Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 40 (1876)
- Issue
- Heft 20 (16.5.1876)
- Date
- 1876-05-16
- Page
- Seite 325 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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325 6) Der Jsraelite drückt bei der Erfüllung irgend eines Gebots feinen Dank gegen Gott aus, daß er ihn dazu gewürdigt und berufen hat. — Der hier erzählte Vorfall ist so der biblischen Erzählung von der Opferung Israels nachgebildet und so drastisch dargestellt, daß wir an der Wahrheit des Factums zweifeln müßten, wäre es nicht anderwärts verbürgt. Zunz (der synagogale Rims S. 20) zählt unter den namhaft gemachten Wormser Märtyrern: „Zippora, eine alte Frau, und ihr Sohn Isaak"; doch fehlen ihr Mann und alle Nebenumstände. 7) Die Construction veranlaßte mich, das Wort “ihn nicht „Leben oder Lebenszeit" zu übersetzen, sondern nach dem Chaldäischen „Höhlung". (Fortsetzung folgt.) Vermischtes. Aus Fürstenberg i. M. schreibt man uns: Das seltene Fest der goldenen Hochzeit feierte hier unser langjähriges Vorstandsmitglied, Herr Joseph Zossenheim, nachdem sein Bruder, Herr Michaelis Zofsenheim, schon im Mai vor. Jahres eben das seltene Fest gefeiert hat. Beide Ehepaare sind Gott sei Dank in sehr guten Verhältnissen und bei guter Gesundheit. Gott der Herr möge ste noch lange uns am Leben erhalten. Isidor Berendt, Cantor. Anzeigen. Lehrergesuch. An -er Realschule -er Israelitischen ReligionSgesellfchaft Ln Frankfurt a. M. wird unter annehmbaren Bedingungungen eiu akademisch gebildeter jüdischer Lehrer mit fac. doc. gesucht. Gründliches talmuvisches Wissen und ernst religiöser Charakter sind erforderlich. Anmeldungen mit Abschrift von Zeugnissen und event. Angabe von Referenzen sind an den Unterzeichneten zu richten. (F. 3797.) Frankfurt a. M._Br. M. Hirsch. Die Stelle des hies. Religionslehrers, Borbeiers u. Schächters ist erledigt u. soll sof., spätestens aber bis zum I. Juli d. I. wieder besetzt werden. Gehalt 630 M., Schechita u. die sonstigen Nebeneinkünfte ca. 200 M. Oualificirte Bewerber wollen sich in stankirten Briefen bei dem Unterzeichneten melden. Kreishauptstadt Schleufiugeu (Reg.-Bez. Erfurt), den 24. April 1876. Der Vorhand der Synagogen-Getneinde: Lj. Mager. Prediger Bacanz. Die jüdische Gemeinde in Williaruöburg sucht einen Prediger und Rabbiner zu engagiren; einen jungen Mann, welcher gediegenes Wißen mit oratorischer Begabung verbindet, der Schule der gemäßigten Reform angehörend. Vorläufiger Gehalt & 2000. Anmeldungen, begleitet von einschlagenden Zeugnifien, sind zu richten an Sigismund Kaufmann, 39 Nassau Street, N. Ä). Die israelitische Gemeinde hier sucht zu sogleich einen Cultusbeamten, der als Religionslehrer, Borbeler und Schächter zu sungiren hat. Bewerber belieben sich in portofreien Briefen an den Unterzeichneten Vorsteher zu wenden/ Sternberg in Mecklenburg, den 7. Mai 1876. D. David. Wir suchen für unsere Gemeinde zu sofort einen Schächter 9 und Borbeter. Gehalt 300 Mark p. a. bei freier Wohnung, Heizung, sowie Mittag- und Abendlifch und Schächtgebühren. Unverheirathete Bewerber wollen ihre Zeugnisie einsenden an Rathan Meyer. Lenzen, im April 1876. Zum iS. Ocfober d. ./. sucht die hiesige Gemeinde einen unrerheirafheten Religio nsfehr er, Vorbeter n. Schächter bei einem Gehalt. incl. Schachtgeld, von circa 600 Marie, sowie freier, möblirter fVohnung. Mittagn. Abendtisch. Reflectirende Reichsangehörige, welche eine gute Stimme zum Vor beten haben, wollen sich an den Unterzeichneten Vor stand wenden. JVeubuckow (Mecklbg.), d. i. Mai tS76. Saul M. Burchard. Max Burchard. Ein Elementar- und Religionslehrer, der die Wiederholungs- Prüfung mit gutem Präbicat bestanden, in stanz, u. engl Sprache unterrichtet und musikalisch gebildeter Cantor ist, sucht Stelle, am liebsten in Elfaß-Lothringen oder im Auslande. Offerten unter J. K. 10. befördert die Exped. d. Zeitung Ich suche Umstände halber zum 15. Juni d. I. für die hiesige Gemeinde einen unverheiratheten Religionslehrer, Vorbeter und Schächter. Fester Gehalt 360 Mark, Mittag- und Abendtisch, freie Wohnung und Heizung, sowie circa 75 Mark Nebeneinkunste. Bewerber wollen sich gefälligst baldigst an mich wenden. Lübz i/Mecklenburg-Schwerin, im Mai 1876. H. Raphael, Cantor. Zum 1. October d. I. wird für -ie hiesige ReligionSbez. Seminarschule ein tüchtiger Lehrer gesucht, der befähigt sein muß, auch den stöbern Religionsunterricht zu erlheilen. Meldungen mit Zeugniffen sind bis zum 1. Juni D. I. an den Unterzeichneten zu richten. Hannover, den 26. April 1876. Der Schulvorstand: Landrabbiner Dr. Sam. E. Meyer. Zum baldigen Eintritt suche ich für mein Mauufactur- und Confectiousgeschäst unter günstigsten Bedingungen einen mit guten Schulkenntniffen versehenen Lehrliua. Rk. I. Wolfs in Dortmund.