Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 2 (1838)
- Issue
- Heft 102 (25.8.1838)
- Date
- 1838-08-25
- Page
- Seite 414 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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414 mit dem Judenlhume bekannt gemacht werden? — Tritt denn der israelitische Knabe an seinem 13. Geburtstage nicht in alle Verpflichtungen seine- Glaubens ein? — Was aber die eben gedachte Feier des 13. Geburtsfestes jüdischer Knaben betrifft, so hat mich eine längere Erfahrung ge- . lehrt, daß für dieselbe ein Muster guter Reden den Lehrern; (auch zum Th eil Gebete und Reden für deren Zöglinge an je-! nem Tage) überall ein wahres Bedürfniß ist. Nicht nur gebilde- ' rere Lehrer, sondern auch Prediger vom Fache pflegen nicht selten! bei Gelegendeitsreden verlegen zu sein. Und es scheint mir daher! jenes Bedürfnis, durch die bisher erschienenen sogenannten israelitischen Cvnfimationsreden, therlö zu we nig, theils aber auch auf eine, wegen Mangels an jüdischer Individualität in der Behandlung des Gegenstandes, wie namentlich an passende n Texten für jene Feierlichkeit, auf eine nicht eben geschickte Weise befriedigt worden zu sein. — Meine Vorräthe an diesen Reden wünschte ich, da ich solche nicht gern meinen, meist exegetischen Synag ogalreden beigeben möchte, dem hier angekündigten Religionsunterrichte (mir welchem ich sie gleichzeitig den Lehrern meiner Nation empfehle) Nachfolgen zu Innen und sollen einige solcher Reden zur Probe als Anhang der letzten Lieferung dcS hier angekündigten Buches beigegeben werden. Dem Religionöbuche geht ein nicht unwichtiges Vorwort voran, welches mehre in den Religionsunterricht einschlagende Gegenstände, als z. B. eine kurze Geschichte degelben, Charakteristik des jüdischen, wie er zu leiten ist u. dgl. behandelt; und mich darauf beziehend, erlaube ich mir vorliegende Ankündigung und zwar mir dem Wunsche zu schließen, daß auch mein Religionsbuch des Beifalles, dessen sich meine bisherigen Arbeiten in hebräischer und deutscher Sprache erfreueten, nickt unwerrh sein möge'. Berlin, im August.5598. <1838). Salomon Pleßrrer, Reiigienslehrer. Mich auf obige Ankündigung beziehend, erlaube ich mir die ganz gehorsamste Anzeige, daß ich den Verlag des dann genannten Religionsbuches übernommen habe. Die bereits erschienenen literarischen Arbeiten des Herrn Autors sind von den größren Gelehrten stets mir so vielem Lobe ausgenommen worden, daß ick auch bei diesem Religionsbuche mich einer, nicht unbedeutenden Teilnahme zu erfreuen hoffe. — DaS ganze Werk, auf daS Schönste auSgestatter, wird 13 bis 15 Bogen stark, und der Subscriptienspreis nur 22^ sgr. betragen, um aber den Unbemittelten die Anschaffung des Buckes noch zu erleichtern, werde ick dasselbe in 3 Lieferungen, jede zu 1\- sgr. (6 ggr.), und zwar die erste im Octobcr, die zweite im Noveinber und die dritte im Dezember d. I. herausgeben. — Der SubscriptionsprciS bleibt bis zum Erscheinen der ersten Lieferung offen, von da ab tritt ein verhältnißmäßig erhöheter Ladenpreis ein. Jede gute Buchhandlung nimmt darauf Bestellungen an. Berlin, im August 1838. L. Dernbach jnn. Spandauerstraße Ro. 33. Als eine der interessantesten Erscheinungen der Unterhaltungsliteratur unserer Zeit empfehlen wir die Spaziergänge und tVeltfahrten von Theodor Mundt. 2 Bände. 8. Altona 1838. geh. Der Beifall, den dies in jeder Hinsicht ausgezeichnete Werk bei einem gebildeten Publikum gefunden, ist gewiß um so gerechter, als auch fämmtliche kritische Blätter dasselbe als eine der wichtigsten literarischen Erscheinungen bezeichnen, und demselben hinsichtlich des Styls einen hohen Platz in der Literatur an weisen. Beide Bände kosten 4 Thlr. und sind in allen Buchhandlungen in Deutschland, Oestrcich, der Schweiz u. s. w. zu ha-en. Stelle-Gesuch. Ein Mädchen mosaischer Confession, 20 Jahre alt, von guter Erziehung, angenehmen Aeußern, erfahren in allen weiblichen Arbeiten, sehr bewandert in der Kochkunst, im Besitze schöner, musikalischer Kenntnisse, sucht von Verhältnissen gedrungen, eine Unterkunft in einem israelitischen Hause als Gesellschafterin oder Haushälterin, wobei sie mehr auf gute Behandlung als bedeutendes Salair sehen wird. Einzusendende Briefe bittet man unter der Adresse R J. an die Redaktion dieses Blattes franco ergehen lassen zu wollen. Aufforderung. ~ Es wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß von Seiten der hierortigen israelitischen Gemeinde für die bereits hier bestehende Unterrichtsanstalt 3 Lehrecsubjecte gesucht werden; nämlich: 1 Lehrer, welcher in den deutschen Lehrgegenständen für Trivialschulen, und in dem Bibelstudium Unterricht ertheilen kann. Hiermit ist ein Jahrgehalt von Fl. 240 Conv. Münze verbunden. 1 Lehrer, welcher in deutschen Lehrgegenstanden für Musterschulen Unterricht ertheilen kann, und der hebräischen Sprache vollkommen mächtig ist. Hiermit ist ein Jahrgehalt von Fl. 320 Conv. Münze verbunden. 1 Lehrer, welcher im kaufmännischen Rechenfache, in der Buchhaltung, in schriftlichen Aussätzen, in den Anfangsgründen der Geographie und Geschichte, in der' hebräischen, französischen oder italienischen Sprache Unterricht ertheilen kann. Hiermit ist ein Jahrgehalt von Fl.' 400 Conv. Münze verbunden. Diejenigen, welche um diese Lehrstellen concurriren, müssen mit guten Schulzeugnissen versehen sein, und vom heutigen binnen 8 Wochen ihre Gesuche bei der hiesigen israelitischen Gemeinde portofrei einbringen. Groß-Eanischa *), am 29. Juli 1838. ö) In Nieder-Ungarn, Kreis jenseits der Donau, Gespannschaft Szala. Red. Eine gebildete israelitische Dame, die sich früher dem Erziehungsfache widmete, und jetzt verheirathet und Kinderlos, auf dem Lande ganz nahe bei Hamburg rpohnt, wünscht, um sich angenehm und nützlich zu beschäftigen, die Erziehung und den Unterricht von ein oder zwei jungen Mädchen, gegen ein angemessenes Honorar, zu übernehmen. — Nähere Auskunft ertheilt auf portofreie Anfragen Herr IR M. Jsler in Hamburg. Redatteur: Dr. L. Philippfon. - Verlag von Baumgärtners Buchhandlung. — Druck von I. B. Hirfchfeld. (Hierzu das literar. und Homilet. Beiblatt No. 24.)