Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 40 (1876)
- Issue
- Heft 47 (21.11.1876)
- Date
- 1876-11-21
- Page
- Seite 765 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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765 Pensionat jj für jisraelilische Töchter. 1 Bon verschiedenen Seiten angeregt, errichten die Unter- Ö zeichneten von Aftern k. Js. ab in Dresden jg ein Pensionat für jisraelilische Töchter und empfehlen dasjg selbe der freundlichen Beachtung und Theilnahme seitens g ihrer Glaubensgenossen. Seit mehr als.25 Jahren neben P amtlicher Thätigkeit mit der Verpflegung und Erziehung auswärtiger Kinder betraut, steht ihnen eine reiche Erfahrung zur Seite und hoffen sie, gerechte Ansprüche nach allen Richtungen hin befriedigen zu können. Auf gefällige hierher zu richtende Anfragen wird sofort der alles Nähere besagende Prospect wie auch Referenzen mitgetheilt, und werden Meldungen rnöglichfi R bald erbeten, da die Zahl der aufzunehmenden Zöglinge p eine begrenzte ist. “ Marienwerder in Westpreußen, im November 1876. Dr. J. II. Jabson, Rabb. u. Pred. Frau Dr. Jacobson. PiKsi<gicT<inoTcgTrroc^gTt^ Pensionat. Ich nehme israelitische Knaben, Len bessern Familien angehörend, welche die hiesigen Lehranstalten besuchen wollen, in Pension und Erziehung. Neben sorgfältigster Ueberwachung und Leitung der Studien wird es mein Bestreben sein, das Elternhaus in jeder Weise zu ersetzen. Auf Wunsch die besten Refe renzen. Näheres durch (II. 42497.) Aachen, 1876. >/. Weinberg. Cantor u. Lehrer. Samson Selig u. Julie Goldschnüdl'sche Stipendienstiftung zu Cassel. Aus obiger Stiftung sollen mehrere vacante Stipendien verliehen werden und zwar für ein juristisches, technisches und landwirthschaftliches Studium oder auch für ein Kunstfach. - Bewerber, welche dem israelitischen Bekenutniß angehören müssen, wollen ihre Gesuche mit Zeugnissen und Attesten ihrer Bedürftigkeit dem Curatorium der Stiftung zu Händen des Landrabbinen, Herrn Uv. Adler zugehen lassen. In der Hofbuchhandlung von 6. Barnewitz in Neustrelitz erscheint im December d. I.: flam/surger, Keal-Kneylil»pädie für Bibel und Talmud. Abth. 11. Heft Ul (Haftara bis Judenthum.) Preis 3 Mark. Dieses verdienstvolle Werk erhielt jüngst eine ansssihrlichc Besprechung in liollt-'tino Italiano <!r"li SUuIii Orientali Nr. 4—5, der wir Folgendes entnehmen: Hätten wir früher Gelegenheit gehabt, so würden wir diese bedeutende biblische und talmudische Encytlopädie gerne früher angczeigt haben, von der wir erst seit wenigen Lagen das 2. FaScikcl des zweiten TheileS in Händen haben. Die t. Seetion, deren Veröffentlichung im Jahre IM',«; begonnen und beendigt wurde, umfaßt den ganzen biblischen Theil, während die 2. Seetion, von welcher nur erst die beiden ersten Faseikel erschienen sind, den talmudi'chen Theil nmsassen wird, »nd so werden wir nach Vollendung des Werkes eine vollständige Encyklopädie des ganzen Judentbums haben. ES härre in der Thal scheinen können, daß ein Wörterbuch von biblischen Sachen (unter jener wohlgewähltcn Bezeichnung „Reallexicou", welche sich so schlecht in italienischer llebersetzung ausnimmt) hätte nach so vielen andern ähnlicher Art, und besonders der sehr guten von Winer und Schenkel, gleichsam unnütz sein müssen. Aber