Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 40 (1876)
- Issue
- Heft 21 (23.5.1876)
- Date
- 1876-05-23
- Page
- Seite 343 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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343 15) Im Ms. heißt eS n: i-n» was ich nicht anders als Matrone deuten konnte. Matrone ist eine bei Jüdinnen im Mittelalter häufig vorkommender Name. 16) Unser Martyrologe hat viese Schlachtungsscene so drastisch dargestellt, daß sie auf den Leser einen erschütternden Eindruck zu machen nicht verfehlt. Bei der Uebersetzung habe ich krasse Nebenumstände bei Seite gelassen. 17 ) Nach dem Berichte des zeitgenössischen R. Elieser betrug in Mainz die Gesammtsumme der Gerödteten unv Selbstentleibten 1360 Personen. 18) Im Ms. N2'-ip-vo eor; nnsn isn. Burgravo ist altdeutsch und bedeutet: Burggraf, Stadthauptmann. Stadttichter. r°rn!2 heißt im biblischen Gebrauch: Statthalter (Pascha) ist aber hier in dem näher bezeichneten Sinn zu nehmen. — Im Mittelalter sind manche Burggrafen in Stadtgrafen (Comites urbisi übergegangen. — Die Vorgänge bei rem Statthalter sind neue Details, die bisher unbekannt waren. Einen Söller, worauf Juden waren, gegen welche die Kreuzfahrer mit Pfeilen und Lanzen zuerst kämpften und sie endlich alle getödlet haben, kennt wohl Albertus Aquensis, nicht aber R. Elieser b. Nathan. 16) Die hier besonders hervorgehobenen Namen stimmen mehrentheils mit denen überein, die auch bei R. Elieser b. Nathan Vorkommen. 20) Anspielung auf Rabbi Akiba, den um 13t) n. Ehr. Rufus unter grausamen Martern hat hinrichten lassen, und der seinen Geist aushauchte mit dem Bekenntniß: „Höre Israel, der Ewige, unser Gott, ist einzig-einig". — Anzeigen. Lehrergesuch. An -er Realschule der Israelitischen Religionsgesellschast in Frankfurt a. ffl. wird unter annehmbaren Bedingunzungen ein akademisch gebildeter jüdischer Lehrer mit lao. doc. gesucht. Gründliches talmudisches Wissen und ernst religiöser Charakter sind erforderlich. Anmeldungen mit Abschrift von Zeugnissen und event. Angabe von Referenzen sind an den Unterzeichneten zu richten. (F. 3797.) Frankfurt a. M Dr. M. Hirsch. Zum IS. Ociober d. ./. sucht die' hiesige Gemeinde einen uncerheirafheien Religionslehr er, Vorltefer u. Schächter bei einem Gehalt* incl. Schüchfgeld, von circa fiOO Mark, sowie freier, möblirter Wohnung, Mittagu. Abendtisch. Reflecfirende Reichsangehörige, welche eine gute Stimme zum Vorbeten haben, wollen sich an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Neubuckow (Mecklbg*)* d. t. Mai iS7(i. Saul M. Burchard. Maar Bnrchard. In der hiesigen Gemeinde ist per 1. October cur. die Stelle des Lehrers und Cantors vacani. Gehalt vorläufig 1566 Mark Fixum und die Aussicht auf belangreiche Nebenverdienste durch Privatunterricht. Bewerber, aber nur solche» mit guten Empfehlungen, wollen sich baldigst an den Unterzeichneten, der die erwünschten weitern Ausschlüße gern ertheilen wird, wenden. Gelseukirchen (Westphalen), den 16. Mai 1876. Der Vorstand: Louis Weinberg. Lehrling für eine Destillir- und Liqueurfabrik gesucht. Nicht unter 16 Jahren und mit guten Elementarschulkenntniffen. Kost u. Logis im Hause des Principals. Das Geschäft ist an israelitischen Feiertagen und am Sabbath streng geschlossen. Selbstgeschriebene Offerten unter Chiffre B. v. besorgt die Exped. d. Zeitung. Prediger Vakanz. Die jüdische Gemeinde in Williamöbvrg sucht einen Prediger und Rabbiner zu engagiren; einen jungen Mann, welcher gediegenes Wissen mit malerischer Begabung verbindet, der Schule der gemäßigten Reform angehörend. Vorläufiger Gehalt S 2060. Anmeldungen, begleitet von einschlagenden Zeugnisien, sind zu richten an Sigismund Kaufmann, 39 Nassau Street, N. A. Zum 1. October d. I. wird für -ie hiesige Religions bez. Seminarfchule ein tüchtiger Lehrer gesucht, der befähigt sein muß. auch den höhern Religionsunterricht zu ertheilen. Meldungen mir Zeugnissen sind bis zum 1. Juni d. I. an den Unterzeichneten zu richten. Hannover, den 26. April 1876. Der Schulvorstand: Landrabbiner Dr. Sam. E. M*-yer. Die hiesige israelitische Gemeinde sucht zum nächsten itst einen unverheiratheten Religionslehrer, Borberer und Schächter, der Gottesdienst mit Chorgesang zu leiten versteht. Gehalt 660 Mark nebst freier Wohnung, Beköstigung und Aufwartung; außerdem die Schulgebühren, die circa 150—160 Mark eintragen. Bewerber wollen sich unter freier Einsendung ihrer Zeugnisie baldigst bei uns melden. Malchow i/Meckleg.-Schwerm, den 14. Mai 1876. __Der Vorstand. Gin geprüfter Religionslehrer, Schächter und Borbeter wird zum 1. Juli od. spätestens zum 1. .October d. I. mit einem Gebalt von 150 Mark und Nebeneinkünften von eirea 300 bis 430 Mark für die Synagogen-Gemeinde Lübben i/Riederlausth gesucht. Hierauf Restectirende wollen stch unter Beifügung ihrer Zeugnisse melden. Reifeentschädigung wird mcfrt vergütet. Der Vorstand.