Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 39 (1875)
- Issue
- Heft 24 (8.6.1875)
- Date
- 1875-06-08
- Page
- Seite 387 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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387 wahrscheinlich Anfangs zum Schofarblasen freiwillig erboten hatte, rechnet also für jedesmaliges Blasen au den beiden Tagen des Neujahrfestes, oder an einem Tage, wenn der andere auf einen Sabbalh fällt, 50 Dollars, d. i. 70 Thaler . . . Hoffentlich wird ihm vom Gerichte der amerikanische Humbug gelegt. Häufig ist Vers 6 des 12lsten Psalms aufgefallen: nr->;n r,-m 7722- «b ortsr: ci2T „am Tage soll die Sonne Dich nicht stechen, und in der Nacht der Mond." In einem Aufsatze „Waldleben in Hoch-Sennar von R. Hartmann" finden wir folgende Stelle: „Leider sind diese üppigen und so vielfach intereffanten Gegenden recht ungesund. Hier, wie in ganz Afrika, ist der sogenannte Sonnenstich sehr gefürchtet. Derselbe scheint in der Thal namentlich zur Regenzeit bösartig wirken zu können. Er trifft weit mehr Fremde als Einheimische. Aber nicht nur der Sonnenstich, sondern auch der Mondstich wird hier sowohl, wie auch in andern Tropenregionen gefürchtet. Einer meiner Freunde, hochangesehener Künstler, wollte im Golfe von Cariaco den „Mondstich" gehabt haben; ein anderer Bekannter erzählte mir, daß dieses Uebel auf dem Isthmus von Panama ganz heimisch sei. Richardson erzählt, in der großen Wüste werde der Sonnstich für tödtlich gehalten, er erwähnt auch einer darauf bezüglichen Bibelstelle (Pf. 121, 6). Wir selbst wurden in Sennar inständig vor der directen Einwirkung der Mondstrahlen gewarnt. — Ueber ähnliche Erscheinungen, namentlich die Einwirkung des Mondlichtes auf die Augen in den südlichen Ländern haben wir in unserm Commenrar zur Psalmstelle berichtet. Anzeigen. SchuldienstErledigung. Die erledigte I. Klaffe der hiesigen Communalschule soll mit einem Lehrer israelitischer Religion wieder besetzt werden. Der IahreSgehalt beträgt 550 st. baar aus der Sladtkaffe und bei gehöriger Öualification kann demselben auch noch die Errheilung des Religionsunterrichtes an der Latein- und höhern Töchterschule in Aussicht gestellt werden. Lusttragende Bewerber wollen sich unter Vorlage ihrer Zeug' niffe innerhalb 3 Wochen melden. Grünstadt (Pfalz», den 31. Mai 187 5. Das Bürgermeisteramt W /w. Seltsam. Mit Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung des Bürgermeisteramts G r u n ft a d t werden dem anzuftellenden Lehrer aus rer israelitischen Gemeindekaffe an Casualien jährlich 80 fl. zugesichert, und außerdem kann derselbe für Ertheilung des Unterrichts in der hebräischen Sprache :c. noch einen sehr bedeutenden Nebenverdienst machen. Grünstadt, den 31. Mai 1875. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde Simon Loeb. Joseph Schwab HI._ Die hiesige zweite Lehrerstelle, mit einem jährlichen Einkommen von 693 Mark nebst 450 Mark für den hebräischen Unterricht, wird zum I. Juli e. vacanr. Bewerber wollen unter Beifügung ihrer Zeugniffe sich baldigst bei dem Unterzeichneten Borstande melden. Kofchmin, den 31. Mai 1875. Der jüdische Schulvorstand. Für mein Manufaeturwaaren Geschäft Luche ist» zum baldigen Eintritt einen mit guten Schulkenntnissen versehenen Lehrling aus amtbarer Familie. M. J. » olff' in Dortmund. Vacanz. Bei unserer Gemeinde ist die Stelle eines tüchtigen Borbeters — Bal-kore und Schächters vom 30. September «. <*. ab zu besetzen. Der fixe Gehalt beträgt 400 Thlr., die Nebeneinkünste pptr. 100 Thlr. pro anno. Den Meldungen bitten wir etwaige Zeugniye beizufügeu. Guttentag OjS., den 20 Mai 1875. ver Synagogen-Gemeinde-Vorstand. Vacanz. In der hiesigen Synagogengemeinde ist die Stelle eines Predigers und Religionslehrers, der auch im Besitz eines nsr-iin mrn ist, von sogleich ab mit einem jährlichen festen Gehalt von 1800 Mark nebst Nebeneinkünften, die sich jedoch nicht näher bestimmen laffen, zu besetzen. Qualificirte Bewerber wollen ihre Meldungen unter Beifügung ihrer Zeugniffe an den Unterzeichneten Vorstand baldigst einreichen. Reisekosten werden nur Demjenigen gewährt, welcher die Stelle erhält. Schwetz a/W., den 31. Mai 1885. Der Vorstand der Synagogengemeinde H. Hirschberg. E. Rosenthal. ./. A. Engel. Ein junger Manufacturist, flotter Verkäufer, Decorateur, der englischen Sprache vollkommen mächtig, mit den besten Referenzen, sucht eine paffende Stelle. Franco - Offerten sul* 11. V. nimmt die Exped. d. Ztg. entgegen. A n n 0 n c e. Ein tüchtiger junger Mann (Verkäufer), der seine dreijährige Lehrzeit in Weißwaaren, Porzellan und Rauchwaaren am 1. August beendet, sucht Stellung als Commis in einem Geschäfte, wo Sonnabend und Feiertage streng geschloffen ist. Reflectanten belieben ihre Bedingungen an die Exped. d. Zlg. unter Chiffre 5635 A. zu richten.