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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1875-07-13 · Heft 29 (13.7.1875) · p. Seite 467

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
39 (1875)
Issue
Heft 29 (13.7.1875)
Date
1875-07-13
Page
Seite 467 (sequence 13)
Language
German
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467 back, aber auffordern möchten wir ihn, sich seine Phrase noch einmal zu überlegen, und dann die von uns gestellte Frage zu beantworten. Dem Judenlhume unsrer Zeit den Charakter und Inhalt als Judenthum abzusprechen, mit einer Phrase abzusprechen, das ist doch ein Unterfangen, welches wir gelinde nur als ein schwerwiegendes Unrecht bezeichnen können. Wir wollen uns nicht einmal darauf berufen, daß es gegenwärtig auch unter den orthodoxen Juden recht viele „Gebildete" giebt, wie nicht minder vielen pietistischen Christen dieses Beiwort nicht abgesprochen werden kann. Und im Gegensatz trauen wir Auerbach nicht zu, daß er gleich den christlichen und jüdischen Zeloten das Judenthum nur in der Küche und in der strengsten Uebung aller talmudisch-rabbinischen Satzungen findet, und deshalb jeden Juden, der. diesen nicht strikte obliegt, für keinen Juden erklärt. Nein! Das Judenthum hat zu allen Zeiten, wo die Bildung in seine Bekenner eindrang, zahlreiche Geister gehabt, welche das wahre und eigentliche Judenthum, in dessen höheren Lehr- und Gedankeninhalt fanden, und wir versickern Auerbach, daß die talmudischen Weisen, welche für den Kern der Thora, „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst", ausgaben, alles Andere sei nur Commentar, und die jeden Juden, so lange er das Schema bekenne, als Juden zu betrachten befahlen, daß diese talmudischen Weisen wirklich Juden und zu ihrer Zeit recht gebildet waren. Auerbach hat sich hier einer Uebereilung schuldig gemacht, und eine solche findet allzuleicht bei denen statt, welche es lieben, klingende Sentenzen als Ergebnisse ihrer Beobachtung und Erfahrung aufzustellen. Da jedoch eine solche Ansicht sich schon öfter hat hören lassen, mußten wir einmal ihr nachdrücklich entgegentrelen. Anzeigen. Annonce. In der Ineaigen Synagogengemeinde ist In unserer Gemeinde iS am I. Septbr. e. f* ,SMle CuHuoteamten Sepdi- Stelle eines Borbeters. Schächters. «-»Iwre d :1: nnd Reliaionslebrers »nennt. uJtf. i n \ebeue,nknH(1e Das Ginkommen betrnqt eirea 700 Mark!,s ™nr,k-, »eirerber. KeM.,e unb freie Wobnuna Stande sind, deutsche Vorfrage zu hallen. Bewerber wollen fick unter Ginsendung einen Chor zu teilen, den Religio,„unterricht ibrer Jeugniffe bis zum 1. August e. melden, zu ertheden und d,e Seheelufa zu besorgen. Reisekosten werden nickt erstattet. -eollen ihre Meldungen unter Beengung ihrer •i * M . vi m icw» Zeugnisse an den Unterzeichneten lorsfand Untab*ab^t%n%og£™-rst,,nd.; 1^et einreicheu. Beibooten irerdcn nur -—-—-\ demjenigen genährt. weicher ffte Stelle er- Durch meine Berufung nach Stettin wird bis zur definitiven j hält. Wahl eines Nachfolgers eine provisorische Vertretung vom! Bunzlan, den 2. Juli t875. 15. August c. ab gesucht. l D e r V o r s t a n <1 Angehende, musikalisch gebildete Cantoren oder stellenlose! Adolf Teichmaun. In unserer Gemeinde ist die Stelle des Cantors vacant und soll baldigst besetzt werden. Bewerber, welche musikalisch gebildet, zur Leitung eines Synagogen-Chors und zur Uebernahme der befähigt, auchals Lehrer soweit geprüft find, um an der -———---—-■ —:—c, , w unteren Klaye einer Religionsschule den hebräischen Als Lehrer sur die israelitische Geme.ndeschule dahrer wrrd Unterricht ertheilen zu können und im Amte sich bereits ein qualifinrter, musikalisch gebildeter und im Hebräischen theo- H^ährt haben, wollen sich unter Einreichung ihrer Zcugreusch und praktisch bewanderter Schulmann gesucht, der zugleich spätestens den 1. August « bei uns melden, auch den israelitischen Zöglingen an den höheren städtischen Lehr- Jahresgehalt 135« Mark bei freier Wohnung und anstalten den entsprechenden Religionsunterricht zu ertheilen, sowie unerheblichen Nebenrevenüen. .*” Reisekosten werden nicht vergütet. Staket, den 1. Zuli Der Vorstand der jüdischen Corporation. S. Hermann. Beamte, welche auch die Schechita versehen können, wollen sich sofort persönlich oder brieflich an mich wenden. Da die Stelle voraussichtlich erst nach den Feiertagen besetzt werden kann, ist dem betreffenden Stellvertreter Gelegenheit geboten, sich im Chorgesang mit Orgelbegleitung einige Praxis anzueignen. Bunzlau, den 8. Juli 1875). J. Sarasohn. die vollständige Leitung des Synagogen-Chores zu übernehmen befähigt ist. Fixirtes Einkommen 2000—2400 Mark. Refleetirende belieben ihre Qualificalions-Zeugnisse an den Unterzeichneten einzusenden. Trier, im Juni 187 5. (l>. 4410.) Der Gemeinde-Vorstand. Der Vorsitzende: Joseph Mayer. Für mein Manufacturwaaren- und Confectionsgeschäft suche per 1. September d. I. einen mit guten Schulkenntnissen versehenen Lehrling. Ruhrort. l>. Bergfeld.

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