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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1876-12-05 · Heft 49 (5.12.1876) · p. Seite 796

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
40 (1876)
Issue
Heft 49 (5.12.1876)
Date
1876-12-05
Page
Seite 796 (sequence 14)
Language
German
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und anderen bürgerlichen Ehrenämtern gewählt wurde. Seinen Werth als Gelehrten und Lehrer wußte die Administration für das bald zu eröffnende Rabbinerseminar zu Pest zu schätzen und wählte ihn zum Docenten an demselben. Aber seine beiden letzten Lebensjahre waren von einem schweren körperlichen Leiden - hart heimgesucht. Mit einer staunenswerlheu Ruhe und Geduld unterzog er sich wiederholten Operationen. Am jüngsten Neujahrsfeste und Bersöhnungstage hat er noch je zweimal mit voller Kraft gepredigt und seine Zuhörer wahrhaft begeistert. Am Tage darauf reiste er nach Wien, wo ihn der Tod ereilte. Die Theilnahme war allgemein und ein ehrenvolles Leichenbegavgniß gab Zeugniß hiervon. Eine Deputation seiner Gemeinde war nach Wien geeilt. Am Grabe sprach Dr. Jellinek in ergreifender Weise, indem er besonders an das Tragische seines Abschiedes von der Gemeinde und Familie zu n'rrr: mna: ata’’ ötoh) (-pnrts anknüpste und dann der Sohn des Verewigten, Dr. Heinrich Oppenheim mit Elisa's .Ausruf: am arr arr ve-isn as-ra-’! Die treue Lebensgefährtin, sowie zwei Söhne und zwei Töchter betrauern den frühen Heimgang des verehrten Gatten und Vaters. Biele Gemeinden veranstalteten Trauerfeierlichkeiten. Sein Andenken wird ein bleibendes und gesegnetes sein! % n s e Concors. Mit Beziehung auf die Concurs-Ausschreibung vom Monat Juli d. Is. in Nr. 29 der Allgemeinen Zeitung für das Jndenthum wird die Stelle eines Religion*!#Irrere der zugleich den Cantordien*t zu versehen hat, neuerdings zur Besetzung ausgeschrieben. Vor Allem wird aus die Befähigung: religiöse Vorträge (Predigten) in der Synagoge zu halten und Religions-Unterricht an der daigen Israel. 2-klassigen Volksschule zu geben, Rücksicht genommen. Gehalt Gulden 1000 ö. W. per anno, ferner die üblichen Nebenemolumente und bei Ertheilung des Hebräisch u. Gesang- Unterrichtes in der Schule noch besonders Remuneration von Gulden 100 ö. W. Gesuche unter Beibringung der Befähigungs-Nachweise wollen bis Ende December v. Is. anher eingereicht werden, wobei ausdrücklich bemerkt wird, daß sich Bewerber einem Probevortrage zu unterziehen haben und daß nur dem Acceptirten die Reisekosten vergütet werden. Hohenems, 22. November 1876. Israelitische Cnltns - Gemeinde - Vorstellung. Der Bürgermeister: Anton Rosenthal. <$ltfcett, den 22. November 1876. Bekanntmachung. An der hiesigen jüdischen Gemeinde soll das Amt eines Religionslehrers und Vorbeters am 1. Januar 1877 besetzt werden. Das Gehalt beträgt pro anno 1200 Mark. Geeignete Bewerber wollen ihre dessallsigen Meldungen unter Einreichung ihrer Zeugniffe schleunigst und spätestens bis zum 10. December er. an den Unterzeichneten Vorstand einsenden. Erwünscht wäre auch die Qualification des Bewerbers als Schächter. llr. 8929.) Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Eine französische Familie in Brüsiel, wünscht für ihre zwei Töchterchen von 8 und 9 Jahren ein wohlerzogenes, jüdisches Mädchen im Alter von 18 bis 20 Jahren, im Stande einen gründlichen Elementarunterricht zu ertheilen, zu engagiren. Anmeldungen und Zeugniffe einzufenden an Erlanger, 65 Boulecard de Waterloo, Bruxelles. Lehrer Gesuch. Ein acad. geb. Lehrer, besonders f. d. mathem. u. naturmifsenschastl. Fach in einem israel. Institut; Confefsion gleichg.; Eintritt sofort oder zu Ostern. Avr. Chiffre II. B. 2748. a. d. Hermann’*che Buchhandlung in Frankfurt am Main. In hiesiger Synagogen - Gemeinde ist die Cantor und Söhä^hter-Stelle mit einem fixirten jährlichen Gehalt von 1800 Mark zu besetzen. Qualificirte Bewerber, welche selbstständig einen Synagogen-Chor zu leiten im Stande sind, wollen unter abschriftlicher Beifügung ihrer Zeugniffe ihre Meldungen an uns einreichen. (8. 8936.) Benthen O/Schl., im November 1876. Der Borstand der Synagogengemeinde: Block. An unserer Religionsschule ist die zweite Lehrerstelle vacant und soll schleunigst besetzt werden. Gehalt jährlich 750 Mark. Bewerber werden ersucht ihre Meldungen und Zeugniffe einzureichen. Bromberg, den 21. November 1876. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde: Moritz Jacohsohn, Die Stelle eines Vorsängers und Schächters bei hies. israel. Religionsgemeinde ist vacant, und bis längstens zum 1. Januar 1877 neu zu besetzen. Außer freier Wohnung beträgt der fixe Gehalt 1800 Mark per Jahr, wogegen aber für das Versehen des Schächterdienstes feine besondere Gebühren beansprucht werden können. Musikalisch gebildete Bewerber mit guten Zeugnisien mögen sich baldigst in frankirten Briefen wenden an den Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Bingen a/Rh. ' (F. 8674.) Eine geprüfte Lehrerin (Israelitin), sucht zum 1. Jan. k. J. ein Engagement. Auskunft ertheilt Herr M. Silberstein, Breslau, Antonienstrasse 6.

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