind ausschliesslich an die Annoncen - Expedition von Rudolf Lmwj9wym li'Wly Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin, Breslau, Chemnitz, Cöln ajRh.. Frankfurt aj3M. etc. zu adresssiren. Garantie für reelle Billigkeit! Cigarren! Reeller Werth Jk IS, 21, 24, 30, 36, 45, 54, 60, 7 5, 90 und 100 offerire zu Jk 14, 15, 18, 24, 30, 36, 45, 48, 60, 75 und 85 per Tausend, in vorzüglicher Qualität und musterhafter Arbeit! Bülowsehe Cigarren -Cigavvetten! ein neues, tadellos gearbeitetes und möglichst nicotinfreies Fabrikat, von besonders milder und ebenfo guter «Qualität, wie die meisten Cigarren zu doppelten Preifen, zu Jk 14, 15, 20, 25. 30, 35, 40, 45 und 50 per Tausend, und sende Probezehntel gegen Nachnahme, mich, als Garantie verpflichtend, Nichtconvenirendes gegen Nachnahme zurück zu nehmen. Eigene Erfindungen (Maschinen), die Löhne über die Hälfte verringernd, zweckmäßige Einrichtungen in der Fabrikation und das Princip, als Fabrikant nicht reifen, vielmehr meine Fabrikate sich selbst empfehlen zu lassen, setzen mich in den Stand, meine Abnehmer aufs Sorgfältigste und Vortheilhafteste zu bedienen und jede Concmreuz zuübcrbietcn! A. Bülow. (B. 6306.) Cigarren-Fabrikant in Eitorf a. d. Sieg. n ■> 5 i "i n k von Parga, Corfu, Corsicca und Calabrien in schönster reeller Frucht, mit Rabbinatsstegel und Certisteat versehen, wie auch grüne Q 2 h *1 S von Genua und Lissa versendet billigst G. Singer, Triest. Messina, (5453) Zur Zeit der Messen, Leipzig, 29 Nordstraße 29. P. 8. Anfragen wegen armn« und n-obib wolle man gefl. an meine Firma nach Triest richten.

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