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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1877-03-27 · Heft 13 (27.3.1877) · p. Seite 208

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
41 (1877)
Issue
Heft 13 (27.3.1877)
Date
1877-03-27
Page
Seite 208 (sequence 14)
Language
German
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208 munale Welt war vertreten durch den Oberbürgermeister Hobre cht, den Stadlverordnctenvorsteher I)r. Straßmann und 4 Stadträthen, die schriftstellerischen Kreise durch Auerbach, Ro- Lenberg. Lindau, Spielhagen u. s. w., die Redacteure und Zeichner der humoristischen Blätter waren fast sämmtlich da. Der Tunnel, in welchem das Fest stattfand, war zu diesem Zweck sehr hübsch dekorirt: mit launigen Sinnsprüchen und lustigen Bilvnereien, welche theils auf die Presse im Allgemeinen, theils aus das Tageblatt selbst Bezug hatten. Nach der ausgegebenen Parole „Nähre dich redlich" wurde das splendide Mahl mit einer Reihe vorwiegend heiterer Reden begleitet. Was getrunken wurde, läßt sich so ohne Weiteres nicht feststellen; jedenfalls war es sehr gut und nicht wenig; und waS das Esten anbelangt, so bedarf es nur der Nennung des Verfaffernamens — Huster, um jeden Zweifel an der Vorttefflichkeit zu beseitigen. — Gesprochen wurde offiziell — Gott sei Dank! — aber das Wenige war auch gut. vr. Maron toastete auf den Kaiser; vr. Behrendt in Versen auf die Preste; Herr Rechtsanwalt Schottländer aus Frankfurt a. M. ließ den Oberbürgermeister Hobre cht leben, der diese Ehre auf die Gastgeber ablenkte. vr. Oscar Blumenthal gedachte in geistvoller Weise des großen intellektuellen Urhebers des Festes — des 50,000ften Abonnenten, und Rudolf Mosse schloß die Rede der Kanzel- Vorttäge (Tischreden gab's nicht!) mit einigen wohlgefügten Worten auf die Gäste. Wann das heiterere und überaus gelungene Fest selbst schloß, haben wir nicht ermitteln können. Anzeigen. Für Zcitungsleser. Die beste Empfehlung für eine Zeitung ist unzweifelhaft die Höhe der Abonnentenzahl und die fortgesetzte Steigerung derselben. Nachfolgende Statistik bietet de» sichersten Maaßstab für die Anerkennung, welche sich das „Berliner Tageblatt" nebst seinen Beilagen „Berliner Son n tags bla tt" und dem illustrirten Witzblatt „Ulk" bei dem Zeitung lesenden Publikum in Deutschland erworben hat und liefert den Beweis, daß der reichhaltige Inhalt dieser Zeitung selbst die weitgehendsten Ansprüche befriedigt. Auch hat wohl der billige Abonnementspreis (5 Mark 25 Pf. für alle B Blätter) die ungewöhnlich große Verbreitung gefördert, welche das nachstehende Document bezeugt: „Auf Grund der von mir eingeseheuen kaufmännisch geführten Handlungsbücher der Expedition des „Berliner Tageblatt" iRudolf Moste) hier bescheinige ich hiermit, daß die Abonnenten-Zahl des „Berliner Tageblatt" Ende März 1876 über 37,500, Juni „ September „ „ „ Oktober „ „ November „ „ „ Dezember „ „ „ Januar 1877 „ betragen hat. Mit dem 1. Februar Abonnenten auf mehr als 50,000 in Worten taufenb, gestiegen und hat stich eine wertere Steigerung bis heute fortgesetzt. Berlin, 20. Februar 1877. 38,800, 41,400, 45.300, 47,100, 48,000, 40.300, 1877 ist die Zahl der F. Henninger, gerichtlicher Bücher-Revisor." Die vorstehende eigenhändige Namens-Unterschrift des persönlich bekannten und in Berlin wohnhaften gerichtlichen Bücher- Revisors Herrn Friedrich Henninger wird hiermit beglaubigt. Berlin, den 20. Februar 1877. Fretzdorff, Justizrath u. Notar. Die oben angedeutete Steigerung der Abonnentenzahl hat sich bis auf den heutigen Tag fortgesetzt, so daß das „Berliner Tageblatt" gegenwärtig in einer Aussage von Exemplaren erscheint. Baeanz. Am 1. Oetober c. ist die hiesige Lehrer- und Cantorstelle, verbunden mir einem Gehalte von 12—1500 Mark, anderweit zu besetzen. Bewerber, welche Kanzelvorträge zu halten im Stande, und musikalisch sind, wollen sich melden. Herford, den 20. Mär; 1877. ver Vorstand äer Synagogen-Gemeinde. 8. Blumenau. Die hiesige Gemeinde sucht einen israelitischen Lehrer, der zugleich als *,Tn die Stelle zu versehen hat. Der fixe Gehalt beträgt 750 Mark nebst freier Wohnung. Die darauf Reflectirenden wollen sich an den Unterzeichneten Vorstand wenden und ihre Zeuguiffe und Ausbildungen ausweisen. Die Stelle kann sofort besetzt werden. Höringhauseu, Reg.-Bez. Kaste!, am 16. März 1877. Der israelitische Vorstand: I. Schulhof. I. Löwenstern. Bacanz. Die an der hiesigen jüd. Gemeinde vacante Lehrer-, Cantor¬ und Schächterstelle, verbunden mit einem festen Gehalt von 1200 Mark außer bedeutenden Nebeneinkünften, soll von sofort besetzt werden. Bewerber, welche geprüfte Religionslehrer sein müssen, werden ersucht ihre Zeugnisse bis spätestens den 15. April er. an den Unterzeichneten zu senden. Pr. Friedlaud, 20. März 1877. Der Vorstand der füd. Gemeinde: •Josef Rau. Die Stelle eines Cantors, guter -,7N und p'2 rr der auch am« dabei ist, mit einem jährlichen Einkommen von circa 2000 Mark, ist alsbald zu besetzen. Bewerber, möglichst unverheirathet, die sich über Befähigung und Moralität genügend ausweisen können, belieben ihre Offerten mit Zeugniffen einzusenden. (F. 2054.) Offenbach a/ftlain, 6. März 1876. Der Vorstand der israetit. Gemeinde.

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