cs ist nicht so. Der Zweck und die Methode des Herrn Hamburger sind thcilwcisc verschieden, so daß sie den Gebrauch seines Buches sehr bequem machen, besonders aus dem Grunde, weil, da es seine Absicht ist, erkennen zu lassen, was daS Judenthum in seiner Wahrheit ist, in jedem Artikel die ganze Geschichte einer Idee oder einer Person oder einer Sache folgt, wie sie traditionell bei den Hebräern gewesen ist, auch nach den biblischen Zeiten. Außerdem wird der Leser darauf aufmerksam gemacht durch die Citationcn unten auf der Seite, welche Fülle von Gelehrsamkeit, soweit wir cs untersucht haben, nicht zur Folge hat, daß sic deßhalb weniger genau sind- So haben wir im ersten Theile ein wahres Repertorium von dem, was das alte Testament ist, nach der Weise, wie cs der hebräischen Tradition zufolge zu verstehen ist. Die Nützlichkeit des 2. Theiles dieser Encyklopädie kündigt sich durch sich selber als weit größer an. Die talmudische Literatur ist ein Meer ohne Grenzen, und der ähnliche Mangel an Eintheilung nach den Materien macht cS fast unmöglich, dasjenige zu finden, was die Wißbcgicrdc oder daS Bedürfuiß manchmal verlangt, wenn man nicht einen großen Theil deS Lebens im Studium jener Masse von Büchern zugcbracht hat. Man kann also nicht daran zweifeln, welches der Nutzen einer Encyklopädie sein wird, von der wir Posten, sie in einigen Jahren vollendet zu sehen. Die Zeit, welche der Versasscr von der Veröffentlichung eines FascitelS bis zum andern verfließen läßt, läßt uns wissen, daß er weder mit unkluger Uebcreilung, noch auS zweiter Hand arbeitet, und diese Meinung bestätigt sich sehr durch das Leien seines Buches. Natürlich ist alles das, was talmudische Literatur über biblische Sachen enthält, in dieser 2. seetion nicht wiederholt, weites überflüssig sein würde, und Derjenige, welcher wissen will, was der Talmud darüber enthält, muß zur l. Seetion seine Zuflucht nehmen. Am Ende jedes Fascikels sind die Artikel verzeichnet, deren Inhalt von größerer Bedeutung ist, so daß der Leser sogleich in ihnen den nützlichsten und anziehendsten Inhalt finden kann, ohne mehrere Seiten auf's Gerathewohl zu durchlaufen. So kann Herrn Hamburger seine Absicht gelingen, jene vorge x Meinunaen ans dern Weae räumen, welche noch bei Vieler Glück aus! Ein junger in Leipzig etablirter Kaufmann, Besitzer eines Lugros-Manuf.-Waaren-Geschäfts, sucht auf diesem Wege, da es demselben an Damenbekanntschaft fehlt, eine Lebensgefährtin, mosaischen Glaubens, im Alter von 19—25 Jahren mit einigem disponiblem Vermögen. Eltern oder Vormünder werden gebeten ihre werth. Adressen unter Chiffre „Glück auf 8644"' in der Annoncen-Expedition von Rudolf .Rosse. Leipzig, mit genauer Angabe u. Beifügung der Photographie der jungen Dame niederzulegen und wird strengste Discretion zugesichert. Schattchen verbeten. (8644.) faßten Meinungen aus dem Wege zu räumen, welche noch bei Bielen über den Inhalt von so sehr verleumdeten Büchern gerade deßhalb vorherrschen, weil sie wenig gekannt sind. P. P. An das inserirende Publikum richten wir die Bitte, zur Vermeidung von Irrfhü/nern. die in seinen Annoncen vorkommenden hebräischen IVarte mit Quadratschrift oder sehr deutlicher hebräischer Courrenfschrift zu schreiben. Leipzig. Baumgärtner’s Buchhandlung.