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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1876-06-27 · Heft 26 (27.6.1876) · p. Seite 423

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
40 (1876)
Issue
Heft 26 (27.6.1876)
Date
1876-06-27
Page
Seite 423 (sequence 13)
Language
German
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423 kein Anlaß zur Spaltung werden! So heißt es: Gott sprach zum Propheten Hosea (4, 17 ) Ephraim treibt Götzendienst, lebt aber friedlich und einträchtig, darum verkünde ihm keine Strafe! Dazu bemerkt R. Jehuda, der Herausgeber der Mischna, wegen seiner außergewöhnlichen Siltenreinheit der Heilige zubenamt: Etwas Großes ist der Friede! Selbst wenn Israel sich dem Götzendienste hingiebt, hält aber den Frieden aufrecht in seiner Mitte, so vermag gleichsam Gott selbst nicht, strafend gegen dasselbe einzuschreiten. Nachdem aber Spaltungen unter ihnen eingetreten waren, wie heißt es da bei dem Propheten (10, 2»? Ähre Herzen sind gespalten; nun sollen sie auch büßen! Hier siehst du, schließt R. Jehuda, wie hochgeschätzt von Gott der Friede und wie verhaßt ihm die Spaltung ist! So spricht — außer den vielen anderen, den Frieden verherrlichenden, Stellen, die wir aus Besorgniß, den Leser zu ermüden, nicht weiter anführen — das „überlieferte Judenthum" sich durch den Mund von Männern, die unbestritten den ersten Rang einnehmen unter den sämmtlichen talmudischen Autoritäten über das Sonderbundswesen aus, das heutzutage in einzelnen Gemeinden auftritt. Und mögen die Anstifter solcher Spaltungen noch so heilig sich geberden, noch so heilig betheuern, daß alles geschehe Lesehem Schamajim (zur Ehre Gottes,; so lange sie Aussprüche, wie die oben angeführten, nicht hinwegtilgen können aus unseren Religionsurkunden, so lange müssen wir sie entweder als absichtliche Tauscher aus daS tiefste verachten, oder müssen sie als Selbstbetrogene auf das tiefste bedauern. Schließen wir mit den Worten, mit welchen die Mischna schließt: Der heilige Gott fand kein anderes Gefäß, das alle Israel zugedachte Segnungen umfaßt und in sich einschließt, als den Frieden! Darum heißt es: Gott verleihe seinem Volke Kraft: Gott segne sein Volk mit Frieden!" Anzeigen. Cantor-V acanz. Die Stelle eines Cantors und geprüften Religionslehrers in unserer Gemeinde soll anderweitig besetzt werden. Das Gehalt beträgt 2100 bis 2400 Mark excl. Accidentien. Nur Bewerber mit hinlänglicher musikalischer Bildung und wohlklingender Stimme wollen sich bald unter sofortiger Einreichung ihrer Zeugnisse und eines Curriculum viiae bei uns melden. Wünschenswerth ist es, wenn Bewerber auch die Fähigkeit haben, den Schächter in Krankheitsfällen vertreten zu können. Der Vorstand der Syoagogen-Gemeinde zu Liegnitz. Sfahl. Lehrer-Bacanz. Achtzehn Familien hiesiger Gemeinde suchen baldmöglichst einen unverheiratheten Religionsu. Elementarlehrer, zunächst auf drei Jahre zu engagiren. Der Anzustellende muß nebst den nöthigen Kenntnissen im Hebräischen, eine solche akademisch-wissenschaftliche Bildung besitzen, die ihn befähigt, seine Schüler, welche sämmtliche höhere Lehranstalten besuchen, in ihren Schularbeiten unterstützen, resp. sie darin unterrichten zu können. Gehalt 2000 Mark -er Jahr. Nur solche Bewerber, die sich über einen religiösen, sittlichen Lebenswandel genügend ausweisen können, denen vorzügliche Zeugnisse und Empfehlungen zur Seite stehen, wollen ihre Anträge dem Unterzeichneten baldigst einreichen. Cassel, im Juni 187k. _M. Schwarzschild. Für meine drei Kinder von 6—11 Jahren, suche ich zum I. August eine Erzieherin, die auch in Religion und Elementen des Hebräischen unterrichten kann. Gehalt 60O Mark. Dassel ( Prov. Hannover). David Rothenberg. In unserer Gemeinde ist zum 1. September d. I. die Stelle des zweiten Cantors zu besetzen. Derselbe muß siip brn und rpin brn sein, auch sich für die Functionen des Nuntius eignen. Gehalt mit 900 Mark jährlich beginnend und Nebenein- Bewerber wollen uns baldigst ihre selbstgeschriebenen Meldungen nebst Zeugnissen einreichen. Polen werden nicht berücksichtigt. (v. 1781. B.) Danzig, den 11. Juni 1876. Der Borstand der Weinberger Jsraeliten-Genreinde. Durch die Berufung uns. bisherigen Borbeiers und Religionslehrers an die Gemeinde in Elberfeld, wird die hies. Stelle vacant und soll wenn möglich bis zum 1. September wieder besetzt werden. Bewerber wollen sich unter Einsendung der Zeugnisse baldigst an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Solingen, 18. Juni 1876. Der Vorstand der Synagogengemeinde. kr. 1. November c. suche einen Lehrling mit den erforderlichen Schulkennwissen. Castrop i/Westphalen. L. L. Cohen, > Manufacturwaarenhandlung.

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